NAJU

Die Kinder- und Jugendgruppe des NABU Hambrücken.


NAJU Gruppenstunde – „Die Kleinsten wieder groß machen“

Viele fleißige Helfer der NAJU

In unserer Gruppenstunde am Samstag, 19.05.2018, stand die Wildbiene im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Dazu griffen wir die oben genannte Aktion der NAJU auf, die zum Ziel hat, die größte Hotelkette Deutschlands zu gründen- und zwar für Wildbienen. Mindestens 500 Wildbienenhotels sollen in Deutschland entstehen.

In unserem Land gibt es rund 580 Wildbienenarten, die meisten Wildbienen sind Einzelgänger und heißen deshalb Solitär- oder Einsiedlerbienen. Mehr als 400 Arten bauen ihre Nester mit den entsprechenden Brutzellen selbst, etwa 135 Arten legen als sogenannte Kuckucksbienen ihre Eier in fremde Nester. 75 % der Wildbienen nisten im Boden, die anderen nutzen z.B. Pflanzenhalme oder Fraßgängen von Käfern als Nistplätze. Rund 30 % Wildbienen sind auf bestimmte Pflanzen in unserer Kulturlandschaft spezialisiert. Wildbienen sind in Deutschland stark bedroht, etwa die Hälfte aller Arten stehen auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten. Das hat verschiedene Gründe: Fortschreitende Monokultur in der Agrarindustrie und Zersiedelung der Landschaft zerstören das Futterangebot und den Lebensraum der Tiere, der Einsatz von Pflanzenschutzmittel bedroht den Bestand der heimischen Wildbienen. Dabei gehören Wildbienen zu den wichtigen Bestäubern von Bäumen, Blumen und Nutzpflanzen und haben einen riesigen Wert für Menschen und Natur.

Treffpunkt an diesem Vormittag war unser Insektenhotel auf den Peterswiesen in der Nähe unseres Storchenhorstes. Es ist angelegt als längerfristige Bleibe für verschiedenen Nützlinge, wie z.B. Wildbienen und Hummeln, Wespen, Käfer, Florfliegen, Ohrwürmer etc. In den Schilfstängeln nisten schon viele kleinere Insekten, wir wollten in dieser Gruppenstunde auch Lebensraum schaffen für unsere heimischen Wildbienen.

Nach einer kurzen Einführung in die Thematik ging es dann an die Arbeit:

Einige Kinder stellten aus Löss und Wasser einen Mörtel her, um damit vorhandene Lochziegel zu füllen. Andere sägten verschieden starke Bambusstäbe, um damit ein eigenes kleines Wildbienenhotel oder unsere Lochsteine zu füllen. Eine andere Gruppe bohrte unterschiedlich große Löcher in Holzstücke, auch Schilfstängel wurden in kleine Stücke geschnitten. Die Kinder waren mit großem Eifer bei der Sache und wechselten dabei auch die einzelnen Stationen, ihr handwerkliches Geschick und ihren Teamgeist konnten sie überall unter Beweis stellen.

Die Arbeit hat sich gelohnt.

 

Vor lauter „Arbeit“ wurde fast die notwendige Vesperpause „vergessen“, dabei schmeckt es draußen und in gemütlicher Runde noch mal so gut. Wir boten dazu einen selbst zubereiteten Holundersirup an, der geschmacklich bei den Kindern sehr gut ankam. Es freut uns, dass nicht nur industriell hergestellte Erfrischungsgetränke Anklang finden, wo doch die Natur gerade in dieser Jahreszeit viele leckere Pflanzen bereithält. Nach der Pause nahmen sich einige Kinder den Wildbienen- Hotel- Forscherbogen der NAJU vor, er wird mit allen anderen Bögen zu einem Hotelkatalog zusammengefasst und mit entsprechenden Forderungen einem Politiker im Landwirtschaftsministerium übergeben. Dazu wurde u.a. die Umgebung näher unter die Lupe genommen und dokumentiert, z.B. Bestimmung der Nistmöglichkeiten und der Pflanzen, Beschreibung der Fläche und der vorhandenen Gäste,…

Die Zeit verging mal wieder wie „im Flug“ und nach 3 Stunden mussten wir unsere „Bauarbeiten“ einstellen. Aber wir werden unser Insektenhotel noch öfter besuchen, um auch anderen Nützlingen eine Bleibe zu schaffen.

Alle, die sich auch privat an dieser Aktion beteiligen möchten, können sich unter www.NAJUversum/bees-inn.de informieren.

Jetzt wünschen wir allen noch erholsame Pfingstferien und eine spannende Zeit in der Natur

Das NAJU- Team


Nächste NAJU Gruppenstunde „Waldentdeckungen“

Wenn man die Natur wahrhaft liebt, so findet man es überall schön.

           Vincent van Gogh

Liebe Freunde der NAJU,

nach einer doch sehr ausgiebigen Sommerpause melden wir uns jetzt zurück. Auch wir möchten unsere „Arbeit“ wieder aufnehmen und haben für Samstag, 22.09.2018, die nächste Gruppenstunde geplant.

Wir treffen uns mit den Fahrrädern um 9.30 Uhr am Hundeplatz zu einer neuen Waldentdeckertour. Unser Ziel ist der Wald entlang der Saalbachniederung, dort werden wir das gemeinsame Vorhaben besprechen.

Wenn das Wetter mitmacht, sind wir gegen 12.30 Uhr wieder zurück am Hundeplatz.

Die Kinder benötigen wettergemäße Kleidung und bei Bedarf ein kleines Vesper für eine gemütliche Pause.

Habt ihr Lust, mit uns einen Vormittag im Wald zu verbringen, dann meldet euch bitte an. Auch „neue“ Naturentdecker sind herzlich willkommen.

Viele Grüße

Das NAJU- Team


NAJU Gruppenstunde entlang des „Kaminfegerwegs“

„Der Wald ist eine Küche, und er hält auch noch Medizin für uns bereit.“

                                                                                       Vincent und Jonas

Der Wald ist ein unersetzlicher Lebensraum. Er bietet Tieren Nahrung und Unterschlupf und ist Heimat unzähliger Pflanzen. Für uns hält er viele Möglichkeiten der Naturwahrnehmung bereit, der Frühling ist wie geschaffen dafür.

So fand unsere letzte Gruppenstunde am Samstag, 21.04.2018, im Lußhardwald statt, Marlon, Elias, Jonas, Fabienne, Janine, Marc, Isabelle, Maddox, Emil, Vincent, Anna und Luk kamen pünktlich zum ausgemachten Treffpunkt. Bevor es losging, beobachteten wir das emsige Treiben der Wildbienen am Wildbienenhotel der BNA.

Dann ging es mit den Rädern in den Wald, unser Plan war es, auf dem Kaminfegerweg den Frühlingswald zu erkunden. Er führt von Hambrücken nach Bad Schönborn und es ist kaum vorstellbar, dass auf diesem Weg schon vor 150 Jahren die Menschen, z.B. Kaminfeger, zu Fuß zur Arbeit gingen.

Auch wir stiegen hier vom Rad und nutzten unsere Sinne: Beim 1. Stopp schlossen alle Kinder die Augen und lauschten den Waldgeräuschen, Insekten, verschiedene Vögel, die Autobahn, … im Laufe der Zeit hörten wir immer mehr.

Beim 2. Halt schauten wir uns die verschiedenen „Stockwerke“ des Waldes an und hatten die Pflanzen und Bäume im Blick.

Die nächste Pause fand am Speckgraben statt, hier entdeckten wir u.a. auch den Bärlauch für unser Vesper.  Vincent und Jonas verdeutlichten durch ihren Ausspruch die Vielfalt an nutzbaren Pflanzen.

An einer anderen Stelle entdeckten wir aber auch ein Vorkommen giftiger Maiglöckchen, den Unterschied zum Bärlauch konnte man gut erkennen. Daraus ergab sich auch die Warnung an die Kinder, in der Natur nichts zu essen ohne eindeutige Bestimmung.

Von dort aus war es nicht mehr weit zu unserem Ziel, der Pirschpfadhütte. Hier legten wir erst einmal eine Rast ein und untersuchten das mitgebrachte Gewölle eines Falken. Dann ging es los: Zur großen Freude einiger Kinder wurde sogleich die Wasserpumpe in Betrieb genommen, andere machten sich auf die Suche nach Insekten für eine geplante Tierauststellung. Mit der entsprechenden Fachliteratur wurden sie auch gleich bestimmt, z.B. fanden sie u.a. einen „Kleinen Zangenbock“. Und die hauswirtschaftlich Interessierten bereiteten einen Kräuterquark und Kräuterbutter zu. Unser Bärlauch, aber auch Taubnessel- und Löwenzahnblüten und Giersch wurden dazu verarbeitet.

Zur Einstimmung auf ein leckeres Essen konnten bei einem gemeinsamen Spiel verschiedene Gemüse und Pflanzen aus dem Wald mit geschlossenen Augen „erschmeckt“ werden. Hierbei galt es vor allem, die Farbe zu benennen. Im Anschluss daran wurde der Hunger gestillt, mit Brezeln und selbst zubereitetem Brotaufstrich. Vor allem der Kräuterquark kam bei den Kindern gut an und war ratzfatz verputzt. Marc meinte dazu:“ Das müsste unsere Mutter sehen, wie gesund wir essen!“ Mit diesem Geschmackserlebnis ging ein sinnesreicher Vormittag leider zu Ende. Wir betrachteten noch einmal die unterschiedlichen Bodenbewohner, ließen alle Tiere frei und radelten zurück. Mit dem Beschluss: hier waren wir nicht zum letzten Mal.

Viele Grüße von der NAJU


Nächste NAJU Gruppenstunde: Mit offenen Augen durch den Frühlingswald

Spaziergang entlang des Kaminfegerweges

In den kleinsten Dingen zeigt sie Natur die allergrößten Wunder

                                                                                                      Carl von Linné

Endlich hat der Frühling Einzug gehalten, täglich gibt es etwas Neues zu entdecken und die Wärme lockt ins Freie.

Unsere nächste Gruppenstunde am Samstag, 21.04.2018, führt uns in den Lußhardwald, wir radeln auf dem Kaminfegerweg und erleben das Erwachen der Natur mit allen Sinnen. Im Wald möchten wir zum einen unseren 4. Geburtstag gebührend feiern, es bleibt aber auch noch genügend Zeit, den Wald zu erkunden.

Wir treffen uns um 9.30 Uhr mit dem Fahrrad am Ende der Brühlerstraße beim Wildbienenhotel. Die Kinder benötigen wettergemäße Kleidung und etwas zu trinken, für das Essen sorgen wir. Bei schönem Wetter sind wir um 12.30 Uhr wieder zurück am ausgemachten Treffpunkt, ansonsten entsprechend früher.

Wer Lust auf unseren Frühlingsausflug hat, sollte sich bitte bald melden, damit wir planen können.

Viele Grüße vom NAJU- Team


NAJU Gruppenstunde – Jetzt laufen sie wieder

Zu Beginn der Stunde wurde über die vorkommenden Arten informiert.

Amphibien zählen nach dem Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders geschützten, bzw. gefährdeten Arten. Als Bewohner von Biokomplexen (Landlebensraum und Gewässer) sind sie anfälliger als viele andere Tiergruppen gegenüber schädigenden Umwelteinflüssen und Veränderungen. Durch den Eingriff in ihre Lebensräume, z.B. durch eine Straße, sind engagierte Schutzmaßnahmen erforderlich.

Auch wir vom NABU Hambrücken betreuen seit 2012 2 Amphibienzäune zum Schutz der Tiere, sie befinden sich an der Landstraße L 556 zwischen Hambrücken und Forst. Seit diesem Jahr sind wir auch im Bereich der Autobahnrastanlage Bruchsal aktiv. Hier laufen vor allem Erdkröten regelrecht in die Falle, wenn sie auf dem Weg zum See in den Parkbereich des Hotels gelangen.

Die Zeit der Amphibienwanderung ist eine gute Gelegenheit, die wechselwarmen Tiere aus nächster Nähe zu beobachten. Aus diesem Grund fand unsere Gruppenstunde am Samstag, 24.03.2018, an der Amphibienwanderstrecke statt.

Um 18.00 Uhr kamen 11 naturbegeisterte Kinder pünktlich zu unserem Treffpunkt am Sportplatz. Nach einer kurzen Einweisung über den Ablauf des Abends ging es weiter mit den Fahrrädern Richtung Forst. Dort berichteten wir zunächst über die Amphibien, die wir in dieser Region vorfinden, nämlich Erdkröte, Springfrosch, Teich- und Bergmolch und Salamander. Auch das Wissen und die Fragen der Kinder konnten wir gut mit einbeziehen. Im Anschluss war es noch hell genug, die entsprechenden Lebensräume anzuschauen, zum einen den Laubwald, zum anderen den See neben der Rastanlage. Mit einsetzender Dämmerung stieg bei den Kindern natürlich auch die Spannung und es konnte endlich losgehen.

Eine Kröte lies sich an dem Abend blicken.

Aufgeteilt in 3 Gruppen kontrollierten die Kinder den Hin- und Rückwanderzaun und den Parkbereich des Hotels. Obwohl die Temperatur eigentlich passte, war es an diesem Abend anscheinend zu trocken. Weder am Zaun, noch auf dem Waldweg war ein Tier anzutreffen. Nur am Seeufer konnten einzelne Tiere im Wasser beobachtet werden. Vorführeffekt? Aber, kurz vor Schluss fand Fabienne am Rückwanderzaun eine Kröte und wir alle freuten uns riesig, wenigstens ein Tier in Händen halten zu können. Behutsam wurde sie herumgereicht, gestreichelt und anschließend in den schützenden Wald gebracht. So wurde der Abend zu einem spannenden Erlebnis und wir danken vor allem Frau Rupp und Frau Feil, Herrn Hoops und Herrn Oberst für die begleitende Unterstützung. Die Gruppe war zu jeder Zeit gut abgesichert und, das muss auch erwähnt werden, die Kinder haben sich vorbildlich verhalten. Vielleicht hat der ein oder andere Lust bekommen, bei besseren Bedingungen auf „Krötensuche“ zu gehen. Wir freuen uns über jede Unterstützung!

Das NAJU- Team


Ankündigung NAJU Gruppenstunde: Jetzt laufen sie wieder !

Der Frühling hat endlich Einzug gehalten und mit den milden Temperaturen machen sich nun wieder Kröten, Frösche, Molche und Salamander auf den Weg zu ihren Laichgewässern.

Auch wir vom NABU/NAJU Hambrücken betreuen seit 2012 2 Amphibienzäune zum Schutz der Tiere, sie befinden sich an der Landstraße L 556 zwischen Hambrücken und Forst im Bereich der Autobahnrastanlage Bruchsal. Seit dem 14.01.2018 konnten wir schon 445 Erdkröten, 62 Springfrösche, 16 Teichmolche, 2 Bergmolche und 2 Feuersalamander sicher über die stark befahrene Straße bringen. Aus den Erfahrungen der letzten Jahre rechnen wir z.B. bei den Erdkröten noch einmal mit der gleichen Anzahl. Als Laichgewässer nutzen die Tiere den kleinen See neben dem Rasthof.

Die Zeit der Amphibienwanderung ist eine gute Gelegenheit, die wechselwarmen Tiere aus nächster Nähe zu beobachten. Deshalb findet unsere nächste Gruppenstunde am Samstag, 24.03.2018, an der Amphibienwanderstrecke statt.

Wir treffen uns um 18.00 Uhr mit den Fahrrädern am Sportplatz und fahren dann gemeinsam weiter. Die Kinder benötigen eine Warnweste und am besten Gummistiefel, eine funktionierende Fahrradbeleuchtung und eine starke Taschenlampe.

Bis zum Einsatz der Dunkelheit werden wir den Wald und den See erkunden, anschließend gehen wir zum Amphibienzaun. Es ist wichtig, dass die Kinder die Straße nicht alleine überqueren, bitte schon zuhause darauf aufmerksam machen.

Um 20.00 Uhr können die Kinder an der Bushaltestelle (gegenüber der Autobahnauffahrt) abgeholt werden, damit sie auch wieder sicher nach Hause kommen. Zur besseren Planung benötigen wir eine kurze Anmeldung. Vielen Dank! Noch Fragen?

Wir freuen uns auf eine spannende Gruppenstunde

Das NAJU- Team


NAJU-Kids on Tour im Zoo Karlsruhe

Die NAJU auf Besuch im Zoo Karlsruhe

Das neue Jahr starten wir in der Regel mit einem Gruppenausflug im Januar, in diesem Jahr war der Zoologische Garten in Karlsruhe unser Ziel und im Februar war es endlich soweit. Neben einem gemeinsamen Rundgang stand auch eine interessante Führung auf dem Programm: „Tiere in Eis und Schnee- Anpassungen an die Kälte.“

So machten wir uns am Samstag, 03.02.2018, mit 12 gut gelaunten Kindern auf den Weg nach Karlsruhe, 5 Kinder mussten leider krankheitsbedingt zu Hause bleiben. Bis zur gebuchten Führung hatten wir noch etwas Zeit, wir beobachteten die kalifornischen Seelöwen, über und unter Wasser, die beiden Eisbären im Wasser und die Fütterung der Pinguine.

Im warmen Giraffenhaus legten wir die erste Vesperpause ein und zogen dabei einen doch strengen Geruch der Kälte vor. Pünktlich um 11.00 Uhr startete unsere Führung, passend zum Thema fielen kleine Schneegriesel vom Himmel und wir spürten wieder die winterliche Kälte. Als erstes besuchten wir die beiden Schneeleoparden, sie stammen aus dem Himalaya und gehören zu den am meisten bedrohten Großkatzen. Mit ihrem dichten langhaarigen Fell mit bis zu 12 cm langer Unterwolle sind sie optimal vor Kälte geschützt, ein Stück weicher Wolle konnte jedes Kind einmal in die Hand nehmen.

Weiter ging es zu einem Schneeeulen- Pärchen, die auch an Füßen und am Schnabel Federn als Wärmeschutz aufweisen. Sie sind in ihrer Färbung nicht nur besonders gut getarnt, durch den Fransensaum an ihren weichen Federn können sie als lautlose Jäger auf Beutefang gehen. Zum Fühlen gab es hier die Feder einer Schneeeule und zum Vergleich die Feder eines Marabus. Beindruckend war auch ihre Fähigkeit, den Kopf um 270 Grad zu drehen.

Die letzte Tiergruppe, die wir uns näher anschauten, waren die Pinguine. Die kurzen Federn sind mit einem flauschigen Dunenteil versehen, zwischen Dunen und Unterhautfettgewebe schützen Luftpolsterschichten vor Auskühlung. Besonders deutlich wurde dies beim Tauchgang, wenn kleine Luftbläschen nach oben stiegen.

Im Rahmen der Führung gab es Interessantes zu erfahren.

Hier war die Führung leider schon wieder zu Ende.  Verschiedene Anpassungsstrategien an extreme Kälte von Tieren an Land, in der Luft und im Wasser wurden für alle deutlich. Im Zoo war es zwar nicht extrem kalt, aber die ersten Kinder begannen zu frieren und wir marschierten weiter, machten einen Abstecher ins Affenhaus und ins Raubtierhaus. Im Dickhäuterhaus legten wir noch einmal eine Pause ein und danach wurde abgestimmt: Exotenhaus oder Spielplatz. Die Kinder entschieden sich fast einstimmig für den Spielpatz und hier hat dann keiner mehr gefroren.

Wir haben an diesem Morgen einiges gelernt und für uns selbst erfahren: Wir Menschen brauchen u.a. besondere Kleidung, um nicht zu frieren, aber vor allem ausreichend Bewegung. Die Zeit verging mal wieder viel zu schnell, wir brauchten schon einige Überzeugungskraft, um den Zoo pünktlich zu verlassen.

Und wir haben uns gefreut, dass die Kinder mit großem Interesse bei der Sache waren, sie haben aufeinander geachtet und alles hat super geklappt. Ein großes Lob an die Reisegruppe!

Jetzt freuen wir uns auf weitere spannende Gruppenstunden, bis dahin winterliche Grüße vom NAJU- Team


NAJU- Kids on Tour

Auch in diesem Jahr möchten wir mit einem gemeinsamen Ausflug unser NAJU- Programm starten.  Als Ziel haben wir dieses Mal den Zoologischen Garten in Karlsruhe gewählt und für die Kinder eine interessante Führung gebucht:

Der Termin ist am Samstag, 03.02.2018, um 11.00 Uhr.

Thema der Führung: Tiere in Eis und Schnee- Anpassungen an Kälte

„Der Winter ist eine extreme Jahreszeit für Tiere und Pflanzen. Weltweit haben sich verschiedene Anpassungsstrategien entwickelt, um Tiere gegen extreme Kälte und die jahreszeitlichen Veränderungen zu wappnen. Die Kinder erarbeiten gemeinsam die Herausforderungen für Tiere in einer winterlichen Umgebung und lernen verschiedene Anpassungen von Zootieren gegen Kälte kennen.“

Wenn auch bei uns im Moment der Winter nicht eindeutig zu erleben ist, wird dieses Thema sicherlich spannend und lehrreich sein.

Im Anschluss an die Führung wollen wir uns noch Zeit für einen Rundgang nehmen.

Die Kosten für die Führung übernimmt die NAJU, Eintritt und Zugfahrt werden auf die teilnehmenden Kinder umgelegt.

Um genau planen zu können bitten wir um eine verbindliche Anmeldung bis Freitag, 26.01.2018. Weitere Informationen folgen in Kürze.

Viele Grüße vom NAJU- Team


Jahresabschluss mit Stockbrot bei der NAJU Hambrücken

Alles ist Vergehen, doch schöne Momente leuchten ewig.

 Monika Minder

Die NAJU beim Zubereiten der Winterfütterung.

Das Jahr geht zu Ende und auch wir von der NAJU können auf interessante Gruppenstunden im Wechsel der Jahreszeiten zurückblicken. In Gesprächen stellen wir immer wieder fest, dass sich die Kinder gerne an viele bedeutsame Momente erinnern und dass unser Einsatz in der Natur sinnvoll ist.

Zum Abschluss eines ereignisreichen Jahres trafen sich am Samstag, 09.12.2017, 14 gut gelaunte Kinder zu unserer letzten Gruppenstunde. Zu Beginn des Nachmittags stand eine Bastelaktion auf dem Programm, geplant war die Herstellung von Futterglocken für die heimischen Vögel. Nach einer kurzen Einführung ging es sogleich ans Werk. Rindertalg und Vogelfutter wurden zu festem Teig verrührt und in die vorbereiteten Tontöpfe gefüllt. Mit gegenseitiger Hilfe war die Arbeit schnell erledigt und wir konnten zum 2. Programmpunkt übergehen. Auf Wunsch der Kinder wollten wir als nächstes ein wärmendes Feuer entzünden. Die Kinder schichteten alle notwendigen Materialien in die Feuerstelle und nach anfänglicher Skepsis und ein paar kleinen Veränderungen entwickelte sich nach und nach ein wunderbar wärmendes Feuer. Bis ausreichend heiße Glut entstanden war, probierten die Kinder mit Feuersteinen und Feuerstahl ein eigenes kleines Feuer zu entzünden. Das war gar nicht so einfach und führte auch leider nicht zum Erfolg. Am Ende waren wir froh, dass das „richtige“ Feuer nach einbrechender Dämmerung schon brannte. Nun konnte der gemütliche Teil beginnen, mit Kinderpunsch und Stockbrot genossen wir die fröhliche Runde an den prasselnden Flammen. Das trockene Winterwetter tat sein Übriges dazu, es fielen sogar ein paar Schneeflöckchen.

Zum Jahresabschluss gab es Stockbrot.

Wir danken Familie Koslowski für die großzügige Holzspende und natürlich auch allen Freunden der NAJU, die uns in diesem Jahr auf unterschiedliche Weise unterstützt haben.

Nun wünschen wir allen Kindern und ihren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest und Gesundheit und Glück im neuen Jahr.

Wir freuen uns auf neue spannende Gruppenstunden im nächsten Jahr.

Das NAJU- Team


NAJU-Gruppenstunde: Erlebnisse im herbstlichen Wald

Die NAJU-Gruppe am Bau eines Unterstandes.

Der Wald ist zu jeder Jahreszeit schön, er ist Spiel-, Erfahrungs-, Sinnes- und Lernraum, er ist ein Ort der Kooperation, ein Ort für Bewegung, er ist die Quelle von Kreativität und Fantasie, er ist ein Ruheort und er ist für alle Menschen offen.
In unserer Gruppenstunde am Samstag, 18.11.2017, stand der Wald im Mittelpunkt unserer Aktivitäten, 10 gut gelaunte Kinder waren unserer Einladung gefolgt. Bei einem angenehmen Herbstwetter ging es mit den Rädern in den Wald hinein. Ziel war der Ort; an dem wir schon öfter aktiv waren.
Zur Einstimmung erzählten die Kinder, was sie am Wald so lieben: „Hier gibt es viele Tiere, hier möchte ich Tieren helfen, ich bin gerne draußen, ich mag die Natur, hier ist es so schön ruhig, im Wald kann ich etwas erleben, hier gibt es schöne frische Luft und ich möchte auch Müll sammeln, hier kann ich Vögel hören.“ Dann ging es ans Werk, der Wunsch der Kinder war, für Tiere und Menschen eine Hütte zu bauen. Viele abgesägte Äste wurden in Teamarbeit zusammengetragen, mit Astscheren bearbeitet und zu einem stattlichen Unterstand aufgebaut. Nach getaner Arbeit wurde er mit einem gemütlichen Vesper eingeweiht, die Kinder waren sehr zufrieden mit ihrer Arbeit.
Es blieb auch noch genügend Zeit, Waldboden und Baumstümpfe unter die Lupe zu nehmen. Aufgrund der kühleren Temperaturen fanden wir nur wenige Insekten. Ein 3 cm großer Käfer, den wir bei den „Bauarbeiten“ entdeckten, konnten wir als schwarzer Moderkäfer identifizieren.

Auch im Herbst lässt sich einiges entdecken.

Im Anschluss wurde die weitere Umgebung erkundet, beim einem Paarspiel konnten die Kinder ihren Tastsinn unter Beweis stellen und mit verbundenen Augen im Wald ganz andere Erfahrungen machen. Beim Eichhörnchen- Spiel wurde deutlich, wie die Tiere für den Winter vorsorgen und die Kinder erkannten dabei die Schwierigkeit, alle Verstecke wieder zu finden. Einige nutzten auch verschiedene Bäume für eine ausgiebige Kletterpartie.
Zum Abschluss fanden wir noch heraus, welche Baumarten diesen Teil des Waldes ausmachen, mit der entsprechenden Literatur gelang es allen Kindern, 5 verschiedene Bäume zu erkennen und zu beschreiben.
Die Zeit verging wie so oft wie im Flug, der Herbstwald zeigte sich noch einmal von seiner schönsten Seite und mit dem zunehmenden Wind wirbelten uns die herabfallenden Blätter entgegen.
Auf Wunsch der Kinder werden wir im Dezember wieder ein Feuer entzünden und Futterglocken für die heimischen Vögel herstellen. Näheres geben wir rechtzeitig bekannt.
Herbstliche Grüße
Das NAJU- Team