NAJU


Wildbienenhaus auffrischen

Am Samstag war es mal wieder so weit. Die NAJU Juniors (5 bis 10 Jahre) haben sich getroffen, um gemeinsam draußen in der Natur Spaß zu haben und Neues zu entdecken. Diesmal war das Ziel, das bestehende Wildbienenhaus an der Grillhütte einladender zu gestalten, damit sich möglichst viele Bewohner darin wohlfühlen können. Wir hatten, jede Menge Material, da auch die Eltern welches mitgebracht hatten. Außerdem konnten eine Mama und ein Papa bleiben und uns tatkräftig unterstützen. So haben wir es geschafft nicht nur das Bienenhaus zu renovieren, sondern für die Bewohner auch eine Futterstation in Form einer Wildblumenwiese anzulegen. Nur ein Maschendraht muss noch befestigt werden, damit die einzelnen Elemente an Ort und Stelle bleiben.

Alle haben gebohrt, geschnitten und gesägt, gefeilt und gebuddelt, gemalt und ausgesät und nach drei Stunden hatten wir viel mehr geschafft als ursprünglich erwartet. Es blieb sogar noch Zeit für ein Vesper und ein schönes Spiel. Während der Pause hatten die Kinder die Möglichkeit mit Hilfe einer speziellen Brille nachzuempfinden, wie Bienen ihre Umwelt wahrnehmen. Die alten, mit hartem Lehm gefüllten Ziegelsteine, die von den Bienen nicht genutzt werden konnten, haben wir durch Baumstämme ersetzt, in die wir Löcher gebohrt haben. Aber die Ziegel werden weiterverwendet. Denn am Ende konnte jedes Kind einen Ziegel mit nach Hause nehmen, um ihn dort zu wässern und den Inhalt der Poren zu entfernen. Die freien Poren können anschließend mit längeren Bambusröhren  oder Schilfrohr bestückt und im eigenen Garten aufgestellt werden. Das heißt die NAJU Juniors von Hambrücken haben nicht nur ein tolles Wildbienenhaus an ihrem Treffpunkt, sondern jeder einzelne hat ab jetzt auch ein kleines Wildbienenhaus im Garten oder auf dem Balkon.


Trashbuster in Hambrücken

Am Samstag um 10 Uhr haben sich die fleißige NAJUler an der Grillhütte in Hambrücken getroffen. Mit Müllzangen, Arbeitshandschuhen und Müllbeutel ausgestattet ging es los auf Mülljagd. Wir wollten im Rahmen der Aktion “Trashbusters” den Wald vom Müll befreien. 

Vor allem kleine und große Plastikteile sowie Scherben wurden von den Adleraugen der NAJUler gefunden und eingesammelt. Aber auch manch alte Plastiktüte, die schon in den Boden eingearbeitet war, wurde entdeckt, ausgebuddelt und mitgenommen. Insgesamt wurde fast ein großer grauer Müllsack voll.

Neben allerlei Unrat gab es aber auch die Überreste eines Bussards und die Knochen eines Wildschweines zu bestaunen. 

Ein Wildschweinschädel wurde auch gefunden

Nach dem Sammeln und dem Vesper haben wir uns zusammengesetzt und überlegt, welcher Müll anfällt und warum er für sie Tiere im Wald gefährlich sein kann. Die Riechprobe an der Chipstüte und Schokoladenverpackung hat uns gezeigt, dass man Verpackungsmaterial leicht für etwas Essbares halten kann. Und wir haben geschätzt wie lange eigentlich welcher Abfall braucht, bis er zersetzt ist. Viel länger, als wir dachten!

Alle waren sich anschließend einig, ab sofort immer den gefundenen Müll zum nächsten Mülleimer mitzunehmen.

Um die Aktion abzurunden, konnten zum Abschluss Stoffbeutel gestaltet werden. Diese machen den nächsten Einkauf ein wenig nachhaltiger und sind eine schöne Erinnerung an einen tollen Tag als Trashbuster.

Stolze Trashbuster

Der nächste Termin der NAJU Gruppe ist der 09.04.2022. Vielleicht willst du ja auch mal dabei sein? Die NAJU Gruppe ist für Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren. Bitte über naju@nabu-hambruecken.de anmelden. 

Wir planen bereits eine weitere Gruppe für die älteren Kinder ab 11 Jahre. Gern können sich Interessierte bereits melden, um in den Email-Verteiler aufgenommen zu werden und als erstes den Starttermin zu erfahren.


Stunde der Wintervögel

Wir haben das sonnige Wetter des Feiertages in der letzten Woche genutzt, um ein paar heimische Vogelarten genauer kennenzulernen. Wir waren Gäste auf dem Gelände des Waldkindergartens in Waghäusel. Hier werden die Vögel von den Waldkindern fleißig gefüttert und zeigen sich gern an den Futterstellen. Franz Debatin (1. Vorsitzender von NABU Hambrücken) hat uns als Experte tatkräftig dabei unterstützt die Vogelarten richtig zu erkennen. Er konnte uns auch die Arten nennen, die wir zwar nicht sehen, aber dafür hören konnten. 12 Arten haben wir erkannt: Kleiber, Amsel, Kohlmeise, Tannenmeise, Blaumeise, Eichelhäher, Spatzen, Rotkelchen, Buchfink, Distelfink, Grünfink und Schwanzmeise.

Anlass für die Zählung war „die Stunde der Wintervögel“. Dies ist ein „citizen science Projekt“ des NABU und LBV. Hierbei sind alle dazu aufgerufen, eine Stunde lang die Vögel in ihrem Garten zu zählen. Der NABU stellt hierzu hilfreiches Material zur Verfügung, sowohl online, als auch zum Bestellen. Herr Debatin hat uns auch erklärt wie wichtig es ist, dass möglichst viele bei dieser Aktion mitmachen. Die nächste Gelegenheit die Vögel im Garten zu zählen ist die Stunde der Gartenvögel vom 13. Bis 15. Mai.

Spiel und Spaß kam natürlich auch nicht zu kurz: der Mäusebussard ging auf Mäusefang. Außerdem haben die Kinder bei einem Memory Spiel gezeigt, ob sie sich verschiedene Gegenstände genauso gut merken können wie mach Vogel seine Futterquellen. Anschließend haben wir gemeinsam aus Milchkartons bunte Futterhäuschen gebastelt, um auch zu Hause die Vögel beobachten zu können.

Auch morgen(15.01., 10 bis 13 Uhr) sind wir wieder im Wald unterwegs. Gemeinsam mit einer Jägerin begeben wir uns auf Tierspurensuche und erfahren dabei wie wir die Tiere im Winter unterstützen können. Ein weiteres  Treffen ist am Samstag, den 12.02., von 15:30 bis 18:30 Uhr geplant.  An diesem Tag wirst du die Gelegenheit haben die Natur in der Dämmerung zu erleben.

Bitte, wie immer, daran denken sich unter naju@nabu-hambrücken.de anzumelden.


Ab in den Wald mit der NAJU

Ab in den Wald hieß es im Oktober für 6 naturinteressierte Kinder, denn die Naju Gruppe Hambrücken ist wieder unterwegs.

Zunächst gab es eine Vorstellungsrunde und ein erstes Spiel. Die Kinder waren abwechselnd Zecken oder Menschen und konnten so spielerisch erfahren, wie wichtig es ist, sich nach jedem Waldbesuch nach Zecken abzusuchen.

Danach ging es in den Wald, auf die Suche nach Herbstschätzen. Auf dem Waldboden wurden allerlei Pilze und Blätter entdeckt. Wir konnten uns aber auch die Kraft des Windes ansehen: Eine Kiefer wurde einfach wie ein Strohhalm gedreht und abgeknickt. Außerdem gab es in einem anderen abgestorbenen Baum ein Hornissennest zu bestaunen. Die Hornissen waren natürlich längst ausgezogen, nur ein Exemplar war noch zu finden. Mit den Herbstschätzen wurde anschließend fleißig gebastelt.

Bei einer gemütlichen Pause mit der selbstmitgebrachten Stärkung wurden die Wünsche der Kinder für weitere Treffen besprochen.

Mit einem kleinen Experiment konnten die Kinder dann noch erfahren, dass die tollen Herbstfarben die ganze Zeit im Blatt schlummern, aber von dem Grün im Sommer überdeckt werden. Dabei wurde der Regen ganz vergessen.

In einer abschließenden Runde gaben alle Kinder ein „Daumen hoch“ für diese erste Veranstaltung. Alle freuen sich jetzt schon auf den nächsten Termin. Wer auch dabei sein möchte, kann sich gern unter naju@nabu-hambruecken.de auf die Verteilerliste setzten lassen und so alle Termine und Aktionen als erstes erfahren. Alle naturinteressierten Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren sind willkommen. Sollte Ihr Kind kommen wollen, aber nicht in der Altersguppe sein, sprechen Sie uns gern an.


Nachwuchs für die Streuobstwiese

NAJU und NABU beim Einsatz auf der Streuobstwiese

Am Samstag, 01.12.2018, fand unser letzter Arbeitseinsatz in diesem Jahr statt. Emil, Vincent, Fabienne, Stas, Jonas, Elias und Jan kamen mit ihren Fahrrädern pünktlich zum ausgemachten Treffpunkt. Mit von der Partie waren auch insgesamt 8 Mitglieder vom NABU Hambrücken. Unser Ziel war es, 7 hochstämmige Obstbäume auf unserer Streuobstwiese in der Saalbachniederung zu pflanzen. Zu Beginn der Aktion erklärte Kathrin Baumgärtner, unsere Fachfrau für Biotop- und Artenschutz, anhand eines Apfelbaumes den Aufbau. Die Begriffe Krone, Stamm, Wurzeln waren den Kindern ja schon geläufig, aber was es mit der Veredelungsstelle im unteren Teil des Baumes auf sich hat, konnte Kathrin anschaulich erklären. Das Veredeln von Obstbäumen ist eine mehr als 3.000 Jahre alte Vermehrungsmethode, weil die Obstarten bzw. Obstsorten nur in Ausnahmefällen durch Samen echt vermehrt werden können. Und es können beim Veredeln von Obstbäumen optimale Sorten- und Wuchseigenschaften kombiniert werden: Der Sämling, auch Unterlage genannt, bestimmt die Wuchsstärke, der verwendete Edelreis garantiert gewünschten Ertrag und so bleiben bestehende Sorten über Generationen erhalten.

Nach dieser kurzen Einführung wurden die Bäume auf die Pflanzung vorbereitet, dabei wurden Wurzeln und Äste fachgerecht eingekürzt. Emil meinte: „Das ist ja eigentlich wie Haare schneiden, jetzt kann alles wieder gutwachsen.“ Dann konnte die eigentliche Arbeit beginnen: gemeinsam wurden ausreichend große Pflanzlöcher ausgehoben, Fabienne verteilte die Hornspäne,und nach und nach fanden 5 Apfelbäume und 2 Birnenbäume ihren Platz auf unserer Wiese. Durch Abgänge von alten Bäumen entstehen ja immer wieder Lücken, die Platz schaffen für Neues. Kinder und Erwachsene packten gleichermaßen mit an und arbeiteten Hand in Hand zusammen. Auch auf die richtige Höhe derVeredelungsstelle wurde geachtet. Schon bei der Pflanzung wurden die Bäume gewässert, aber das mitgebrachte Wasser reichte natürlich nicht aus, um alle Bäume optimal zu versorgen. So erhielten die Kinder die Aufgabe, Wasser aus dem naheliegenden Saalbach zu holen. Auch hier erfuhren sie, dass Teamarbeit eher zum Erfolg führt und Absprachen bei der Arbeit wichtig sind. Wir waren froh,dass alle Kinder weitgehend trocken blieben, aber aufregend wurde es dann doch noch. Gegen Ende fielen beide Eimer samt Strick in den Bach, dank einer spektakulären Rettungsaktion konnten sie wohlbehalten aus dem Saalbach gefischt werden. Während sich die Jüngeren um die Wässerung kümmerten, wurden die Bäume fachgerecht an die Stützpfähle angebunden und ein Verbissschutz und zusätzlich Maschendraht gegen Wildtiere angebracht. Gegen 11.30 Uhr war die meiste Arbeitgetan und alle hatten sich eine Stärkung verdient, es gab Butterbrezeln und selbstgemachten Apfelpunsch mit dem dem Saft aus heimischen Streuobstwiesen. Auch wir sind Mitglied in der Streuobstinitiative im Stadt- und Landkreis Karlsruhe e.V. und liefern Obst für den regionalen Biosaft. Zum Abschluss kontrollierten die Kinder noch die Nistkästen, die wir im Februar 2016 Jahren hier aufgehängt hatten und fanden z.B. das Nest einer Blaumeise. Immer wieder fielen uns die vielen Löcher und Laufpfade der Feldmäuse auf, die in einem komplexen Tunnelsystem unter der Erde leben. Hoffentlich verschonen sie im Winter die Wurzeln der jungen Apfelbäume. Wir probierten noch die Früchte der Mispel, die wir mit 4 anderen Obstbäumen vor 3 Jahren gepflanzt hatten. Hier fanden sich zur Freude der Kinder auch einige Marienkäfer, die sich wohl schon in ihr Winterquartier zurückgezogen hatten.    

Die neu gepflanzten Bäume mussten auch bewässert werden.

 Nach diesem gelungenen Arbeitseinsatz fuhren wir mit denFahrrädern wieder zurück zum Hundeplatz. Wir hatten mal wieder großes Glück mit dem Wetter, zum Arbeiten war es optimal, aber jetzt darf sich so langsam der Winter einstellen.Herzlichen Dank an alle für die tatkräftige Mithilfe bei allen Arbeits- und Pflegeeinsätzen in diesem Jahr!


Nächste NAJU Gruppenstunde: Nachwuchs für die Streuobstwiese

NABU Streuobstfläche

Streuobstwiesen sind ein bedeutender Teil unserer Kulturlandschaft und in vielfältiger Hinsicht von Bedeutung: Sie dienen der Obstproduktion und liefern als wichtigste Basis Rohware zur Saft,- Most- und Obstschnapszubereitung. Mit einer Vielfalt von Individuen prägen unser Landschaftsbild. Sie haben eine ausgleichende Wirkung auf das Lokalklima und bieten einen wirksamen Windschutz. Positiv wirken sie sich auch auf Boden und Wasser aus und stellen ein Genreservoir mit vielseitigen Erbanlagen dar. Sie sind ein artenreicher Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten.

Auch wir vom NABU- Hambrücken setzen uns für den Erhalt von verschiedenen Streuobstwiesen ein und führen im Jahreslauf die erforderlichen Pflegemaßnahmen durch. Neben dem Obstbaumschnitt, der Wiesenmahd, der Wässerung von jungen Bäumen und der Obsternte zählt auch die Nachpflanzung von Jungbäumen zu unseren Aufgaben.

In unserer nächsten Gruppenstunde am Samstag, 01.12.2018, steht wieder eine Baumpflanzaktion auf dem Programm. Wir treffen uns um 9.30 Uhr mit den Fahrrädern am Hundeplatz und fahren gemeinsam in die Saalbachniederung zu unserem Grundstück. Dort pflanzen wir 7 junge Bäume von der Streuobstinitiative. Jeder, der Lust hat dabei mitzuwirken, ist herzlich willkommen. Nach Möglichkeit bitte eine Schaufel mitbringen, auch wettergemäße Kleidung und Gummistiefel sind angebracht. Für die nötige Stärkung sorgen wir mit Brezeln und warmen Apfelpunsch. Gegen 12.30 Uhr sind wir wieder zurück am Hundeplatz.

Es wäre schön, wenn uns auch ein paar Mitglieder vom NABU Hambrücken bei diesem Arbeitseinsatz unterstützen.

Zur besseren Planung bitten wir um eine kurze Anmeldung,

per Mail: mail@nabu-hambruecken.com oder

Telefon: 3970411 (Lore Breuer) Herbstliche Grüße vom NAJU- Team


NAJU Waldentdecker unterwegs

 Wenn man die Natur wahrhaft liebt, so findet man sie überall schön.

Vincent van Gogh

NAJU-Kids in Ihrem Unterstand.

Nach einer längeren Sommerpause konnte die NAJU Hambrücken am Samstag, 22.09.2018, wieder zu einer neuen Waldentdeckertour starten. Anna, Elias, Fabienne, Janine, Emil und Vincent waren unserer Einladung gefolgt, was uns sehr gefreut hat. Mit von der Partie war an diesem Vormittag auch Thomas Picke, Sprecher der NABU- Gruppe Hockenheim und ebenso naturinteressiert wie wir.

Mit den Fahrrädern ging es wieder einmal in das Waldstück, indem wir vor einiger Zeit einen „Unterstand“ gebaut haben. Es grenzt an die Wiesen der Saalbachniederung. Am Ziel angekommen erzählten die Kinder erst einmal von ihren Ferienerlebnissen, sie haben alle das beständige Sommerwetter genossen. Für die Natur war es sicher ein anstrengender Sommer, beim Blick auf den Wald und die angrenzende Wiese fiel uns auch die ausgeprägte Trockenheit auf. Und natürlich auch die unzähligen Bucheckern und Eicheln, die neben trockenen Blättern den Waldboden bedeckten. Sie weisen auf ein Mastjahr mit maximaler Samenproduktion hin.

Wir überlegten dann gemeinsam, was wir an diesem Vormittag unternehmen wollten: etwas Bauen oder Basteln, verschiedene Waldspiele oder einen Spaziergang? Die Kinder entschieden sich einstimmig, unseren Unterstand weiterzubauen und nach Tieren Ausschau zu halten. Während die Jungs mit mir den Bau weiterführten, nahmen die Mädels mit Thomas den Waldboden und die Wiese unter die Lupe. Nach einiger Zeit wurden dann die Rollen getauscht, die Mädchen packten mit an und die Jungs gingen mit Thomas auf die Wiese. Auf dem trockenen Waldboden tummelten sich „nur“ ein paar Mistkäfer.

Auf den Wiesen gab es allerlei zu entdecken.

Dann gingen wir zum gemütlichen Teil über und betrachteten zunächst die gefundenen Kurzfühlerschrecken: Die blaue Ödlandschrecke konnten wir anhand unserer Fachliteratur eindeutig bestimmen, bei anderen Exemplaren waren wir uns nicht so sicher. Die blaue Ödlandschrecke bevorzugt spärlich bewachsenes und warmes Gelände, sie hat auf den trockenen Magerwiesen wohl ihren optimalen Lebensraum gefunden.

Für unser Vesper probierten wir im Anschluss unseren neuen Unterstand aus, ausgestattet mit einem selbstgebauten Tisch, gepolsterten „Bänken“, einem Türschild und Klingel ein optimaler Platz für eine gemütliche Runde. Wieviel Phantasie, Kreativität und Geschick doch in den Kindern steckt!

Zum Abschluss machten wir dann noch einen kurzen Waldspaziergang zu einem ganz besonderen und imposanten Nest. Es wurde 2014 in Zusammenarbeit mit dem Vogelschutzzentrum Mössingen als künstliche Nisthilfe für den Fischadler auf einem stattlichen Horstbaum errichtet. Durchziehende und jagende Fischadler sind ja zurzeit bei uns in der Saalbachniederung zu beobachten. Vielleicht wird das vorbereitete Nest in den nächsten Jahren angenommen, wir haben es weiterhin im Blick.

Viel zu schnell verging unsere Zeit im Wald, mit neuen Plänen und vielen Eindrücken machten wir uns auf den Rückweg. Wir freuen uns auf die nächste Gruppenstunde, auch „neue“ Naturentdecker im Alter von 5- 10 Jahren sind herzlich willkommen. Bei Fragen stehen wir unter der Telefonnummer 07255/3970411 zur gerne Verfügung.   Einen spannenden Herbst wünscht die NAJU


NAJU Gruppenstunde – „Die Kleinsten wieder groß machen“

Viele fleißige Helfer der NAJU

In unserer Gruppenstunde am Samstag, 19.05.2018, stand die Wildbiene im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Dazu griffen wir die oben genannte Aktion der NAJU auf, die zum Ziel hat, die größte Hotelkette Deutschlands zu gründen- und zwar für Wildbienen. Mindestens 500 Wildbienenhotels sollen in Deutschland entstehen.

In unserem Land gibt es rund 580 Wildbienenarten, die meisten Wildbienen sind Einzelgänger und heißen deshalb Solitär- oder Einsiedlerbienen. Mehr als 400 Arten bauen ihre Nester mit den entsprechenden Brutzellen selbst, etwa 135 Arten legen als sogenannte Kuckucksbienen ihre Eier in fremde Nester. 75 % der Wildbienen nisten im Boden, die anderen nutzen z.B. Pflanzenhalme oder Fraßgängen von Käfern als Nistplätze. Rund 30 % Wildbienen sind auf bestimmte Pflanzen in unserer Kulturlandschaft spezialisiert. Wildbienen sind in Deutschland stark bedroht, etwa die Hälfte aller Arten stehen auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten. Das hat verschiedene Gründe: Fortschreitende Monokultur in der Agrarindustrie und Zersiedelung der Landschaft zerstören das Futterangebot und den Lebensraum der Tiere, der Einsatz von Pflanzenschutzmittel bedroht den Bestand der heimischen Wildbienen. Dabei gehören Wildbienen zu den wichtigen Bestäubern von Bäumen, Blumen und Nutzpflanzen und haben einen riesigen Wert für Menschen und Natur.

Treffpunkt an diesem Vormittag war unser Insektenhotel auf den Peterswiesen in der Nähe unseres Storchenhorstes. Es ist angelegt als längerfristige Bleibe für verschiedenen Nützlinge, wie z.B. Wildbienen und Hummeln, Wespen, Käfer, Florfliegen, Ohrwürmer etc. In den Schilfstängeln nisten schon viele kleinere Insekten, wir wollten in dieser Gruppenstunde auch Lebensraum schaffen für unsere heimischen Wildbienen.

Nach einer kurzen Einführung in die Thematik ging es dann an die Arbeit:

Einige Kinder stellten aus Löss und Wasser einen Mörtel her, um damit vorhandene Lochziegel zu füllen. Andere sägten verschieden starke Bambusstäbe, um damit ein eigenes kleines Wildbienenhotel oder unsere Lochsteine zu füllen. Eine andere Gruppe bohrte unterschiedlich große Löcher in Holzstücke, auch Schilfstängel wurden in kleine Stücke geschnitten. Die Kinder waren mit großem Eifer bei der Sache und wechselten dabei auch die einzelnen Stationen, ihr handwerkliches Geschick und ihren Teamgeist konnten sie überall unter Beweis stellen.

Die Arbeit hat sich gelohnt.

 

Vor lauter „Arbeit“ wurde fast die notwendige Vesperpause „vergessen“, dabei schmeckt es draußen und in gemütlicher Runde noch mal so gut. Wir boten dazu einen selbst zubereiteten Holundersirup an, der geschmacklich bei den Kindern sehr gut ankam. Es freut uns, dass nicht nur industriell hergestellte Erfrischungsgetränke Anklang finden, wo doch die Natur gerade in dieser Jahreszeit viele leckere Pflanzen bereithält. Nach der Pause nahmen sich einige Kinder den Wildbienen- Hotel- Forscherbogen der NAJU vor, er wird mit allen anderen Bögen zu einem Hotelkatalog zusammengefasst und mit entsprechenden Forderungen einem Politiker im Landwirtschaftsministerium übergeben. Dazu wurde u.a. die Umgebung näher unter die Lupe genommen und dokumentiert, z.B. Bestimmung der Nistmöglichkeiten und der Pflanzen, Beschreibung der Fläche und der vorhandenen Gäste,…

Die Zeit verging mal wieder wie „im Flug“ und nach 3 Stunden mussten wir unsere „Bauarbeiten“ einstellen. Aber wir werden unser Insektenhotel noch öfter besuchen, um auch anderen Nützlingen eine Bleibe zu schaffen.

Alle, die sich auch privat an dieser Aktion beteiligen möchten, können sich unter www.NAJUversum/bees-inn.de informieren.

Jetzt wünschen wir allen noch erholsame Pfingstferien und eine spannende Zeit in der Natur

Das NAJU- Team


Nächste NAJU Gruppenstunde „Waldentdeckungen“

Wenn man die Natur wahrhaft liebt, so findet man es überall schön.

           Vincent van Gogh

Liebe Freunde der NAJU,

nach einer doch sehr ausgiebigen Sommerpause melden wir uns jetzt zurück. Auch wir möchten unsere „Arbeit“ wieder aufnehmen und haben für Samstag, 22.09.2018, die nächste Gruppenstunde geplant.

Wir treffen uns mit den Fahrrädern um 9.30 Uhr am Hundeplatz zu einer neuen Waldentdeckertour. Unser Ziel ist der Wald entlang der Saalbachniederung, dort werden wir das gemeinsame Vorhaben besprechen.

Wenn das Wetter mitmacht, sind wir gegen 12.30 Uhr wieder zurück am Hundeplatz.

Die Kinder benötigen wettergemäße Kleidung und bei Bedarf ein kleines Vesper für eine gemütliche Pause.

Habt ihr Lust, mit uns einen Vormittag im Wald zu verbringen, dann meldet euch bitte an. Auch „neue“ Naturentdecker sind herzlich willkommen.

Viele Grüße

Das NAJU- Team


NAJU Gruppenstunde entlang des „Kaminfegerwegs“

„Der Wald ist eine Küche, und er hält auch noch Medizin für uns bereit.“

                                                                                       Vincent und Jonas

Der Wald ist ein unersetzlicher Lebensraum. Er bietet Tieren Nahrung und Unterschlupf und ist Heimat unzähliger Pflanzen. Für uns hält er viele Möglichkeiten der Naturwahrnehmung bereit, der Frühling ist wie geschaffen dafür.

So fand unsere letzte Gruppenstunde am Samstag, 21.04.2018, im Lußhardwald statt, Marlon, Elias, Jonas, Fabienne, Janine, Marc, Isabelle, Maddox, Emil, Vincent, Anna und Luk kamen pünktlich zum ausgemachten Treffpunkt. Bevor es losging, beobachteten wir das emsige Treiben der Wildbienen am Wildbienenhotel der BNA.

Dann ging es mit den Rädern in den Wald, unser Plan war es, auf dem Kaminfegerweg den Frühlingswald zu erkunden. Er führt von Hambrücken nach Bad Schönborn und es ist kaum vorstellbar, dass auf diesem Weg schon vor 150 Jahren die Menschen, z.B. Kaminfeger, zu Fuß zur Arbeit gingen.

Auch wir stiegen hier vom Rad und nutzten unsere Sinne: Beim 1. Stopp schlossen alle Kinder die Augen und lauschten den Waldgeräuschen, Insekten, verschiedene Vögel, die Autobahn, … im Laufe der Zeit hörten wir immer mehr.

Beim 2. Halt schauten wir uns die verschiedenen „Stockwerke“ des Waldes an und hatten die Pflanzen und Bäume im Blick.

Die nächste Pause fand am Speckgraben statt, hier entdeckten wir u.a. auch den Bärlauch für unser Vesper.  Vincent und Jonas verdeutlichten durch ihren Ausspruch die Vielfalt an nutzbaren Pflanzen.

An einer anderen Stelle entdeckten wir aber auch ein Vorkommen giftiger Maiglöckchen, den Unterschied zum Bärlauch konnte man gut erkennen. Daraus ergab sich auch die Warnung an die Kinder, in der Natur nichts zu essen ohne eindeutige Bestimmung.

Von dort aus war es nicht mehr weit zu unserem Ziel, der Pirschpfadhütte. Hier legten wir erst einmal eine Rast ein und untersuchten das mitgebrachte Gewölle eines Falken. Dann ging es los: Zur großen Freude einiger Kinder wurde sogleich die Wasserpumpe in Betrieb genommen, andere machten sich auf die Suche nach Insekten für eine geplante Tierauststellung. Mit der entsprechenden Fachliteratur wurden sie auch gleich bestimmt, z.B. fanden sie u.a. einen „Kleinen Zangenbock“. Und die hauswirtschaftlich Interessierten bereiteten einen Kräuterquark und Kräuterbutter zu. Unser Bärlauch, aber auch Taubnessel- und Löwenzahnblüten und Giersch wurden dazu verarbeitet.

Zur Einstimmung auf ein leckeres Essen konnten bei einem gemeinsamen Spiel verschiedene Gemüse und Pflanzen aus dem Wald mit geschlossenen Augen „erschmeckt“ werden. Hierbei galt es vor allem, die Farbe zu benennen. Im Anschluss daran wurde der Hunger gestillt, mit Brezeln und selbst zubereitetem Brotaufstrich. Vor allem der Kräuterquark kam bei den Kindern gut an und war ratzfatz verputzt. Marc meinte dazu:“ Das müsste unsere Mutter sehen, wie gesund wir essen!“ Mit diesem Geschmackserlebnis ging ein sinnesreicher Vormittag leider zu Ende. Wir betrachteten noch einmal die unterschiedlichen Bodenbewohner, ließen alle Tiere frei und radelten zurück. Mit dem Beschluss: hier waren wir nicht zum letzten Mal.

Viele Grüße von der NAJU