NAJU


Jahresabschluss mit Stockbrot bei der NAJU Hambrücken

Alles ist Vergehen, doch schöne Momente leuchten ewig.

 Monika Minder

Die NAJU beim Zubereiten der Winterfütterung.

Das Jahr geht zu Ende und auch wir von der NAJU können auf interessante Gruppenstunden im Wechsel der Jahreszeiten zurückblicken. In Gesprächen stellen wir immer wieder fest, dass sich die Kinder gerne an viele bedeutsame Momente erinnern und dass unser Einsatz in der Natur sinnvoll ist.

Zum Abschluss eines ereignisreichen Jahres trafen sich am Samstag, 09.12.2017, 14 gut gelaunte Kinder zu unserer letzten Gruppenstunde. Zu Beginn des Nachmittags stand eine Bastelaktion auf dem Programm, geplant war die Herstellung von Futterglocken für die heimischen Vögel. Nach einer kurzen Einführung ging es sogleich ans Werk. Rindertalg und Vogelfutter wurden zu festem Teig verrührt und in die vorbereiteten Tontöpfe gefüllt. Mit gegenseitiger Hilfe war die Arbeit schnell erledigt und wir konnten zum 2. Programmpunkt übergehen. Auf Wunsch der Kinder wollten wir als nächstes ein wärmendes Feuer entzünden. Die Kinder schichteten alle notwendigen Materialien in die Feuerstelle und nach anfänglicher Skepsis und ein paar kleinen Veränderungen entwickelte sich nach und nach ein wunderbar wärmendes Feuer. Bis ausreichend heiße Glut entstanden war, probierten die Kinder mit Feuersteinen und Feuerstahl ein eigenes kleines Feuer zu entzünden. Das war gar nicht so einfach und führte auch leider nicht zum Erfolg. Am Ende waren wir froh, dass das „richtige“ Feuer nach einbrechender Dämmerung schon brannte. Nun konnte der gemütliche Teil beginnen, mit Kinderpunsch und Stockbrot genossen wir die fröhliche Runde an den prasselnden Flammen. Das trockene Winterwetter tat sein Übriges dazu, es fielen sogar ein paar Schneeflöckchen.

Zum Jahresabschluss gab es Stockbrot.

Wir danken Familie Koslowski für die großzügige Holzspende und natürlich auch allen Freunden der NAJU, die uns in diesem Jahr auf unterschiedliche Weise unterstützt haben.

Nun wünschen wir allen Kindern und ihren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest und Gesundheit und Glück im neuen Jahr.

Wir freuen uns auf neue spannende Gruppenstunden im nächsten Jahr.

Das NAJU- Team


NAJU-Gruppenstunde: Erlebnisse im herbstlichen Wald

Die NAJU-Gruppe am Bau eines Unterstandes.

Der Wald ist zu jeder Jahreszeit schön, er ist Spiel-, Erfahrungs-, Sinnes- und Lernraum, er ist ein Ort der Kooperation, ein Ort für Bewegung, er ist die Quelle von Kreativität und Fantasie, er ist ein Ruheort und er ist für alle Menschen offen.
In unserer Gruppenstunde am Samstag, 18.11.2017, stand der Wald im Mittelpunkt unserer Aktivitäten, 10 gut gelaunte Kinder waren unserer Einladung gefolgt. Bei einem angenehmen Herbstwetter ging es mit den Rädern in den Wald hinein. Ziel war der Ort; an dem wir schon öfter aktiv waren.
Zur Einstimmung erzählten die Kinder, was sie am Wald so lieben: „Hier gibt es viele Tiere, hier möchte ich Tieren helfen, ich bin gerne draußen, ich mag die Natur, hier ist es so schön ruhig, im Wald kann ich etwas erleben, hier gibt es schöne frische Luft und ich möchte auch Müll sammeln, hier kann ich Vögel hören.“ Dann ging es ans Werk, der Wunsch der Kinder war, für Tiere und Menschen eine Hütte zu bauen. Viele abgesägte Äste wurden in Teamarbeit zusammengetragen, mit Astscheren bearbeitet und zu einem stattlichen Unterstand aufgebaut. Nach getaner Arbeit wurde er mit einem gemütlichen Vesper eingeweiht, die Kinder waren sehr zufrieden mit ihrer Arbeit.
Es blieb auch noch genügend Zeit, Waldboden und Baumstümpfe unter die Lupe zu nehmen. Aufgrund der kühleren Temperaturen fanden wir nur wenige Insekten. Ein 3 cm großer Käfer, den wir bei den „Bauarbeiten“ entdeckten, konnten wir als schwarzer Moderkäfer identifizieren.

Auch im Herbst lässt sich einiges entdecken.

Im Anschluss wurde die weitere Umgebung erkundet, beim einem Paarspiel konnten die Kinder ihren Tastsinn unter Beweis stellen und mit verbundenen Augen im Wald ganz andere Erfahrungen machen. Beim Eichhörnchen- Spiel wurde deutlich, wie die Tiere für den Winter vorsorgen und die Kinder erkannten dabei die Schwierigkeit, alle Verstecke wieder zu finden. Einige nutzten auch verschiedene Bäume für eine ausgiebige Kletterpartie.
Zum Abschluss fanden wir noch heraus, welche Baumarten diesen Teil des Waldes ausmachen, mit der entsprechenden Literatur gelang es allen Kindern, 5 verschiedene Bäume zu erkennen und zu beschreiben.
Die Zeit verging wie so oft wie im Flug, der Herbstwald zeigte sich noch einmal von seiner schönsten Seite und mit dem zunehmenden Wind wirbelten uns die herabfallenden Blätter entgegen.
Auf Wunsch der Kinder werden wir im Dezember wieder ein Feuer entzünden und Futterglocken für die heimischen Vögel herstellen. Näheres geben wir rechtzeitig bekannt.
Herbstliche Grüße
Das NAJU- Team


Nächste NAJU Gruppenstunde erkundet den Wald !

Jeder Zapfen, jede Blüte, jedes Rindenstück ist ein Lebensraum, – für sich und für die anderen. Hier lebt Leben von Leben und trägt sich selber in Vorsorge und schier unendlicher Fruchtbarkeit weiter.        – Erich Hornsmann

Auch im Herbst bietet der Wald eine Fülle von Eindrücken,  die uns oft zum Staunen und Handeln bewegen. Daher nutzen wir die nächste Gruppenstunde wieder für einen Waldbesuch.

Wir treffen uns am Samstag, 18.11.2017, um 9.30 Uhr am Hundeplatz. Von dort aus fahren wir mit den Fahrrädern zu dem Waldstück, an dem wir vor einiger Zeit die „Tierrettungsstation“ gebaut hatten. Die Kinder benötigen Verpflegung für eine kurze Pause, nach Möglichkeit bitte auch eine Astschere mitbringen.

Bei trockenem Wetter sind wir um 12.30 Uhr wieder zurück am Hundeplatz, ansonsten werden wir die Gruppenstunde um 12.00 Uhr beenden.

Zur besseren Planung bitten wir wie immer um eine kurze Anmeldung.

Darüber hinaus möchten wir uns auf diesem Weg bei allen Menschen bedanken, die uns bei der bundesweiten Aktion der ING DiBa so tatkräftig unterstützt haben. Wir zählen zu den 1.000 Vereinen, die 1.000 Euro für ihre Vereinsarbeit erhalten. Herzlichen Dank dafür, dass Geld ist in der Natur gut angelegt.

Viele Grüße

Das NAJU- Team


Viele Hände machen der Arbeit bald ein Ende

NABU und NAJU aktiv im Einsatz

In unserer letzten Gruppenstunde am Samstag, 21.10.2017, stand wieder ein Pflegeeinsatz auf dem Programm. Pünktlich um 9.45 Uhr waren Marlon, Jan, Jonas, Stanislav, Josef, Emil, Elias, Fabienne, Janine, Vincent, Enrico und Mara zur Stelle.

Mit den Fahrrädern ging es dann zur Renaturierungszone des Karlsdorfer Rheinsand Kieswerks, hier hatten schon 9 Mitglieder des NABU Hambrücken ihre Arbeit mit Astscheren, Freischneidern, Sägen,…aufgenommen. Wie schon berichtet befindet sich hier der Lebensraum der Westlichen Dornschrecke. Als wärme- und feuchtigkeitsliebendes Insekt bevorzugt sie vegetationsarme Lebensräume in Wassernähe. Sie ernährt sich von Algen, Moosen und Keimlingen und überwintert unter Wasser.

Nach einer kurzen Einführung kamen dann auch bei den Kindern die mitgebrachten Schneidewerkzeuge zum Einsatz. Unser Auftrag war, die Uferzonen der beiden kleinen Gewässer von den nachgewachsenen Gehölzen wie Weiden und Pappeln zu befreien. Stärkere Pflanzen wurden so weit wie möglich zurückgeschnitten, junge Pflänzchen konnten samt Wurzeln heraus gerissen werden.

 

Auch das angefallene Schnittgut musste am Damm aufgeschichtet werden. Mit Eifer und Muskelkraft waren auch die Jüngeren bei der Sache, es blieb aber auch noch genug Zeit, um die Umgebung unter die Lupe zu nehmen.

Die NAJU Kinder im vollen Einsatz

Zum Abschluss trafen wir uns zu einer ausgiebigen Vesperpause, bei optimalem Herbstwetter genossen alle die Stärkung an der frischen Luft.

Gegen 12.00 Uhr war der Arbeitseinsatz beendet, es hat wieder großen Spaß gemacht, für die Natur aktiv zu werden.  Wir danken allen Kindern für ihren Einsatz zum Schutz der Westlichen Dornschrecke, in Mitteleuropa ist sie stark gefährdet, bei uns findet sie seit Jahren den optimalen Lebensraum.

Vielen Dank auch an Mitglieder des NABU Hambrücken, die sich in ihrer Freizeit gerne mal für die Natur stark machen.

Das NAJU- Team


Die NAJU entdeckt die spannende Welt der Bienen

Der erste Blick auf die Waben direkt vor Ort.

Honigbienen bestäuben rund 80% der Wild- und Nutzpflanzen und sichern somit die Vermehrung über Früchte und Samen. Auf diese Weise erhalten sie tausende Pflanzenarten und ernähren maßgeblich Tier und Mensch. Andere Insekten können mit der Bestäubungsleistung der Bienenvölker nicht mithalten.

In jedem Glas Honig steckt der Nektar von Millionen Blüten, aber wie kommt er ins Glas? Diese und viele andere Fragen wurden am Samstag, 15.07. 2017, eindrucksvoll und kindgerecht beantwortet. Herr Anton Kremer gab uns einen umfassenden Einblick in seine Arbeit als Imker, 16 interessierte Naturforscher waren mit dabei.

Zu Beginn unserer Aktion gingen wir  auf sein Wiesengrundstück, auf dem verschiedene Bienenstöcke stehen. Nach einer kurzen Einweisung öffnete er für uns den ersten Bienenstock und zeigte uns eine gut gefüllte Wabe mit überaus friedlichen Bienen. Im nächsten Stock ging es nicht so friedfertig zu, nach dem 1. Stich musste er sogar seinen Hut und seine Handschuhe anziehen. Zum Ende der Honigernte, die von Mitte Mai bis Ende Juli dauert, werden die Bienen schnell nervös. Denn sie bringen nicht mehr so viel Nektar ein und verteidigen ihre Vorräte. Den Smoker hatte Herr Kremer dieses Mal nicht dabei, um den Geschmack des Honigs nicht zu beeinflussen. Wir standen aber in sicherer Entfernung zur Flugbahn und zu den Bienenstöcken und konnten trotzdem alles gut beobachten. Herr Kremer entnahm 4 gut gefüllte Waben und mit ihnen ging es dann in seine Garage zur weiteren Verarbeitung.

Als erstes wurden die Wachsdeckel mit einem speziellen Werkzeug abgenommen, der frische Honig konnte sofort probiert werden. Köstlich! Daneben gab es auch Kostproben aus einem Honigglas, das sich schnell leerte. Alles schmeckte gleich gut. Nach dem Entdeckeln wurden die Waben in die Schleuder gestellt, die Kinder konnten sie dabei selbst in die Hand nehmen und ihr Gewicht spüren. Wussten sie, dass eine gut gefüllte Wabe bis zu 5 Gläser Honig liefert? Dann war Muskelkraft angesagt, jedes Kind durfte die Kurbel drehen und die Honigschleuder in Gang bringen.

Das Probieren durfte nicht zu kurz kommen.

Nach getaner Arbeit kam die Stärkung, Frau Kremer hatte schon jede Menge Honigbrote geschmiert und die Kinder genossen das leckere Vesper. Als dann auch das letzte Kind satt war, zeigte uns Herr Kremer einen interessanten Film über die Honigbiene, über das Leben im Bienenstock und die Honiggewinnung. Beeindruckend, wie Königin, Drohnen und Arbeiterinnen in einem Bienenvolk von bis zu 60.000 Tieren mit effizienter Aufgabenverteilung zusammenarbeiten.

Das war eine Gruppenstunde für (wirklich) alle Sinne, vor allem der Geschmackssinn kam voll und ganz auf seine Kosten. Wir danken Herrn Kremer für den interessanten Vormittag, er ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen und vermittelte sein Wissen auf ganz praktische Art und Weise. Und natürlich auch ein Dankeschön an Frau Kremer für ihre leckeren Honigbrote. Alle waren rundherum zufrieden!

Die Ferien sind nun nicht mehr weit, jetzt freuen wir uns auf einen spannenden Vormittag mit dem Ökomobil. Ansonsten wünschen wir allen eine erholsame Sommerzeit.

Das NAJU- Team


Nächste NAJU Gruppenstunde: Die spannende Welt der Bienen

Foto: Lore Breuer

Honig ist lecker und mehr als ein köstlicher Brotaufstrich.

Honig ist gesund und gilt in der Volksmedizin als Heilmittel, er wirkt antibakteriell und entzündungshemmend.

Für 500 g Honig müssen die Sammelbienen eines Volkes ungefähr 120.000 Km fliegen, das ist umgerechnet 3 Mal um die Erde.

Aber wie kommt der Honig ins Glas?

Am Samstag, 15.07.2017, finden wir eine Antwort auf diese und viele weitere spannende Fragen rund um den Honig: Herr Anton Kremer, Vorsitzender des Bezirksimkervereins Philippsburg, gibt Aufschluss über die Arbeit eines Imkers und zeigt uns seine Bienenstöcke. Im Anschluss wird er auch mit uns den Honig schleudern, leckere Kostproben sind garantiert.

Wir treffen uns um 9.30 Uhr mit den Fahrrädern neben dem Grünschnittsammelplatz, das Grundstück mit den Bienen ist in der Nähe. Anschließend geht es zum Schleudern in die Bastwaldstraße 7, dort können die Kinder um 12.00 Uhr wieder abgeholt werden.

Anmeldungen nehmen wir wie immer per Telefon oder per Mail entgegen.

Telefon: 3970411 (Lore Breuer)

Mail: mail@nabu-hambruecken.com

Im Juli nehmen wir auch am Ferienprogramm der Gemeinde Hambrücken teil.

Am Donnerstag, 27.07.2017, haben wir das Ökomobil eingeladen, teilnehmen können 24 Kinder im Alter von 5- 10 Jahren. Vielleicht sehen wir uns.

Sommerliche Grüße vom

NAJU- Team


NAJU Gruppenstunde im Projektgarten Heubühl

Die NAJU im Projektgarten Heubühl

Unsere letzte Gruppenstunde am Samstag, 03.06.2017, führte uns nach Bruchsal in den „Projektegarten Heubühl“, 14 reisefreudige Kinder waren dieses Mal mit von der Partie. Der Projektegarten ist ein gemeinnütziges Projekt, das die Natur erlebbar machen soll. Er möchte ökologisches Interesse wecken und zugleich Freiräume für Kinder und Jugendliche schaffen.

In Bruchsal öffnete uns Herr Reinhold Klein die Pforte und machte uns nach einer kurzen Einführung mit dem umfangreichen Gelände vertraut: Hütten, ein großes Tipi, Baumhäuser, ein Seilgarten, ein gigantischer Kletterbaum, eine außergewöhnliche Schaukel, …alles konnten die Kinder hier selbstständig erkunden. Sie nutzten gleich die Gelegenheit, ihre Geschicklichkeit, ihre Kraft und auch ihren Mut unter Beweis zu stellen. Entspannter ging es im Hasenstall zu, jeweils 2 Kinder hatten hier die Möglichkeit, 5 weiche Kaninchen zu beobachten, zu streicheln und zu füttern.

Ein weiteres Naturerlebnis zum Anfassen fanden die Kinder im gegenüberliegenden Heilgarten. In den verschiedenen Trocken- und Feuchtbiotopen konnten z.B.  unterschiedliche Insekten beobachtet werden, prachtvoll waren vor allem die Libellen. Mit einem Kescher fanden einige Kinder z.B.  Posthornschnecken, der Molch ließ sich leider nicht blicken. Dafür hatte Herr Klein auf einem Steinhaufen mehr Glück, hier entdeckte er eine Blindschleiche. Die Kinder richteten für sie ein Terrarium ein und durften sie auch behutsam in die Hand nehmen, was für ein Erlebnis.

Auch die Verpflegung war gesichert.

Das weitere Programm übernahm Jens, er versuchte u.a. einen der quakenden Frösche zu keschern, was aber leider nicht gelang. Gegen 11.30 Uhr machte sich bei den ersten Kindern der Hunger bemerkbar. Jetzt hieß es Holz holen, Holz hacken, Feuer machen, gleich waren die Kinder zur Stelle, um selbst Hand an zu legen. Nicht nur die Jungs konnten sehr gut mit dem Beil umgehen.

Nach kurzer Zeit brannte ein loderndes Feuer in der Feuerstelle und wenig später konnten wir gemeinsam um das Feuer versammeln. Die Kinder ließen sich Stockbrot, Rohkost und Obst genüsslich schmecken, von Jens gab es noch leckere Erdbeeren und auch ein ganzer Hefezopf zum Nachtisch wurde restlos verputzt.

Wie im Flug ging die Zeit im Heubühl zu Ende. Wir wären ja gerne noch geblieben, aber, wir kommen nächstes Jahr bestimmt wieder.

Viele Grüße

Das NAJU- Team


NAJU Gruppenstunde – An die Kescher, fertig, los!

Die NAJU Hambrücken auf Exkursion.

In unserer letzten Gruppenstunde am Samstag, 27.05.2017, stand der Lebensraum „Wasser“ im Mittelpunkt. 11 gut gelaunte „Naturforscher“ waren unserer Einladung gefolgt und pünktlich um 9.30 Uhr zum vereinbarten Treffpunkt gekommen.

Mit dem Fahrrad ging es zunächst in die Saalbachniederung, unser Ziel war die Überleitung vom Saalbach zum Wagbach: ein naturnahes, im Jahre 2010 errichtetes Bachbett, das durch verschiedene Ausbuchtungen und Strömungslenkungen die besten Voraussetzungen für unsere Exkursion bot.

Zur Einführung konnten die Kinder, die schon im vergangenen Jahr dabei waren, von ihren Erfahrungen beim Keschern erzählen und es wurden auch bestimmte Verhaltensregeln zum Schutz der Natur am Ufer und im Wasser erarbeitet.

Dann konnte es losgehen und wir suchten zunächst nach geeigneten Stellen, um unsere Kescher zu Wasser zu lassen. Das war gar nicht so einfach, denn durch die sommerlichen Temperaturen war der Uferbewuchs in den letzten Wochen erheblich gewachsen und die Sonne brannte schon um 10.00 Uhr vom Himmel. Schattige Plätzchen fanden wir zwischen den Weiden und im Laufe der Zeit entdeckten die Kinder, dass in und unter den Wasserpflanzen die meisten Lebewesen zu finden waren.

Mit Spannung wurde erwartet was im Kescher zu finden war.

Nach 2 Stunden legten wir eine Pause ein, dabei werteten wir auch unsere Funde aus: Ins Netz gegangen waren z.B. Bachflohkrebse, Stichlinge, Kleinlibellenlarven, eine Spitzschlammschnecke. Beeindruckend waren auch kleine Käfer, die mit ihrem Hinterteil zum Luft holen auftauchten. Anhand unserer Tabellen konnten wir die vorherrschende Wasserqualität bestimmen, denn Lebewesen in Gewässern sind Zeigerarten für eine bestimmte Güteklasse. Unsere Tiere bevorzugen mäßig belastetes Gewässer. Auch wurden Begriffe wie Oberflächenspannung anhand eines Wasserläufers und der Wasserkreislauf erörtert. Wir staunen immer wieder, wie gut sich die Kinder schon auskennen.

Die heißen Temperaturen setzten uns ganz schön zu und so beschlossen wir, noch einen Abstecher in den Wald zu machen. Wir hielten an dem Platz, an dem wir vor Weihnachten den Tieren etwas zum Essen abgelegt hatten. Leider war alles Gebaute durch Baumfällarbeiten komplett zerstört, die Kinder waren sichtlich enttäuscht. Aber so ist es in der Natur, nichts bleibt, wie es ist.

Sommerliche Grüße vom NAJU- Team


NAJU Gruppenstunde: Frühjahrsputz- auch in der Natur!

Die NAJU startet ihren Waldputz.

Bei schönstem Frühlingswetter fand am Samstag, 24.03.2017, unsere Gruppenstunde im März statt. 11 tatkräftige Kinder hatten sich um 9.00 Uhr eingefunden, die Natur in der Nähe von Grillhütte und Vogelpark zu reinigen. Zu Beginn erläuterten wir den Sinn unserer Aktion und sprachen auch über den Müll im Allgemeinen. Die Kinder nannten Begriffe wie Wertstofftonne, Restmüll, Recycling und wir überlegten für unsere Gruppe ganz konkret, wie man Müll vermeiden kann. Denn: „Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht.“ Wir stellten fest, dass jeder von uns einen Beitrag leisten kann, z.B. mit Butterbrotdosen und Trinkflaschen statt Plastikbeutel und „Trinkerle“, Mehrweg- statt Einwegflaschen, Akkus statt Batterien, …

Nach dieser Einführung besprachen wir die vorgesehene Route und dann konnte es losgehen. Gottseidank hatte uns die Gemeinde Greifzangen und Handschuhe zur Verfügung gestellt, denn schon zu Beginn der Strecke fanden wir viele Taschentücher und Zigarettenkippen. Außerdem sammelten wir verschiedenen Plastikmüll und 10 Bier- und Weinflaschen Wir stellten fest, dass sich der Müll entlang der Wege in Grenzen hielt, bei unserer letzten Aktion vor 2 Jahren sah es überall wesentlich schlimmer aus.

Die „wahren Schätzchen“ entdeckten wir aber im Wald: wir fanden einen Mofarahmen, eine Absperrstange, einen Farbeimer, einen alten Benzinkanister, eine Tasche, … Wir hätten sicher noch mehr gefunden, aber weiteren Müll konnten die Kinder nicht tragen. Ihr Ziel war es, alles zur Grillhütte zu bringen.

Das haben sie sich verdient !

Nach getaner Arbeit freuten sich alle über eine kleine Stärkung, an der frischen Luft schmeckte es uns noch mal so gut. Unser Einsatz hat allen Kindern Spaß gemacht und hier ein paar Kommentare der Kinder:

Vincent: „Hallo, die Kinder haben ein Mofa im Wald gefunden, das war schwer. Und bitte, schmeißt weiterhin nix mehr in den Wald!“

Marlon: „Weil wir nicht immer in den Wald gehen und für euch saubermachen.“

Emil: „Der Müll ist nicht gut für die Tiere, für den Boden, für die Umwelt, für uns alle.“

Jan: „Wir haben viele Kilos gefunden, das ist nicht gut. Bitte auch keinen Farbeimer oder Benzinkanister in den Wald schmeißen. Das ist schädlich für Tiere und Pflanzen.“

Jonas: „Wir haben ein altes Mofa gefunden, wie kommt das in den Wald?“

Stass:“ Wir wünschen uns, dass wir das nicht immer machen müssen. Bitte keinen Müll wegschmeißen!“

Wieder einmal ist einiges zusammen gekommen. Weniger wäre in diesem Falle mehr.

Nach 3 Stunden war unsere Müllsammelaktion beendet, einige waren noch soo motiviert und wären am liebsten noch einmal losgezogen. Wir danken Michelle, Lisa, Anna, Emil, Jan, Maddox, Stass, Marlon, Vincent, Louis und Jonas für die tatkräftige Unterstützung. Es wäre schön, wenn alle Erwachsenen als gutes Beispiel vorangingen und ihren Müll immer mit nach Hause nehmen und auch dort entsorgen.

Den gesammelten Müll haben die Mitarbeiter vom Bauhof gleich am Montag entsorgt, für die gute Zusammenarbeit herzlichen Dank!

Und eines können wir auch noch sagen: Wir haben den Frühling genossen, viele Blumen entdeckt, Insekten gesehen, Vögel gehört, …

Viele Grüße

Das NAJU- Team


NAJU-Gruppenstunde: Erfolgreicher Hausputz bei Meise und Fliegenschäpper

Werner Debatin mit der NAJU bei der Nistkatstenkontrolle.

Unsere 2. Gruppenstunde in diesem Jahr führte uns am vergangenen Samstag in den Wald entlang der Saalbachniederung. 13 tatkräftige Kinder waren unserer Einladung gefolgt, die Nistkästen vom NABU Hambrücken zu reinigen.

Gleich zu Beginn gingen wir auf den Sinn dieser Putzaktion ein und vor allem Mark  konnte hier sein umfangreiches Wissen einbringen. Nach einer kurzen Einführung öffnete Werner Debatin den 1.Nistkasten und zeigte uns anhand des Nistmaterials, wer hier im vergangenen Jahr gebrütet hatte. Aufgrund des hohen Haaranteils schloss er auf eine Blaumeise, in den folgenden Kästen deuteten die Nester auf eine Kohlmeisenbrut hin. In der Nähe unseres Nistkastens entdeckten wir einige Fledermauskästen, auch hier erklärte uns Werner ihre Bedeutung für die heimischen Fledermäuse.

Dann ging es weiter und jedes Kind hatte die Möglichkeit, auch bei den folgenden Nistkästen das gebaute Nest heraus zu holen. Hauptsächlich fanden wir die Nester von Kohlmeisen, über 2 Nester freute sich Werner ganz besonders. Sie unterschieden sich deutlich von den vorhergehenden, das grobe Nistmaterial stammte von Fliegenschnäppern. Ebenso interessant war der Inhalt von einem weiteren Kasten, hier hatten sich sowohl die Blaumeise als auch die Kohlmeise ein Nest gebaut.

In 2 weiteren Kästen fanden wir einige unversehrte Eier von Kohlmeisen, wir überlegten gemeinsam, warum es hier nicht zu einer erfolgreichen Brut kam und Werner erklärte uns mögliche Gründe. Uns fiel z.B. das beschädigte Einflugloch auf,  vermutlich verursacht von Spechten oder Eichhörnchen. Weitere Spechtspuren bemerkten wir an Baumstümpfen oder Totholzstämmen, hier waren wohl Schwarzspechte auf Nahrungssuche.

In den Kästen fanden sich überwiegend Spuren von Meisen, aber auch von Fliegenschäppern.

Manche informierten sich noch etwas genauer über die Nistkastenbewohner.

Den „schlimmsten“ Fund machten wir an einem vom Sturm abgebrochenen Baumstamm. Unter ihm lag der Nistkasten, mit dem Einflugloch im Boden. Im Nistkasten befand sich eine tote Kohlmeise, dieser Winterunterschlupf wurde ihr wohl zum Verhängnis. Nach eingehender Betrachtung wurde sie von den Kindern begraben und mit einem „Vater unser“ bedacht. Jetzt hat sie ihren Frieden.

Die Zeit verging „wie im Flug“ und für die Kinder ging eine interessante Gruppenstunde zu Ende. Dank Werner haben wir viel über die heimische Vogelwelt gelernt und erfahren, dass Naturschutz auch mit einfachen Mitteln erfolgreich umgesetzt werden kann. Alle Nistkästen werden jedes Jahr gut angenommen.

Die nächste Gruppenstunde im März gibt wieder Anlass zum Feiern: Die NAJU Hambrücken wird 3 Jahre alt. Die Kinder haben schon einige Ideen geäußert, das genaue Programm geben wir rechtzeitig bekannt. Jetzt wünschen wir allen eine närrische Fasenacht und erholsame Ferien. HELAU!

Das NAJU- Team