Termine


Storchenbestand 2018   Vor kurzem aktualisiert!

Ringnummer Herkunft Geburt Sonstiges
Saalbachniederung
Störchin DER-AZ032 Vogelpark Leopoldshafen 2016
Storch unberingt
Störche haben das Nest auf der linken Saalbachseite vom letzten Jahr nicht mehr belegt. Sie hielten sich im Jahr 2018 überwiegend auf der rechten Saalbachseite auf und beflogen überwiegend das Nest auf dem Betonmasten der ehemaligen Starkstromleitung. Eine Brut fand nicht statt.
Hambrücker Wiesen / Peterswiesen
Störchin HES-SA039 Basel 2004
Storch unberingt
3 Jungstörche, Ringnummern: DER A2 J30, DER A2 J31 und DER A2 J32

Storch in den Peterswiesen mit Jungvögeln

Bastwiesen
Störchin AP 077 Forst, Tierpark Hirschwiese 2014
Storch unberingt
Keine Jungstörche 2018.

Schutzprojekt für die Grauammer in der Saalbachniederung

Grauammer (Foto: Werner Debatin)

Über mehrere Wochen haben nun schon Studenten aus Tübingen und der NABU Hambrücken die Grauammern in der Saalbachniederung beobachtet und diese Arbeit ist noch längst nicht beendet. Hintergrund der intensiven Beobachtung ist die bevorstehende Heumahd. In einem Wettlauf mit der Zeit gilt es zu verhindern, dass die Gelege dieser stark bedrohten Vogelart bei der Heuernte zerstört oder die noch nicht flüggen Jungen vom Kreiselmäher getötet werden. Die beteiligten Personen hoffen, dass noch vor der Heuernte die Jungen schlüpfen. Dann können die Bereiche der Nester bei den Fütterungen leichter eingegrenzt, markiert und bei der Heumahd in Zusammenarbeit mit den Landwirten ausgespart werden.

Wenn eine Grauammer singt, dann klingt das ungefähr so, als wenn man einen Schlüsselbund schüttelt: eine Reihe tik-kender Laute, die in einem klirrenden Knirschen enden. Diese kurze Strophe trägt sie aber häufig und mit Inbrunst meist von erhöhter Singwarte aus vor. Ansonsten ist die Grauammer auf der Rückenseite so unscheinbar graubraun und auf der Bauchseite weißlichgrau, wie ihr Name besagt. Damit lässt sie sich gut von den anderen, durchweg kleineren Ammern unterscheiden, die alle viel abwechslungsreicher gefärbt sind.
In diesem Jahr ist in der Saalbachniederung der metallisch-klirrende Gesang von vier Grauammer Männchen zu hören. Mindestens zwei davon haben auch ein Weibchen.
Nach dem katastrophalen Einbruch des Grauammerbestandes in Baden-Württemberg mit derzeit nur noch 104 Revieren besteht akuter Handlungsbedarf. Ein von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Würrtemberg finanziertes Schutzprojekt der Uni Tübingen soll helfen die Bestände durch Bruterfolge wieder anzuheben. Hierzu werden alle noch vorhandenen Stellen mit Vorkommen von Grauammern erfasst und Maßnahmen zu deren Schutz eingeleitet. Insbesondere das Anlegen von bunten Blühflächen hilft den Grauammern. In der Saalbachniederung wurde vor kurzem in Kooperation mit einem Hambrücker Landwirt eine solche Blühfläche angelegt.

Vor zehn Jahren gab es auch auf Gemarkung Hambrücken noch Grauammern. Der ungebremste Flächenverbrauch, intensive Landwirtschaft und der steigende Freizeitdruck sind für das Verschwinden dieser Vogelart in der Hambrücker Feldflur verantwortlich.


NABU Hambrücken im Rahmen des SWR4 Sonntagsspaziergangs

Vergangenen Sonntag hatte der NABU Hambrücken die Möglichkeit das Naturschutzprojekt „Saalbachniederung“ im Rahmen des SWR4 Sonntagsspaziergangs einem größeren Publikum vorzustellen.

Der Moderator Jürgen Essig war gemeinsam mit dem 1. Vorsitzenden der NABU Gruppe Hambrücken im Gebiet unterwegs und informierte sich über die Entstehung des Naturschutzprojektes und die derzeitigen Herausforderungen.

Das gesamte Interview können Sie unter dem unten stehenden Link anhören.


NAJU Gruppenstunde – „Die Kleinsten wieder groß machen“

In unserer letzten Gruppenstunde am Samstag, 19.05.2018, stand die Wildbiene im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Dazu griffen wir die oben genannte Aktion der NAJU auf, die zum Ziel hat, die größte Hotelkette Deutschlands zu gründen- und zwar für Wildbienen. Mindestens 500 Wildbienenhotels sollen in Deutschland entstehen.

In unserem Land gibt es rund 580 Wildbienenarten, die meisten Wildbienen sind Einzelgänger und heißen deshalb Solitär- oder Einsiedlerbienen. Mehr als 400 Arten bauen ihre Nester mit den entsprechenden Brutzellen selbst, etwa 135 Arten legen als sogenannte Kuckucksbienen ihre Eier in fremde Nester. 75 % der Wildbienen nisten im Boden, die anderen nutzen z.B. Pflanzenhalme oder Fraßgängen von Käfern als Nistplätze. Rund 30 % Wildbienen sind auf bestimmte Pflanzen in unserer Kulturlandschaft spezialisiert. Wildbienen sind in Deutschland stark bedroht, etwa die Hälfte aller Arten stehen auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten. Das hat verschiedene Gründe: Fortschreitende Monokultur in der Agrarindustrie und Zersiedelung der Landschaft zerstören das Futterangebot und den Lebensraum der Tiere, der Einsatz von Pflanzenschutzmittel bedroht den Bestand der heimischen Wildbienen. Dabei gehören Wildbienen zu den wichtigen Bestäubern von Bäumen, Blumen und Nutzpflanzen und haben einen riesigen Wert für Menschen und Natur.

Treffpunkt an diesem Vormittag war unser Insektenhotel auf den Peterswiesen in der Nähe unseres Storchenhorstes. Es ist angelegt als längerfristige Bleibe für verschiedenen Nützlinge, wie z.B. Wildbienen und Hummeln, Wespen, Käfer, Florfliegen, Ohrwürmer etc. In den Schilfstängeln nisten schon viele kleinere Insekten, wir wollten in dieser Gruppenstunde auch Lebensraum schaffen für unsere heimischen Wildbienen.

Nach einer kurzen Einführung in die Thematik ging es dann an die Arbeit:

Einige Kinder stellten aus Löss und Wasser einen Mörtel her, um damit vorhandene Lochziegel zu füllen. Andere sägten verschieden starke Bambusstäbe, um damit ein eigenes kleines Wildbienenhotel oder unsere Lochsteine zu füllen. Eine andere Gruppe bohrte unterschiedlich große Löcher in Holzstücke, auch Schilfstängel wurden in kleine Stücke geschnitten. Die Kinder waren mit großem Eifer bei der Sache und wechselten dabei auch die einzelnen Stationen, ihr handwerkliches Geschick und ihren Teamgeist konnten sie überall unter Beweis stellen.

 

Vor lauter „Arbeit“ wurde fast die notwendige Vesperpause „vergessen“, dabei schmeckt es draußen und in gemütlicher Runde noch mal so gut. Wir boten dazu einen selbst zubereiteten Holundersirup an, der geschmacklich bei den Kindern sehr gut ankam. Es freut uns, dass nicht nur industriell hergestellte Erfrischungsgetränke Anklang finden, wo doch die Natur gerade in dieser Jahreszeit viele leckere Pflanzen bereithält. Nach der Pause nahmen sich einige Kinder den Wildbienen- Hotel- Forscherbogen der NAJU vor, er wird mit allen anderen Bögen zu einem Hotelkatalog zusammengefasst und mit entsprechenden Forderungen einem Politiker im Landwirtschaftsministerium übergeben. Dazu wurde u.a. die Umgebung näher unter die Lupe genommen und dokumentiert, z.B. Bestimmung der Nistmöglichkeiten und der Pflanzen, Beschreibung der Fläche und der vorhandenen Gäste,…

Die Zeit verging mal wieder wie „im Flug“ und nach 3 Stunden mussten wir unsere „Bauarbeiten“ einstellen. Aber wir werden unser Insektenhotel noch öfter besuchen, um auch anderen Nützlingen eine Bleibe zu schaffen.

Alle, die sich auch privat an dieser Aktion beteiligen möchten, können sich unter www.NAJUversum/bees-inn.de informieren.

Jetzt wünschen wir allen noch erholsame Pfingstferien und eine spannende Zeit in der Natur

Das NAJU- Team


Altes Wissen neu entdecken – Bericht von der NABU Kräuterwanderung

Schon seit Jahrtausenden wissen die Menschen um die Heilwirkung bestimmter Pflanzen oder Pflanzenteile. Und bis heute sind die Heilkräuter ein wichtiger Bestandteil der Medizin, bereichern unsere Hausapotheke und den Speiseplan. Sie enthalten wertvolle Inhaltstoffe, die einen positiven Einfluss auf den menschlichen Organismus haben. Meist sind die nicht in der ganzen Pflanze enthalten, sondern entweder in den Blättern oder der Rinde, in der Blüte, der Wurzel oder der Frucht. In der Naturheilkunde gibt es vielfältige Möglichkeiten der Anwendung, z.B. als Tee, Creme, Salbe oder Tinktur, viele Wildkräuter bereichern unsere Ernährung bei der frischen Zubereitung.

Einen eindrucksvollen Einblick in das Wissen um die wohltuende und heilende Wirkung verschiedener Pflanzen auf den menschlichen Körper gab uns Frau Beate Beyerle, Gesundheitstrainerin aus Langenbrücken. 11 Mitglieder des NABU Hambrücken hatten sich am Nachmittag des 05. Mai 2018 in Langenbrücken zu ihrer geführten Kräuterwanderung eingefunden. Zum Einstieg begrüßte sie uns mit einer kühlen Erfrischung, sowohl die Pfefferminze als auch die Melisse gaben dem Mineralwasser einen besonderen Geschmack. Dann konnte es losgehen: Bei einer Führung auf ihrem selbst angelegten Kräuterwanderweg stellte sie uns neben der Wirkung auch die Anwendung verschiedener Pflanzen vor: „Der Rundweg ist eine Anregung, um Pflanzen das Jahr hindurch bei ihrem Wachstums- und Reifeprozess zu begleiten, und so die Natur schrittweise besser kennen zu lernen“. Z.B. Schöllkraut, Bärlauch, Scharbockskraut, Baldrian, Gänseblümchen, Spitzwegerich, Giersch, Heckenrose, Brennnessel, Weide, Hirtentäschel, Beinwell, Gänsefingerkraut, Rotklee, Pfefferminze, …   lernten wir an ihrem natürlichen Standort entlang des Weges näher kennen. Dabei erhielten wir auch den Hinweis, dass eine eindeutige Bestimmung bei der Anwendung der Pflanzen Voraussetzung ist. Leicht kommt es zu einer Verwechslung mit ähnlich aussehenden Giftpflanzen, die nicht geerntet werden dürfen. Und auch die individuellen Wirkstoffe sollten auf den Körper abgestimmt sein. Neu für uns war z.B. die Erkenntnis, dass die Farben der Pflanzen Aufschluss über das entsprechende Anwendungsgebiet geben, z.B. blaue Pflanzen wirken sich positiv auf die Nieren aus, rote auf das Herz, gelbe auf die Milz, grün auf die Leber.

Aber nicht nur die Inhaltstoffe von Pflanzen sind gesundheitsfördernd, auch die Farben in der Natur haben eine positive Wirkung auf unsere Psyche und unser Wohlbefinden. So genossen wir ebenso die bunt blühenden Wiesen, den blauen Himmel, den grünen Wald, … Als Höhepunkt einer sinnesreichen Wanderung lud uns dann Frau Beyerle zu einer leckeren Verkostung ein, mit selbst angesetzter Kräuterbowle, Bärlauchbutter, Kräuterquark, selbstgemachter Erdbeer- und Quittenmarmelade auf frischem Brot konnten wir auch die geschmackliche Vielfalt der Pflanzen erleben. So eine „leckere“ Pause hatten wir nicht erwartet!

Durch den kühlen Wald ging es dann wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt in Langenbrücken. Mit einem umfangreichen Wissen, vielen praktischen Tipps und vielfältigen Erfahrungen für alle Sinne ging nach 3 1/ 2 Stunden eine interessante Kräuterwanderung zu Ende. Wir haben wieder Neues kennengelernt, altes Wissen aufgefrischt und nehmen einige Anregungen mit, die sich im Alltag gut umsetzen lassen. Herzlichen Dank an Frau Beyerle!


NAJU Gruppenstunde entlang des „Kaminfegerwegs“

„Der Wald ist eine Küche, und er hält auch noch Medizin für uns bereit.“

                                                                                       Vincent und Jonas

Der Wald ist ein unersetzlicher Lebensraum. Er bietet Tieren Nahrung und Unterschlupf und ist Heimat unzähliger Pflanzen. Für uns hält er viele Möglichkeiten der Naturwahrnehmung bereit, der Frühling ist wie geschaffen dafür.

So fand unsere letzte Gruppenstunde am Samstag, 21.04.2018, im Lußhardwald statt, Marlon, Elias, Jonas, Fabienne, Janine, Marc, Isabelle, Maddox, Emil, Vincent, Anna und Luk kamen pünktlich zum ausgemachten Treffpunkt. Bevor es losging, beobachteten wir das emsige Treiben der Wildbienen am Wildbienenhotel der BNA.

Dann ging es mit den Rädern in den Wald, unser Plan war es, auf dem Kaminfegerweg den Frühlingswald zu erkunden. Er führt von Hambrücken nach Bad Schönborn und es ist kaum vorstellbar, dass auf diesem Weg schon vor 150 Jahren die Menschen, z.B. Kaminfeger, zu Fuß zur Arbeit gingen.

Auch wir stiegen hier vom Rad und nutzten unsere Sinne: Beim 1. Stopp schlossen alle Kinder die Augen und lauschten den Waldgeräuschen, Insekten, verschiedene Vögel, die Autobahn, … im Laufe der Zeit hörten wir immer mehr.

Beim 2. Halt schauten wir uns die verschiedenen „Stockwerke“ des Waldes an und hatten die Pflanzen und Bäume im Blick.

Die nächste Pause fand am Speckgraben statt, hier entdeckten wir u.a. auch den Bärlauch für unser Vesper.  Vincent und Jonas verdeutlichten durch ihren Ausspruch die Vielfalt an nutzbaren Pflanzen.

An einer anderen Stelle entdeckten wir aber auch ein Vorkommen giftiger Maiglöckchen, den Unterschied zum Bärlauch konnte man gut erkennen. Daraus ergab sich auch die Warnung an die Kinder, in der Natur nichts zu essen ohne eindeutige Bestimmung.

Von dort aus war es nicht mehr weit zu unserem Ziel, der Pirschpfadhütte. Hier legten wir erst einmal eine Rast ein und untersuchten das mitgebrachte Gewölle eines Falken. Dann ging es los: Zur großen Freude einiger Kinder wurde sogleich die Wasserpumpe in Betrieb genommen, andere machten sich auf die Suche nach Insekten für eine geplante Tierauststellung. Mit der entsprechenden Fachliteratur wurden sie auch gleich bestimmt, z.B. fanden sie u.a. einen „Kleinen Zangenbock“. Und die hauswirtschaftlich Interessierten bereiteten einen Kräuterquark und Kräuterbutter zu. Unser Bärlauch, aber auch Taubnessel- und Löwenzahnblüten und Giersch wurden dazu verarbeitet.

Zur Einstimmung auf ein leckeres Essen konnten bei einem gemeinsamen Spiel verschiedene Gemüse und Pflanzen aus dem Wald mit geschlossenen Augen „erschmeckt“ werden. Hierbei galt es vor allem, die Farbe zu benennen. Im Anschluss daran wurde der Hunger gestillt, mit Brezeln und selbst zubereitetem Brotaufstrich. Vor allem der Kräuterquark kam bei den Kindern gut an und war ratzfatz verputzt. Marc meinte dazu:“ Das müsste unsere Mutter sehen, wie gesund wir essen!“ Mit diesem Geschmackserlebnis ging ein sinnesreicher Vormittag leider zu Ende. Wir betrachteten noch einmal die unterschiedlichen Bodenbewohner, ließen alle Tiere frei und radelten zurück. Mit dem Beschluss: hier waren wir nicht zum letzten Mal.

Viele Grüße von der NAJU


Rückblick 2017

Die im Dezember 2016 im Rahmen des Projektes „Lebensader Oberrhein“ eingerichtete neue Tieferlegungsfläche in der Saalbachniederung zeigte im Jahr 2017 ihre volle Wirkung und führte zu einem deutlich verbesserten Wasserregime in der wechselfeuchten Überflutungsfläche. In der Folge konnten mehrere Erstnachweise verzeichnet werden wie z.B. Bartmeisen oder der Temminckstrandläufer. Kiebitze hielten sich über die gesamte Brutsaison im Gebiet auf. Im bereits dritten Jahr in Folge konnte eine erfolgreiche Brut des Drosselrohrsängers beobachtet werden. Im Juli gab es wieder größere Ansammlungen von Weißstörchen. An einigen Tagen hielten sich mehr als 200 Exemplare im Gebiet auf. Der Bruterfolg der mittlerweile drei vom NABU Hambrücken betreuten Strochenhorste war 2017 mit nur einem Jungvogel bescheiden. Bei den Pflanzen konnte eine positive Entwicklung des Bestandes der Pyramidenorchis verzeichnet werden.

Auch im Jahr 2017 konnten weitere 10 Wiesengrundstücke mit einer Gesamtfläche von 1,3 ha in der Saalbachniederung erworben werden. Darunter befand sich wiederum ein Freizeitgrundstück, das von unserem Verein renaturiert wurde. Diese weiterhin positive Entwicklung des langfristigen Flächenschutzes in der Saalbachniederung ist nur dank der Unterstützung zahlreicher Spender möglich, bei denen wir uns herzlich bedanken.

Seit mehreren Jahre engagiert sich der NABU Hambrücken nun bereits für den Amphibienschutz an der L556 zwischen Forst und Hambrücken. Von Mitte Januar bis Anfang Mai wurde 2017 dort der Wanderzaun kontrolliert und dabei Erdkröten, Springfrösche. Teichmolche und Feuersalamander sicher über die Straße transportiert.

Im Rahmen von Arbeitseinsätzen wurden die von unserem Verein betreuten Streuobstflächen und der Lebensraum der Westlichen Dornschrecke am Karlsdorfer Baggersee gepflegt.

Zur großen Freude des Vereins entwickelt sich auch die NAJU mit ihren Aktivitäten sehr positiv, so dass auch im Jahr 2017 wieder ein vielfältiges Programm für die Kleinen geboten werden konnte. Ausflüge, Exkursionen und ein spannendes Naturerlebnis standen auf dem Programm.

Neben den mittlerweile etablierten monatlichen NABU-Treffs, die allen Interessierten offen stehen, machte unser Verein 2017 einen Wochenendausflug in das Hohe Venn in Belgien und besuchte eines der letzten großen Moorgebiete im westlichen Europa.


NABU Gruppe Baden-Baden/Sinzheim zu Gast beim NABU Hambrücken

Die NABU Gruppe Baden-Baden beim Besuch des NABU Feuchtgebietes.

Am 14. April machten sich 18 Mitglieder der NABU Gruppe Baden-Baden/Sinzheim auf den Weg zu einem Ganztagesausflug in Richtung Hambrücken. Am Vormittag stand eine Vogelbeobachtungsexkursion im Naturschutzprojekt Saalbachniederung auf dem Programm. Nach der Ankunft in Hambrücken wurden die Gäste von Franz Debatin begrüßt. Danach folgte eine dreistündige Wanderung durch das größte zusammenhängende Grünlandgebiet Nordbadens. Dort sangen die Feldlerchen um die Wette und zur Freude der Exkursionsteilnehmer zeigten sich auch einige Grauammern, es sind die letzten ihrer Art in unserer Region. Im Bereich der Flachgewässer waren weitere Raritäten wie z.B. Knäk-, Krick- und Schnatterenten sowie Flussregenpfeifer und Grünschenkel zu sehen. Absoluter Höhepunkt war jedoch die Beobachtung einer sehr seltenen Sumpfohreule, deren Anwesenheit die Naturfreunde ebenso begeisterte wie die Schönheit der Saalbachwiesenlandschaft.
Als Dank für eine finanzielle Unterstützung des Naturschutzprojektes Saalbachniederung im vergangenen Jahr hat der NABU Hambrücken für die NABU Gruppe Baden-Baden/Sinzheim um die Mittagszeit ein Grillfest durchgeführt, welches bei den Familien Wirth und Dittmar stattgefunden hat. In diesem Zusammenhang danken wir allen Mitgliedern recht herzlich, die bei der Vorbereitung und Durchführung des Grillfestes mitgeholfen haben.
In Begleitung unseres 1. Vorsitzenden machten sich die Naturschützer der NABU Gruppe Baden-Baden/Sinzheim anschließend auf den Weg nach Waghäusel, wo im deutschlandweit bekannten Naturschutzgebiet Wagbachniederung weitere schöne Naturbeobachtungen gelangen und ein erlebnisreicher Ausflug endete.

Auch die Gemütlichkeit kam nicht zu kurz.


Nächste NAJU Gruppenstunde: Mit offenen Augen durch den Frühlingswald

Spaziergang entlang des Kaminfegerweges

In den kleinsten Dingen zeigt sie Natur die allergrößten Wunder

                                                                                                      Carl von Linné

Endlich hat der Frühling Einzug gehalten, täglich gibt es etwas Neues zu entdecken und die Wärme lockt ins Freie.

Unsere nächste Gruppenstunde am Samstag, 21.04.2018, führt uns in den Lußhardwald, wir radeln auf dem Kaminfegerweg und erleben das Erwachen der Natur mit allen Sinnen. Im Wald möchten wir zum einen unseren 4. Geburtstag gebührend feiern, es bleibt aber auch noch genügend Zeit, den Wald zu erkunden.

Wir treffen uns um 9.30 Uhr mit dem Fahrrad am Ende der Brühlerstraße beim Wildbienenhotel. Die Kinder benötigen wettergemäße Kleidung und etwas zu trinken, für das Essen sorgen wir. Bei schönem Wetter sind wir um 12.30 Uhr wieder zurück am ausgemachten Treffpunkt, ansonsten entsprechend früher.

Wer Lust auf unseren Frühlingsausflug hat, sollte sich bitte bald melden, damit wir planen können.

Viele Grüße vom NAJU- Team


NAJU Gruppenstunde – Jetzt laufen sie wieder

Zu Beginn der Stunde wurde über die vorkommenden Arten informiert.

Amphibien zählen nach dem Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders geschützten, bzw. gefährdeten Arten. Als Bewohner von Biokomplexen (Landlebensraum und Gewässer) sind sie anfälliger als viele andere Tiergruppen gegenüber schädigenden Umwelteinflüssen und Veränderungen. Durch den Eingriff in ihre Lebensräume, z.B. durch eine Straße, sind engagierte Schutzmaßnahmen erforderlich.

Auch wir vom NABU Hambrücken betreuen seit 2012 2 Amphibienzäune zum Schutz der Tiere, sie befinden sich an der Landstraße L 556 zwischen Hambrücken und Forst. Seit diesem Jahr sind wir auch im Bereich der Autobahnrastanlage Bruchsal aktiv. Hier laufen vor allem Erdkröten regelrecht in die Falle, wenn sie auf dem Weg zum See in den Parkbereich des Hotels gelangen.

Die Zeit der Amphibienwanderung ist eine gute Gelegenheit, die wechselwarmen Tiere aus nächster Nähe zu beobachten. Aus diesem Grund fand unsere Gruppenstunde am Samstag, 24.03.2018, an der Amphibienwanderstrecke statt.

Um 18.00 Uhr kamen 11 naturbegeisterte Kinder pünktlich zu unserem Treffpunkt am Sportplatz. Nach einer kurzen Einweisung über den Ablauf des Abends ging es weiter mit den Fahrrädern Richtung Forst. Dort berichteten wir zunächst über die Amphibien, die wir in dieser Region vorfinden, nämlich Erdkröte, Springfrosch, Teich- und Bergmolch und Salamander. Auch das Wissen und die Fragen der Kinder konnten wir gut mit einbeziehen. Im Anschluss war es noch hell genug, die entsprechenden Lebensräume anzuschauen, zum einen den Laubwald, zum anderen den See neben der Rastanlage. Mit einsetzender Dämmerung stieg bei den Kindern natürlich auch die Spannung und es konnte endlich losgehen.

Eine Kröte lies sich an dem Abend blicken.

Aufgeteilt in 3 Gruppen kontrollierten die Kinder den Hin- und Rückwanderzaun und den Parkbereich des Hotels. Obwohl die Temperatur eigentlich passte, war es an diesem Abend anscheinend zu trocken. Weder am Zaun, noch auf dem Waldweg war ein Tier anzutreffen. Nur am Seeufer konnten einzelne Tiere im Wasser beobachtet werden. Vorführeffekt? Aber, kurz vor Schluss fand Fabienne am Rückwanderzaun eine Kröte und wir alle freuten uns riesig, wenigstens ein Tier in Händen halten zu können. Behutsam wurde sie herumgereicht, gestreichelt und anschließend in den schützenden Wald gebracht. So wurde der Abend zu einem spannenden Erlebnis und wir danken vor allem Frau Rupp und Frau Feil, Herrn Hoops und Herrn Oberst für die begleitende Unterstützung. Die Gruppe war zu jeder Zeit gut abgesichert und, das muss auch erwähnt werden, die Kinder haben sich vorbildlich verhalten. Vielleicht hat der ein oder andere Lust bekommen, bei besseren Bedingungen auf „Krötensuche“ zu gehen. Wir freuen uns über jede Unterstützung!

Das NAJU- Team