Termine


NAJU Waldentdecker unterwegs

 Wenn man die Natur wahrhaft liebt, so findet man sie überall schön.

Vincent van Gogh

NAJU-Kids in Ihrem Unterstand.

Nach einer längeren Sommerpause konnte die NAJU Hambrücken am Samstag, 22.09.2018, wieder zu einer neuen Waldentdeckertour starten. Anna, Elias, Fabienne, Janine, Emil und Vincent waren unserer Einladung gefolgt, was uns sehr gefreut hat. Mit von der Partie war an diesem Vormittag auch Thomas Picke, Sprecher der NABU- Gruppe Hockenheim und ebenso naturinteressiert wie wir.

Mit den Fahrrädern ging es wieder einmal in das Waldstück, indem wir vor einiger Zeit einen „Unterstand“ gebaut haben. Es grenzt an die Wiesen der Saalbachniederung. Am Ziel angekommen erzählten die Kinder erst einmal von ihren Ferienerlebnissen, sie haben alle das beständige Sommerwetter genossen. Für die Natur war es sicher ein anstrengender Sommer, beim Blick auf den Wald und die angrenzende Wiese fiel uns auch die ausgeprägte Trockenheit auf. Und natürlich auch die unzähligen Bucheckern und Eicheln, die neben trockenen Blättern den Waldboden bedeckten. Sie weisen auf ein Mastjahr mit maximaler Samenproduktion hin.

Wir überlegten dann gemeinsam, was wir an diesem Vormittag unternehmen wollten: etwas Bauen oder Basteln, verschiedene Waldspiele oder einen Spaziergang? Die Kinder entschieden sich einstimmig, unseren Unterstand weiterzubauen und nach Tieren Ausschau zu halten. Während die Jungs mit mir den Bau weiterführten, nahmen die Mädels mit Thomas den Waldboden und die Wiese unter die Lupe. Nach einiger Zeit wurden dann die Rollen getauscht, die Mädchen packten mit an und die Jungs gingen mit Thomas auf die Wiese. Auf dem trockenen Waldboden tummelten sich „nur“ ein paar Mistkäfer.

Auf den Wiesen gab es allerlei zu entdecken.

Dann gingen wir zum gemütlichen Teil über und betrachteten zunächst die gefundenen Kurzfühlerschrecken: Die blaue Ödlandschrecke konnten wir anhand unserer Fachliteratur eindeutig bestimmen, bei anderen Exemplaren waren wir uns nicht so sicher. Die blaue Ödlandschrecke bevorzugt spärlich bewachsenes und warmes Gelände, sie hat auf den trockenen Magerwiesen wohl ihren optimalen Lebensraum gefunden.

Für unser Vesper probierten wir im Anschluss unseren neuen Unterstand aus, ausgestattet mit einem selbstgebauten Tisch, gepolsterten „Bänken“, einem Türschild und Klingel ein optimaler Platz für eine gemütliche Runde. Wieviel Phantasie, Kreativität und Geschick doch in den Kindern steckt!

Zum Abschluss machten wir dann noch einen kurzen Waldspaziergang zu einem ganz besonderen und imposanten Nest. Es wurde 2014 in Zusammenarbeit mit dem Vogelschutzzentrum Mössingen als künstliche Nisthilfe für den Fischadler auf einem stattlichen Horstbaum errichtet. Durchziehende und jagende Fischadler sind ja zurzeit bei uns in der Saalbachniederung zu beobachten. Vielleicht wird das vorbereitete Nest in den nächsten Jahren angenommen, wir haben es weiterhin im Blick.

Viel zu schnell verging unsere Zeit im Wald, mit neuen Plänen und vielen Eindrücken machten wir uns auf den Rückweg. Wir freuen uns auf die nächste Gruppenstunde, auch „neue“ Naturentdecker im Alter von 5- 10 Jahren sind herzlich willkommen. Bei Fragen stehen wir unter der Telefonnummer 07255/3970411 zur gerne Verfügung.   Einen spannenden Herbst wünscht die NAJU


NAJU Gruppenstunde – „Die Kleinsten wieder groß machen“

Viele fleißige Helfer der NAJU

In unserer Gruppenstunde am Samstag, 19.05.2018, stand die Wildbiene im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Dazu griffen wir die oben genannte Aktion der NAJU auf, die zum Ziel hat, die größte Hotelkette Deutschlands zu gründen- und zwar für Wildbienen. Mindestens 500 Wildbienenhotels sollen in Deutschland entstehen.

In unserem Land gibt es rund 580 Wildbienenarten, die meisten Wildbienen sind Einzelgänger und heißen deshalb Solitär- oder Einsiedlerbienen. Mehr als 400 Arten bauen ihre Nester mit den entsprechenden Brutzellen selbst, etwa 135 Arten legen als sogenannte Kuckucksbienen ihre Eier in fremde Nester. 75 % der Wildbienen nisten im Boden, die anderen nutzen z.B. Pflanzenhalme oder Fraßgängen von Käfern als Nistplätze. Rund 30 % Wildbienen sind auf bestimmte Pflanzen in unserer Kulturlandschaft spezialisiert. Wildbienen sind in Deutschland stark bedroht, etwa die Hälfte aller Arten stehen auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten. Das hat verschiedene Gründe: Fortschreitende Monokultur in der Agrarindustrie und Zersiedelung der Landschaft zerstören das Futterangebot und den Lebensraum der Tiere, der Einsatz von Pflanzenschutzmittel bedroht den Bestand der heimischen Wildbienen. Dabei gehören Wildbienen zu den wichtigen Bestäubern von Bäumen, Blumen und Nutzpflanzen und haben einen riesigen Wert für Menschen und Natur.

Treffpunkt an diesem Vormittag war unser Insektenhotel auf den Peterswiesen in der Nähe unseres Storchenhorstes. Es ist angelegt als längerfristige Bleibe für verschiedenen Nützlinge, wie z.B. Wildbienen und Hummeln, Wespen, Käfer, Florfliegen, Ohrwürmer etc. In den Schilfstängeln nisten schon viele kleinere Insekten, wir wollten in dieser Gruppenstunde auch Lebensraum schaffen für unsere heimischen Wildbienen.

Nach einer kurzen Einführung in die Thematik ging es dann an die Arbeit:

Einige Kinder stellten aus Löss und Wasser einen Mörtel her, um damit vorhandene Lochziegel zu füllen. Andere sägten verschieden starke Bambusstäbe, um damit ein eigenes kleines Wildbienenhotel oder unsere Lochsteine zu füllen. Eine andere Gruppe bohrte unterschiedlich große Löcher in Holzstücke, auch Schilfstängel wurden in kleine Stücke geschnitten. Die Kinder waren mit großem Eifer bei der Sache und wechselten dabei auch die einzelnen Stationen, ihr handwerkliches Geschick und ihren Teamgeist konnten sie überall unter Beweis stellen.

Die Arbeit hat sich gelohnt.

 

Vor lauter „Arbeit“ wurde fast die notwendige Vesperpause „vergessen“, dabei schmeckt es draußen und in gemütlicher Runde noch mal so gut. Wir boten dazu einen selbst zubereiteten Holundersirup an, der geschmacklich bei den Kindern sehr gut ankam. Es freut uns, dass nicht nur industriell hergestellte Erfrischungsgetränke Anklang finden, wo doch die Natur gerade in dieser Jahreszeit viele leckere Pflanzen bereithält. Nach der Pause nahmen sich einige Kinder den Wildbienen- Hotel- Forscherbogen der NAJU vor, er wird mit allen anderen Bögen zu einem Hotelkatalog zusammengefasst und mit entsprechenden Forderungen einem Politiker im Landwirtschaftsministerium übergeben. Dazu wurde u.a. die Umgebung näher unter die Lupe genommen und dokumentiert, z.B. Bestimmung der Nistmöglichkeiten und der Pflanzen, Beschreibung der Fläche und der vorhandenen Gäste,…

Die Zeit verging mal wieder wie „im Flug“ und nach 3 Stunden mussten wir unsere „Bauarbeiten“ einstellen. Aber wir werden unser Insektenhotel noch öfter besuchen, um auch anderen Nützlingen eine Bleibe zu schaffen.

Alle, die sich auch privat an dieser Aktion beteiligen möchten, können sich unter www.NAJUversum/bees-inn.de informieren.

Jetzt wünschen wir allen noch erholsame Pfingstferien und eine spannende Zeit in der Natur

Das NAJU- Team


Nächste NAJU Gruppenstunde „Waldentdeckungen“

Wenn man die Natur wahrhaft liebt, so findet man es überall schön.

           Vincent van Gogh

Liebe Freunde der NAJU,

nach einer doch sehr ausgiebigen Sommerpause melden wir uns jetzt zurück. Auch wir möchten unsere „Arbeit“ wieder aufnehmen und haben für Samstag, 22.09.2018, die nächste Gruppenstunde geplant.

Wir treffen uns mit den Fahrrädern um 9.30 Uhr am Hundeplatz zu einer neuen Waldentdeckertour. Unser Ziel ist der Wald entlang der Saalbachniederung, dort werden wir das gemeinsame Vorhaben besprechen.

Wenn das Wetter mitmacht, sind wir gegen 12.30 Uhr wieder zurück am Hundeplatz.

Die Kinder benötigen wettergemäße Kleidung und bei Bedarf ein kleines Vesper für eine gemütliche Pause.

Habt ihr Lust, mit uns einen Vormittag im Wald zu verbringen, dann meldet euch bitte an. Auch „neue“ Naturentdecker sind herzlich willkommen.

Viele Grüße

Das NAJU- Team


Anwesenheit von Sumpfhühnern unterstreicht die große Bedeutung der NABU-Feuchtgebiete am Saalbach

Tüpfelsumpfhuhn in der Saalbachniederung

Die NABU-Feuchtgebiete am Saalbach sorgen weiter für positive Schlagzeilen. Dort pulsiert das Leben und immer öfters treten sehr seltene Vogelarten auf, die man in der dichtbesiedelten Region Nordbaden bisher nur im deutschlandweit bekannten Naturschutzgebiet „Wagbachniederung“ bei Waghäusel zu sehen bekam. Zu unserer großen Freude ist es vor kurzem mehreren Ornithologen gelungen, erstmals das Kleine Sumpfhuhn in der Saalbachniederung nachzuweisen. Diese stark bedrohte Art benötigt als Lebensraum Schilf- und Sumpfgebiete, innerhalb derer sie sich im Übergangsbereich von Wasser zum Land aufhält und nach Nahrung sucht. Die in den letzten Jahren entstandenen Feuchtflächen im NABU-Projektgebiet bieten mit ihren wechselnden Wasserständen hier nahezu ideale Lebensbedingungen, so dass die Tiere diese Flächen ganz gezielt aufsuchen.

Gleichzeitig wurden neben dieser erfreulichen Meldung zuletzt neben zahlreichen Limikolen mehrmals ein Tüpfelsumpfhuhn, ein Seidenreiher, ein Großer Brachvogel sowie ein erfolgreich jagender Fischadler beobachtet. Eines der im Gebiet nachgewiesenen Tüpfelsumpfhühner konnte von unserem Mitglied Werner Debatin sogar aus nächster Nähe fotografiert werden.

Grundlage für diese großen Artenschutzerfolge in der Saalbachniederung sind die jahrzehntelangen Anstrengungen unseres Vereins. So sind die naturschutzfachlich wertvollen Feuchtbiotope auf Flächen entstanden, die der NABU Hambrücken zuvor gekauft hat.


NABU Hambrücken unterwegs auf dem Michaelsberg

Am 02. September veranstaltete der NABU Hambrücken eine Exkursion auf den Michaelsberg nach Untergrombach. Am Vormittag startete ein Teil der Gruppe mit dem Fahrrad in Hambrücken mit dem Ziel der höchsten Erhebung im westlichen Kraichgau. Dort warteten dann bereits die „Autofahrer“ am Startpunkt der Exkursion.

Zu unserer großen Freude konnten wir Thomas Adam als profunden Kenner des Kraichgaus und insbesondere der Gegend rund um den Michaelsberg für diese Führung gewinnen. Mit seiner alle begeisternden Art der Erläuterung berichtete er über die Kulturhistorie dieser beeindruckenden Erhebung. Begonnen in der Michaelsbergkapelle über die einmaligen Trockenrasen des Michaelsberges und benachbarten Kaiserbergs bis hin zur steinzeitlichen Michelsberg-Kultur, der der Berg ihren Namen gegeben hat, erfuhren wir allerlei Neues und Wissenswertes. Dabei war es spannend zu erfahren welcher wechselvollen Geschichte der Berg bisher unterlag, welche in fast allen Fällen Spuren bis in die heutige Zeit hinterlassen hat.

Zum Abschluss stand eine gemeinsame Einkehr in der Michaelsberg-Gaststätte auf dem Programm, so dass gut gestärkt die Heimfahrt angetreten werden konnte.

Alle Radfahrer freuten sich, dass es auf dem Heimweg großteils nur noch bergab ging !

Wir danken Thomas Adam nochmals ganz herzlich für seine klasse Führung.


NABU Hambrücken freut sich über weitere Erfolge im Artenschutz

Junge Grauammern in der Saalbachniederung sind flügge

Seit dem 4. April 2018 standen die Grauammern in der Saalbachniederung täglich unter Beobachtung. Für zwei Studentinnen aus Tübingen, welche für das Schutzprojekt der Grauammer in Baden-Württemberg tätig sind, galt es herauszufinden, wann und wo der Nestbau beginnt und die ersten Fütterungen der Jungen stattfinden. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei vom NABU Hambrücken. Die bei der Beobachtung gewonnenen Erkenntnisse flossen dann in Kooperation mit Landwirten in das Mahdregime bei der Heuernte ein, denn es galt zu vermeiden, dass die jungen Grauammern ausgemäht bzw. die Gelege zerstört werden.
Anfang April wurden fünf singende Männchen dieser gefährdeten Vogelart in der Saalbachniederung festgestellt. Davon hatten zwei ein Weibchen, die anderen sind dann Wochen später abgewandert. Beide Paare wurden bei Fütterungen beobachtet. Letztlich war jedoch nur ein Paar erfolgreich. Dieses hat vier Jungen großgezogen, welche inzwischen flügge sind und bereits mit den Alttieren umherfliegen. Der NABU Hambrücken hätte sich einen höheren Bruterfolg gewünscht. Dennoch sind wir stolz darauf, dass unser Schwerpunktprojekt Saalbachniederung wieder einen Beitrag zum Überleben der Grauammer in Baden-Württemberg leisten konnte. Schließlich gibt es in unserem Bundesland nur noch 120 Brutpaare. Wir danken den Landwirten Hugo Simmianer, Werner Schönek und Michael Heneka recht herzlich für ihre Kooperationsbereitschaft bei der Heuernte. Herzlichen Dank auch an die beiden Studentinnen von der Uni Tübingen für ihren Einsatz und die gute Zusammenarbeit mit unserem Verein.

Erstmals wieder Nachwuchs bei den Kiebitzen in der Saalbachniederung

Naturfreunde dürfen sich über einen weiteren Erfolg beim Naturschutzprojekt Saalbachniederung freuen. Im NABU- Feuchtgebiet wurden mehrere Kiebitzküken gesichtet. Damit leistet die Saalbachniederung auch für diese in ihrem Bestand gefährdete Vogelart einen Beitrag zum Überleben.
Einmal mehr zeigt der NABU Hambrücken, was im Naturschutz mit Beharrlichkeit erreicht werden kann. Es ist kein Zufall, dass auf den NABU-Flächen in steigender Anzahl Orchideen blühen und gefährdete Vogelarten wie z.B. Wasserralle, Zwergtaucher, Drosselrohrsänger, Sumpfrohrsänger oder Kiebitz wieder geeignete Lebensräume vorfinden.

Junger Kiebitz in der Saalbachniederung


Bundestagsabgeordneter Danyal Bayaz und Staatssekretär Dr. Andre Baumann zu Gast in der Saalbachniederung

Danyal Bayaz, Dr. Andre Baumann und Franz Debatin in der Saalbachniederung (von links)

Am 22.06.2018 statteten der Bundestagsabgeordnete der Grünen für den Wahlkreis Bruchsal-Schwetzingen Danyal Bayaz und Staatssekretär Dr. Andre Baumann vom baden-württembergischen Umweltministerium der Saalbachniederung einen Besuch ab. Im Rahmen einer öffentlichen Exkursion wurde unter Führung des Vorsitzenden der NABU Gruppe Hambrücken Franz Debatin das größte zusammenhängende Wiesengebiet im nordbadischen Raum begangen. Die beiden Politiker machten sich vor Ort ein Bild von den positiven Entwicklungen des Naturschutzprojektes in den letzten Jahren, das ja auch zu wesentlichen Teilen von Fördermitteln des Landes profitieren konnte.

Alle Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von der Weiträumigkeit der Landschaft und den Arten, für die in den letzten Jahren in der Niederung ein neuer Lebensraum geschaffen werden konnte. Trotz aller Erfolge nutzte der NABU Hambrücken aber auch die Gelegenheit auf die Bedrohungen der Landschaft hinzuweisen. Es bedürfe weiterer Anstrengungen von allen Beteiligten, um dieses einzigartige Gebiet zu sichern und im Sinne des Naturschutzes in seinem gesamten Potential weiterzuentwickeln. Viele in der Saalbachniederung heute noch brütende Arten zählen zur Gruppe der mittlerweile bundesweit am stärksten bedrohten Wiesenvögel, die große unzersiedelte Wiesenflächen als Lebensgrundlage benötigen. Franz Debatin erwähnte in diesem Zusammenhang ein in diesem Jahr in der Saalbachniederung laufendes Forschungsprojekt zum Schutz der stark bedrohten Grauammer.

Alle Verantwortungsträger bestätigten den Wert der Saalbachniederung als wichtiges Element im landesweiten Netz wertvoller Naturflächen und versprachen dies im Rahmen ihrer politischen Diskussionen zu berücksichtigen.


Storchenbestand 2018

Ringnummer Herkunft Geburt Sonstiges
Saalbachniederung
Störchin DER-AZ032 Vogelpark Leopoldshafen 2016
Storch unberingt
Störche haben das Nest auf der linken Saalbachseite vom letzten Jahr nicht mehr belegt. Sie hielten sich im Jahr 2018 überwiegend auf der rechten Saalbachseite auf und beflogen überwiegend das Nest auf dem Betonmasten der ehemaligen Starkstromleitung. Eine Brut fand nicht statt.
Hambrücker Wiesen / Peterswiesen
Störchin HES-SA039 Basel 2004
Storch unberingt
3 Jungstörche, Ringnummern: DER A2 J30, DER A2 J31 und DER A2 J32

Storch in den Peterswiesen mit Jungvögeln

Bastwiesen
Störchin AP 077 Forst, Tierpark Hirschwiese 2014
Storch unberingt
Keine Jungstörche 2018.

Schutzprojekt für die Grauammer in der Saalbachniederung

Grauammer (Foto: Werner Debatin)

Über mehrere Wochen haben nun schon Studenten aus Tübingen und der NABU Hambrücken die Grauammern in der Saalbachniederung beobachtet und diese Arbeit ist noch längst nicht beendet. Hintergrund der intensiven Beobachtung ist die bevorstehende Heumahd. In einem Wettlauf mit der Zeit gilt es zu verhindern, dass die Gelege dieser stark bedrohten Vogelart bei der Heuernte zerstört oder die noch nicht flüggen Jungen vom Kreiselmäher getötet werden. Die beteiligten Personen hoffen, dass noch vor der Heuernte die Jungen schlüpfen. Dann können die Bereiche der Nester bei den Fütterungen leichter eingegrenzt, markiert und bei der Heumahd in Zusammenarbeit mit den Landwirten ausgespart werden.

Wenn eine Grauammer singt, dann klingt das ungefähr so, als wenn man einen Schlüsselbund schüttelt: eine Reihe tik-kender Laute, die in einem klirrenden Knirschen enden. Diese kurze Strophe trägt sie aber häufig und mit Inbrunst meist von erhöhter Singwarte aus vor. Ansonsten ist die Grauammer auf der Rückenseite so unscheinbar graubraun und auf der Bauchseite weißlichgrau, wie ihr Name besagt. Damit lässt sie sich gut von den anderen, durchweg kleineren Ammern unterscheiden, die alle viel abwechslungsreicher gefärbt sind.
In diesem Jahr ist in der Saalbachniederung der metallisch-klirrende Gesang von vier Grauammer Männchen zu hören. Mindestens zwei davon haben auch ein Weibchen.
Nach dem katastrophalen Einbruch des Grauammerbestandes in Baden-Württemberg mit derzeit nur noch 104 Revieren besteht akuter Handlungsbedarf. Ein von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Würrtemberg finanziertes Schutzprojekt der Uni Tübingen soll helfen die Bestände durch Bruterfolge wieder anzuheben. Hierzu werden alle noch vorhandenen Stellen mit Vorkommen von Grauammern erfasst und Maßnahmen zu deren Schutz eingeleitet. Insbesondere das Anlegen von bunten Blühflächen hilft den Grauammern. In der Saalbachniederung wurde vor kurzem in Kooperation mit einem Hambrücker Landwirt eine solche Blühfläche angelegt.

Vor zehn Jahren gab es auch auf Gemarkung Hambrücken noch Grauammern. Der ungebremste Flächenverbrauch, intensive Landwirtschaft und der steigende Freizeitdruck sind für das Verschwinden dieser Vogelart in der Hambrücker Feldflur verantwortlich.


NABU Hambrücken im Rahmen des SWR4 Sonntagsspaziergangs

Vergangenen Sonntag hatte der NABU Hambrücken die Möglichkeit das Naturschutzprojekt „Saalbachniederung“ im Rahmen des SWR4 Sonntagsspaziergangs einem größeren Publikum vorzustellen.

Der Moderator Jürgen Essig war gemeinsam mit dem 1. Vorsitzenden der NABU Gruppe Hambrücken im Gebiet unterwegs und informierte sich über die Entstehung des Naturschutzprojektes und die derzeitigen Herausforderungen.

Das gesamte Interview können Sie unter dem unten stehenden Link anhören.