Alt-Handy Sammelaktion


Seit August 2003 sammeln die Deutsche Umwelthilfe und T-Mobile bundesweit Alt-Handys. Damit wird T-Mobile seiner Produktverantwortung gerecht und führt die Handys, die bislang auf Mülldeponien oder in Verbrennungsöfen landen, einer geordneten stofflichen Verwertung zu.

Die Initiative ist besonders deshalb von Interesse, da T-Mobile der Deutschen Umwelthilfe pro gesammeltem Alt-Handy Gelder für ihre Naturschutzprojekte zur Verfügung stellt. Dieses Geld wird mit Umweltinitiativen geteilt. Die NABU Gruppe Hambrücken beteiligt sich seit Anfang 2004 an dieser Sammelaktion. Der Erlös wird für das Saalbach-Wiesenprojekt verwendet.

 

Wie können Sie uns unterstützen ?

Jeder kann den NABU bei seiner Arbeit unterstützen. Wer alte, nicht mehr benötigte Handys besitzt, egal in welchem Zustand, kann sich bei der NABU Gruppe Hambrücken melden. Ansprechpartner ist der 1. Vorsitzende Franz Debatin (Telefon 07255/1531). Bei Ihm in der Schoferstr.9 können die Alt-Handys in den Briefkasten eingeworfen werden. Alternativ dazu können die Geräte in einen Sammelbehälter im Rathaus Hambrücken eingeworfen werden.

Dankenswerter Weise wird der NABU Hambrücken bei dieser sinnvollen Aktion inzwischen auch von den Städten Bruchsal und Waghäusel sowei der Gemeinde Karlsdorf-Neuthard unterstützt. In Bruchsal können die Handys im Eingangsbeich des Bürgerbüros (Rathaus am Holzmarkt), in Waghäusel und Karlsdorf beim jeweiligen Umweltamt abgegeben werden.

Der NABU Hambrücken hat bisher mehrere 1.000 Althandys erhalten. Der Verein hofft, dass dieses Sammelergebnis weiter gesteigert werden kann. Dies kann nur durch tatkräftige Unterstützung erreicht werden. Durch die Abgabe ihrer Alt-Handys tragen Sie zum dauerhaften Erhalt der Wiesenlandschaft am Saalbach bei. Dort hat sich zwischenzeitlich ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten entwickelt.

 

Wie wird recycelt ?

Die gesammelten Handys werden umweltgerecht recycelt. Zunächst werden die Akkus, die gefährliche Stoffe enthalten, entfernt und fachgerecht entsorgt. Anschließend werden die Althandys mechanisch zerkleinert, um die einzelnen Bestandteile besser sortieren zu können. Die aussortierten Metalle, wie z.B. Kupfer, werden recycelt. Die Kunststoffe werden, aufgrund der Vielfalt verschiedener Farben und Kunststoffarten in Handys, in der Regel nicht stofflich, sondern energetisch verwertet.

Ein Mobiltelefon besteht zu rund 25 Prozent aus Metallen. Es enthält beispielsweise 250 mg Silber, 24 mg Gold, 9 mg Palladium, 9 Gramm Kupfer und 4 Gramm Kobalt – das sind wertvolle und zum Teil seltene Metalle. Insbesondere die Leiterplatte des Handys enthält wertvolle Edelmetalle. Diese wird deshalb in einem speziellen weiteren Recyclingschritt behandelt – und zwar in einer modernen, entsprechend ausgestatteten Metallhütte (Schmelze). Hier werden diese sehr wertvollen Metalle abgetrennt und zurückgewonnen.

Damit stehen sie dem Rohstoffkreislauf wieder zur Verfügung. Pro Gerät sind dies zwar nur geringe Mengen – aber hochgerechnet auf alle jährlich gekauften Mobiltelefone kommt man schnell in den Tonnen-Bereich. In den weltweit jährlich über eine Milliarde verkauften Handys sind insgesamt 250 Tonnen Silber, 24 Tonnen Gold und 9 Tonnen Palladium enthalten.