Amphibienwanderung


Amphibienwanderstrecke fordert auch noch andere Opfer

Bussard_Amphibien

Die Beobachtungen und Erlebnisse entlang der von der NABU Gruppe Hambrücken betreuten Amphibienwanderstrecke zwischen Forst und Hambrücken sind vielfältig. Zum einen macht es uns Freude, möglichst viele Amphibien vor dem Straßentod zu bewahren, zum anderen bieten sich immer wieder dramatische Bilder, sei es während der Hauptwanderungszeiten, in denen doch nicht jedes Tier gerettet werden kann oder wie im obigen Fall durch weitere Ofer in Zusammenhang mit der viel befahrenen Wanderstrecke.

Nicht alle Kröten können mit dem Zaun gerettet werden, da vereinzelt die Tiere auch abseits der Zäune versuchen die Straße zu queren. Überfahrene Kröten werden gerne von verschiedenen Aasfressern aufgesammelt. So kommen durch den Autoverkehr nicht nur Amphibien ums Leben, sondern am Karfreitag auch ein Bussard, der auf der Straße eine tote Kröte fressen wollte.

Daher heißt es insbesondere auf Straßen durch Waldabschnitte: Augen auf und angemessen fahren, da immer mit Tieren, ob Frosch, Fuchs, Bussard oder Reh gerechnet werden muss!


Amphibienwanderungen zwischen Forst und Hambrücken in vollem Gange

gerettete Erdkröten

gerettete Erdkröten

Die warmen Tage der letzten Woche in Verbindung mit den einsetzenden Niederschlägen zum Wochenende haben zu einer Massenwanderung der Amphibien zwischen Forst und Hambrücken geführt. Nachdem am letzten Donnerstag Abend bereits ein Anstieg der wandernden Tiere festzustellen war, gab es in der Nacht von Freitag auf Samstag kein Halten mehr. Über 600 Tiere – fast ausschließlich Erdkröten – wurden von den fleißigen Helfern des NABU über die Straße zu Ihrem Laichgewässer gebracht. Der Wanderungsdruck war so groß, dass leider nicht alle Kröten rechtzeitig eingesammlet werden konnten, so dass doch die ein oder andere zu unserem großen Bedauern den Verkehrstod fand. Wir denken hier über Verbesserungen für die nächsten Jahre nach.

Erdkröte - Verkehrsopfer

Erdkröte – Verkehrsopfer

Neben den Erdkröten konnten in diesem Jahrauch ein Teichfrosch und mehrere Springfrösche gezählt werden, so wie verschiedene Molche und ein Feuersalamander.

Die Aktivitäten des NABU Hambrücken im Bereich des Amphibienschutzes werden von der Pfarrer-Graf-Schule in Hambrücken, so wie von zahlreichen freiwilligen Helfern unterstützt, bei denen wir uns ganz herzlich bedanken. Was die letzten Tage gezeigt haben ist aber auch, dass wir nicht genug Helfer haben können. Daher freuen wir uns über jeden zusätzlichen Freiwilligen, der uns während der Saison unterstützt. Die Einsätze sind in der Regel in den Abendstunden bei einsetzender Dämmerung.

Interessierte können sich per Mail oder telefonisch bei uns melden.


Arbeitseinsatz Amphibienzaun

Helfer des NABU bei der Abdichtung des Amphibienzauns zwischen Forst und Hambrücken

Helfer des NABU bei der Abdichtung des Amphibienzauns zwischen Forst und Hambrücken

Am Samstag den 15.02. stand ein kurzfristiger Arbeitseinsatz am Amphibienzaun zwischen Forst und Hambrücken an. Der Zaun wurde aufgrund der zu erwartenden milderen Witterung in der Woche zuvor aufgebaut, um die wandernden Tiere abzufangen und sicher über die Straße bringen zu können. An einzelnen Stellen mußten aufgrund der Unebenheiten des Geländes Löcher unter dem Zaun, an denen er unterwandert werden könnte, abgedichtet werden.

Trotz schlechter Witterung (es regnete durchgehend) fanden sich 8 freiwillige Helfer mit Schaufel und Spaten ein, um Abdichtungen mit Erde anzubringen. Nach etwas mehr als einer Stunde und kurz vor der Durchnässung war die Arbeit vollbracht und es konnten sich alle ins trockene zurückziehen. Nun kann die Wanderung der Erdkröten beginnen. Die Helfer des NABU stehen wie in jedem Jahr zusammen mit den Schülern der Pfarrer-Graf-Schule in Hambrücken als Streckenposten und Überquerungshilfe zur Verfügung.

Wir bedanken uns bei allen, die am guten Gelingen des Einsatze beigetragen haben.

Hinsichtlich der nun kommenden Arbeitseinsätze im Rahmen der Amphibienwanderung würden wir uns über freiwillige Helfer freuen. Während der Wanderzeiten steht ein Einsatzplan für Helfer zur Verfügung. Es gilt bei entsprechender Witterung in der Dämmerung am Abend die Strecke abzuwandern, sowie am Wochenende und in den Schulferien auch am Morgen. Interessierte können sich bei unserer Vorstandschaft melden oder unter nabu.hambruecken@web.de.