NAJU

Die Kinder- und Jugendgruppe des NABU Hambrücken.


Ökomobil im Rahmen des Ferienprogramms beim NABU – „Natur erleben, kennenlernen, schützen.“

Unter diesem Motto ist das Ökomobil des Regierungspräsidiums Karlsruhe seit 1987 im ganzen Land unterwegs. Wir haben uns sehr gefreut, dass das „rollende Naturschutzlabor“ zum Auftakt der Sommerferien bei uns Station gemacht hat. 20 naturinteressierte Kinder waren am Donnerstag, 27.07.2017, unserer Einladung gefolgt und ließen sich selbst vom Regen nicht abschrecken.

Nach einer kurzen Einführungs- und Vorstellungsrunde konnte das Programm losgehen. Wir gingen gemeinsam in den Wald und Frau Kümmerle, eine angehende Waldpädagogin, zeigte uns an einer besonderen Stelle die einzelnen „Stockwerke“ des Waldes, Wurzelschicht, Bodenschicht, Krautschicht, Strauchschicht und Baumschicht wurden eingehend besprochen. Es ging weiter und an der nächsten Station wurden die Kinder in Bewohner der Wurzelschicht „verwandelt“. Als blinde Regenwürmer ging es an einem Seil entlang durch den Wald und die Kinder staunten am Ende nicht schlecht über den zurückgelegten Weg.

Beim nächsten Spiel bekam jedes Kind ein Tier zugewiesen, mit der entsprechenden Karte auf dem Rücken musste es allein durch Fragen seinen Namen herausfinden. Gar nicht so einfach, aber alle hatten es geschafft. Die Tierkarten wurden abschließend den jeweiligen Waldstockwerken zugeordnet.

Dann war es Zeit für eine Vesperpause, der Regen hatte mittlerweile aufgehört und ab und zu ließ sich sogar die Sonne blicken.

Im Anschluss erhielten die Kinder den Auftrag, in kleinen Teams jeweils ein unterschiedliches Tier aus der Bodenschicht zu sammeln. Im Ökomobil kamen dann nach entsprechender Einweisung die Mikroskope zum Einsatz, selbst die winzige rote Samtmilbe konnte gut betrachtet werden. Die besten Bilder lieferte das besondere Mikroskop, das an den PC angeschlossen war: Die 204 Beine des Tausendfüßlers, die Haare der Raupe, die 8 Augen der Spinne, den Körper der Strauchschrecke, … alles war super gut zu erkennen.

Zur Abwechslung ging es danach noch einmal in den Wald, die Kinder bewegten sich nun als Tiere der Krautschicht und hatten die Aufgabe, ein waagerechtes und ein senkrechtes Spinnennetz zu überwinden. Frau Kümmerle erklärte die verschiedenen Bauweisen und alle Kinder gaben sich die größte Mühe, sich nicht in einem Netz zu verfangen. Das war auch gar nicht so einfach.

Zum Abschluss machte das Spiel mit einem Wollknäuel die Beziehungen der einzelnen Waldtiere untereinander deutlich. Das Wollknäuel wurde von Kind zu Kind geworfen und verband Freund mit Feind, Tiere, die zusammenleben, Tiere, die sich nicht riechen können, …

Gegen 13.00Uhr ging ein interessanter und spannender Vormittag im Wald zu Ende. Die Kinder haben dabei erfahren, welche Vielfalt die Natur bietet, wenn sie achtsam und respektvoll mit ihr umgehen. Manchen Erwachsenen scheint das immer noch schwer zu fallen, denn es fand sich auch wieder Hausmüll.

Wir danken dem Team des Ökomobils für den gelungenen Ferienstart und freuen uns auf ein Wiedersehen.

Allen Familien wünschen wir weiterhin erholsame Ferien.

Das NAJU- Team


Die NAJU entdeckt die spannende Welt der Bienen

Der erste Blick auf die Waben direkt vor Ort.

Honigbienen bestäuben rund 80% der Wild- und Nutzpflanzen und sichern somit die Vermehrung über Früchte und Samen. Auf diese Weise erhalten sie tausende Pflanzenarten und ernähren maßgeblich Tier und Mensch. Andere Insekten können mit der Bestäubungsleistung der Bienenvölker nicht mithalten.

In jedem Glas Honig steckt der Nektar von Millionen Blüten, aber wie kommt er ins Glas? Diese und viele andere Fragen wurden am Samstag, 15.07. 2017, eindrucksvoll und kindgerecht beantwortet. Herr Anton Kremer gab uns einen umfassenden Einblick in seine Arbeit als Imker, 16 interessierte Naturforscher waren mit dabei.

Zu Beginn unserer Aktion gingen wir  auf sein Wiesengrundstück, auf dem verschiedene Bienenstöcke stehen. Nach einer kurzen Einweisung öffnete er für uns den ersten Bienenstock und zeigte uns eine gut gefüllte Wabe mit überaus friedlichen Bienen. Im nächsten Stock ging es nicht so friedfertig zu, nach dem 1. Stich musste er sogar seinen Hut und seine Handschuhe anziehen. Zum Ende der Honigernte, die von Mitte Mai bis Ende Juli dauert, werden die Bienen schnell nervös. Denn sie bringen nicht mehr so viel Nektar ein und verteidigen ihre Vorräte. Den Smoker hatte Herr Kremer dieses Mal nicht dabei, um den Geschmack des Honigs nicht zu beeinflussen. Wir standen aber in sicherer Entfernung zur Flugbahn und zu den Bienenstöcken und konnten trotzdem alles gut beobachten. Herr Kremer entnahm 4 gut gefüllte Waben und mit ihnen ging es dann in seine Garage zur weiteren Verarbeitung.

Als erstes wurden die Wachsdeckel mit einem speziellen Werkzeug abgenommen, der frische Honig konnte sofort probiert werden. Köstlich! Daneben gab es auch Kostproben aus einem Honigglas, das sich schnell leerte. Alles schmeckte gleich gut. Nach dem Entdeckeln wurden die Waben in die Schleuder gestellt, die Kinder konnten sie dabei selbst in die Hand nehmen und ihr Gewicht spüren. Wussten sie, dass eine gut gefüllte Wabe bis zu 5 Gläser Honig liefert? Dann war Muskelkraft angesagt, jedes Kind durfte die Kurbel drehen und die Honigschleuder in Gang bringen.

Das Probieren durfte nicht zu kurz kommen.

Nach getaner Arbeit kam die Stärkung, Frau Kremer hatte schon jede Menge Honigbrote geschmiert und die Kinder genossen das leckere Vesper. Als dann auch das letzte Kind satt war, zeigte uns Herr Kremer einen interessanten Film über die Honigbiene, über das Leben im Bienenstock und die Honiggewinnung. Beeindruckend, wie Königin, Drohnen und Arbeiterinnen in einem Bienenvolk von bis zu 60.000 Tieren mit effizienter Aufgabenverteilung zusammenarbeiten.

Das war eine Gruppenstunde für (wirklich) alle Sinne, vor allem der Geschmackssinn kam voll und ganz auf seine Kosten. Wir danken Herrn Kremer für den interessanten Vormittag, er ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen und vermittelte sein Wissen auf ganz praktische Art und Weise. Und natürlich auch ein Dankeschön an Frau Kremer für ihre leckeren Honigbrote. Alle waren rundherum zufrieden!

Die Ferien sind nun nicht mehr weit, jetzt freuen wir uns auf einen spannenden Vormittag mit dem Ökomobil. Ansonsten wünschen wir allen eine erholsame Sommerzeit.

Das NAJU- Team


Nächste NAJU Gruppenstunde: Die spannende Welt der Bienen

Foto: Lore Breuer

Honig ist lecker und mehr als ein köstlicher Brotaufstrich.

Honig ist gesund und gilt in der Volksmedizin als Heilmittel, er wirkt antibakteriell und entzündungshemmend.

Für 500 g Honig müssen die Sammelbienen eines Volkes ungefähr 120.000 Km fliegen, das ist umgerechnet 3 Mal um die Erde.

Aber wie kommt der Honig ins Glas?

Am Samstag, 15.07.2017, finden wir eine Antwort auf diese und viele weitere spannende Fragen rund um den Honig: Herr Anton Kremer, Vorsitzender des Bezirksimkervereins Philippsburg, gibt Aufschluss über die Arbeit eines Imkers und zeigt uns seine Bienenstöcke. Im Anschluss wird er auch mit uns den Honig schleudern, leckere Kostproben sind garantiert.

Wir treffen uns um 9.30 Uhr mit den Fahrrädern neben dem Grünschnittsammelplatz, das Grundstück mit den Bienen ist in der Nähe. Anschließend geht es zum Schleudern in die Bastwaldstraße 7, dort können die Kinder um 12.00 Uhr wieder abgeholt werden.

Anmeldungen nehmen wir wie immer per Telefon oder per Mail entgegen.

Telefon: 3970411 (Lore Breuer)

Mail: mail@nabu-hambruecken.com

Im Juli nehmen wir auch am Ferienprogramm der Gemeinde Hambrücken teil.

Am Donnerstag, 27.07.2017, haben wir das Ökomobil eingeladen, teilnehmen können 24 Kinder im Alter von 5- 10 Jahren. Vielleicht sehen wir uns.

Sommerliche Grüße vom

NAJU- Team


NAJU Gruppenstunde im Projektgarten Heubühl

Die NAJU im Projektgarten Heubühl

Unsere letzte Gruppenstunde am Samstag, 03.06.2017, führte uns nach Bruchsal in den „Projektegarten Heubühl“, 14 reisefreudige Kinder waren dieses Mal mit von der Partie. Der Projektegarten ist ein gemeinnütziges Projekt, das die Natur erlebbar machen soll. Er möchte ökologisches Interesse wecken und zugleich Freiräume für Kinder und Jugendliche schaffen.

In Bruchsal öffnete uns Herr Reinhold Klein die Pforte und machte uns nach einer kurzen Einführung mit dem umfangreichen Gelände vertraut: Hütten, ein großes Tipi, Baumhäuser, ein Seilgarten, ein gigantischer Kletterbaum, eine außergewöhnliche Schaukel, …alles konnten die Kinder hier selbstständig erkunden. Sie nutzten gleich die Gelegenheit, ihre Geschicklichkeit, ihre Kraft und auch ihren Mut unter Beweis zu stellen. Entspannter ging es im Hasenstall zu, jeweils 2 Kinder hatten hier die Möglichkeit, 5 weiche Kaninchen zu beobachten, zu streicheln und zu füttern.

Ein weiteres Naturerlebnis zum Anfassen fanden die Kinder im gegenüberliegenden Heilgarten. In den verschiedenen Trocken- und Feuchtbiotopen konnten z.B.  unterschiedliche Insekten beobachtet werden, prachtvoll waren vor allem die Libellen. Mit einem Kescher fanden einige Kinder z.B.  Posthornschnecken, der Molch ließ sich leider nicht blicken. Dafür hatte Herr Klein auf einem Steinhaufen mehr Glück, hier entdeckte er eine Blindschleiche. Die Kinder richteten für sie ein Terrarium ein und durften sie auch behutsam in die Hand nehmen, was für ein Erlebnis.

Auch die Verpflegung war gesichert.

Das weitere Programm übernahm Jens, er versuchte u.a. einen der quakenden Frösche zu keschern, was aber leider nicht gelang. Gegen 11.30 Uhr machte sich bei den ersten Kindern der Hunger bemerkbar. Jetzt hieß es Holz holen, Holz hacken, Feuer machen, gleich waren die Kinder zur Stelle, um selbst Hand an zu legen. Nicht nur die Jungs konnten sehr gut mit dem Beil umgehen.

Nach kurzer Zeit brannte ein loderndes Feuer in der Feuerstelle und wenig später konnten wir gemeinsam um das Feuer versammeln. Die Kinder ließen sich Stockbrot, Rohkost und Obst genüsslich schmecken, von Jens gab es noch leckere Erdbeeren und auch ein ganzer Hefezopf zum Nachtisch wurde restlos verputzt.

Wie im Flug ging die Zeit im Heubühl zu Ende. Wir wären ja gerne noch geblieben, aber, wir kommen nächstes Jahr bestimmt wieder.

Viele Grüße

Das NAJU- Team


NAJU Gruppenstunde – An die Kescher, fertig, los!

Die NAJU Hambrücken auf Exkursion.

In unserer letzten Gruppenstunde am Samstag, 27.05.2017, stand der Lebensraum „Wasser“ im Mittelpunkt. 11 gut gelaunte „Naturforscher“ waren unserer Einladung gefolgt und pünktlich um 9.30 Uhr zum vereinbarten Treffpunkt gekommen.

Mit dem Fahrrad ging es zunächst in die Saalbachniederung, unser Ziel war die Überleitung vom Saalbach zum Wagbach: ein naturnahes, im Jahre 2010 errichtetes Bachbett, das durch verschiedene Ausbuchtungen und Strömungslenkungen die besten Voraussetzungen für unsere Exkursion bot.

Zur Einführung konnten die Kinder, die schon im vergangenen Jahr dabei waren, von ihren Erfahrungen beim Keschern erzählen und es wurden auch bestimmte Verhaltensregeln zum Schutz der Natur am Ufer und im Wasser erarbeitet.

Dann konnte es losgehen und wir suchten zunächst nach geeigneten Stellen, um unsere Kescher zu Wasser zu lassen. Das war gar nicht so einfach, denn durch die sommerlichen Temperaturen war der Uferbewuchs in den letzten Wochen erheblich gewachsen und die Sonne brannte schon um 10.00 Uhr vom Himmel. Schattige Plätzchen fanden wir zwischen den Weiden und im Laufe der Zeit entdeckten die Kinder, dass in und unter den Wasserpflanzen die meisten Lebewesen zu finden waren.

Mit Spannung wurde erwartet was im Kescher zu finden war.

Nach 2 Stunden legten wir eine Pause ein, dabei werteten wir auch unsere Funde aus: Ins Netz gegangen waren z.B. Bachflohkrebse, Stichlinge, Kleinlibellenlarven, eine Spitzschlammschnecke. Beeindruckend waren auch kleine Käfer, die mit ihrem Hinterteil zum Luft holen auftauchten. Anhand unserer Tabellen konnten wir die vorherrschende Wasserqualität bestimmen, denn Lebewesen in Gewässern sind Zeigerarten für eine bestimmte Güteklasse. Unsere Tiere bevorzugen mäßig belastetes Gewässer. Auch wurden Begriffe wie Oberflächenspannung anhand eines Wasserläufers und der Wasserkreislauf erörtert. Wir staunen immer wieder, wie gut sich die Kinder schon auskennen.

Die heißen Temperaturen setzten uns ganz schön zu und so beschlossen wir, noch einen Abstecher in den Wald zu machen. Wir hielten an dem Platz, an dem wir vor Weihnachten den Tieren etwas zum Essen abgelegt hatten. Leider war alles Gebaute durch Baumfällarbeiten komplett zerstört, die Kinder waren sichtlich enttäuscht. Aber so ist es in der Natur, nichts bleibt, wie es ist.

Sommerliche Grüße vom NAJU- Team


NAJU Gruppenstunde: Frühjahrsputz- auch in der Natur!

Die NAJU startet ihren Waldputz.

Bei schönstem Frühlingswetter fand am Samstag, 24.03.2017, unsere Gruppenstunde im März statt. 11 tatkräftige Kinder hatten sich um 9.00 Uhr eingefunden, die Natur in der Nähe von Grillhütte und Vogelpark zu reinigen. Zu Beginn erläuterten wir den Sinn unserer Aktion und sprachen auch über den Müll im Allgemeinen. Die Kinder nannten Begriffe wie Wertstofftonne, Restmüll, Recycling und wir überlegten für unsere Gruppe ganz konkret, wie man Müll vermeiden kann. Denn: „Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht.“ Wir stellten fest, dass jeder von uns einen Beitrag leisten kann, z.B. mit Butterbrotdosen und Trinkflaschen statt Plastikbeutel und „Trinkerle“, Mehrweg- statt Einwegflaschen, Akkus statt Batterien, …

Nach dieser Einführung besprachen wir die vorgesehene Route und dann konnte es losgehen. Gottseidank hatte uns die Gemeinde Greifzangen und Handschuhe zur Verfügung gestellt, denn schon zu Beginn der Strecke fanden wir viele Taschentücher und Zigarettenkippen. Außerdem sammelten wir verschiedenen Plastikmüll und 10 Bier- und Weinflaschen Wir stellten fest, dass sich der Müll entlang der Wege in Grenzen hielt, bei unserer letzten Aktion vor 2 Jahren sah es überall wesentlich schlimmer aus.

Die „wahren Schätzchen“ entdeckten wir aber im Wald: wir fanden einen Mofarahmen, eine Absperrstange, einen Farbeimer, einen alten Benzinkanister, eine Tasche, … Wir hätten sicher noch mehr gefunden, aber weiteren Müll konnten die Kinder nicht tragen. Ihr Ziel war es, alles zur Grillhütte zu bringen.

Das haben sie sich verdient !

Nach getaner Arbeit freuten sich alle über eine kleine Stärkung, an der frischen Luft schmeckte es uns noch mal so gut. Unser Einsatz hat allen Kindern Spaß gemacht und hier ein paar Kommentare der Kinder:

Vincent: „Hallo, die Kinder haben ein Mofa im Wald gefunden, das war schwer. Und bitte, schmeißt weiterhin nix mehr in den Wald!“

Marlon: „Weil wir nicht immer in den Wald gehen und für euch saubermachen.“

Emil: „Der Müll ist nicht gut für die Tiere, für den Boden, für die Umwelt, für uns alle.“

Jan: „Wir haben viele Kilos gefunden, das ist nicht gut. Bitte auch keinen Farbeimer oder Benzinkanister in den Wald schmeißen. Das ist schädlich für Tiere und Pflanzen.“

Jonas: „Wir haben ein altes Mofa gefunden, wie kommt das in den Wald?“

Stass:“ Wir wünschen uns, dass wir das nicht immer machen müssen. Bitte keinen Müll wegschmeißen!“

Wieder einmal ist einiges zusammen gekommen. Weniger wäre in diesem Falle mehr.

Nach 3 Stunden war unsere Müllsammelaktion beendet, einige waren noch soo motiviert und wären am liebsten noch einmal losgezogen. Wir danken Michelle, Lisa, Anna, Emil, Jan, Maddox, Stass, Marlon, Vincent, Louis und Jonas für die tatkräftige Unterstützung. Es wäre schön, wenn alle Erwachsenen als gutes Beispiel vorangingen und ihren Müll immer mit nach Hause nehmen und auch dort entsorgen.

Den gesammelten Müll haben die Mitarbeiter vom Bauhof gleich am Montag entsorgt, für die gute Zusammenarbeit herzlichen Dank!

Und eines können wir auch noch sagen: Wir haben den Frühling genossen, viele Blumen entdeckt, Insekten gesehen, Vögel gehört, …

Viele Grüße

Das NAJU- Team


NAJU-Gruppenstunde: Erfolgreicher Hausputz bei Meise und Fliegenschäpper

Werner Debatin mit der NAJU bei der Nistkatstenkontrolle.

Unsere 2. Gruppenstunde in diesem Jahr führte uns am vergangenen Samstag in den Wald entlang der Saalbachniederung. 13 tatkräftige Kinder waren unserer Einladung gefolgt, die Nistkästen vom NABU Hambrücken zu reinigen.

Gleich zu Beginn gingen wir auf den Sinn dieser Putzaktion ein und vor allem Mark  konnte hier sein umfangreiches Wissen einbringen. Nach einer kurzen Einführung öffnete Werner Debatin den 1.Nistkasten und zeigte uns anhand des Nistmaterials, wer hier im vergangenen Jahr gebrütet hatte. Aufgrund des hohen Haaranteils schloss er auf eine Blaumeise, in den folgenden Kästen deuteten die Nester auf eine Kohlmeisenbrut hin. In der Nähe unseres Nistkastens entdeckten wir einige Fledermauskästen, auch hier erklärte uns Werner ihre Bedeutung für die heimischen Fledermäuse.

Dann ging es weiter und jedes Kind hatte die Möglichkeit, auch bei den folgenden Nistkästen das gebaute Nest heraus zu holen. Hauptsächlich fanden wir die Nester von Kohlmeisen, über 2 Nester freute sich Werner ganz besonders. Sie unterschieden sich deutlich von den vorhergehenden, das grobe Nistmaterial stammte von Fliegenschnäppern. Ebenso interessant war der Inhalt von einem weiteren Kasten, hier hatten sich sowohl die Blaumeise als auch die Kohlmeise ein Nest gebaut.

In 2 weiteren Kästen fanden wir einige unversehrte Eier von Kohlmeisen, wir überlegten gemeinsam, warum es hier nicht zu einer erfolgreichen Brut kam und Werner erklärte uns mögliche Gründe. Uns fiel z.B. das beschädigte Einflugloch auf,  vermutlich verursacht von Spechten oder Eichhörnchen. Weitere Spechtspuren bemerkten wir an Baumstümpfen oder Totholzstämmen, hier waren wohl Schwarzspechte auf Nahrungssuche.

In den Kästen fanden sich überwiegend Spuren von Meisen, aber auch von Fliegenschäppern.

Manche informierten sich noch etwas genauer über die Nistkastenbewohner.

Den „schlimmsten“ Fund machten wir an einem vom Sturm abgebrochenen Baumstamm. Unter ihm lag der Nistkasten, mit dem Einflugloch im Boden. Im Nistkasten befand sich eine tote Kohlmeise, dieser Winterunterschlupf wurde ihr wohl zum Verhängnis. Nach eingehender Betrachtung wurde sie von den Kindern begraben und mit einem „Vater unser“ bedacht. Jetzt hat sie ihren Frieden.

Die Zeit verging „wie im Flug“ und für die Kinder ging eine interessante Gruppenstunde zu Ende. Dank Werner haben wir viel über die heimische Vogelwelt gelernt und erfahren, dass Naturschutz auch mit einfachen Mitteln erfolgreich umgesetzt werden kann. Alle Nistkästen werden jedes Jahr gut angenommen.

Die nächste Gruppenstunde im März gibt wieder Anlass zum Feiern: Die NAJU Hambrücken wird 3 Jahre alt. Die Kinder haben schon einige Ideen geäußert, das genaue Programm geben wir rechtzeitig bekannt. Jetzt wünschen wir allen eine närrische Fasenacht und erholsame Ferien. HELAU!

Das NAJU- Team


Es ist wieder Hausputz angesagt! – Nächste NAJU Gruppenstunde am 18.02.2017

Einer der von der NAJU betreuten Nistkästen.

In unserer 2. Gruppenstunde am Samstag, 18.02.2017, steht wieder der aktive Naturschutz im Mittelpunkt:  Im Einsatz für die heimische Vogelwelt reinigen wir mit Werner Debatin einen Teil der rund 80 Nistkästen, die im Wald entlang der Saalbachniederung vom NABU Hambrücken aufgehängt wurden. Bei einer jährlichen Nistkastenkontrolle werden sie von Mitgliedern des NABU auch gereinigt, instandgehalten und bei Bedarf erneuert.

Das Anbringen von Nistkästen zählt in unserer NABU- Gruppe zum festen Bestandteil unserer Naturschutzarbeit vor Ort. Wir bieten insektenvertilgenden Vögeln einen Hohlraum zur Brut und zur Aufzucht ihrer Jungtiere, im Winter können die Nistkästen auch als Übernachtungsmöglichkeit von anderen Tieren genutzt werden.

Wir freuen uns, dass wir Herrn Debatin an diesem Vormittag begleiten können, denn als Vogelexperte kann er uns sicher viel Interessantes über die ehemaligen „Bewohner“ und deren Lebensweise erzählen.

Und das haben wir geplant: Wir treffen uns mit den Fahrrädern um 9.30 Uhr hinter der Eisenbahnbrücke (hinter dem Hundeplatz) und fahren dann in den nahgelegenen Wald. Um 12.30Uhr sind wir wieder zurück, zwischendurch legen wir eine kurze Vesperpause ein.

Wir freuen uns über alle, die mithelfen möchten, eine kurze Anmeldung wie immer per Mail oder per Telefon:

Mail: mail@nabu-hambruecken.com

Telefon: 07255/3970411(Lore Breuer)

Viele  Grüße und bis bald

Das NAJU- Team


NAJU Hambrücken im Reptilium in Landau

Impressionen aus dem Reptilium Landau

Unsere 1. Gruppenstunde im neuen Jahr führte uns ins Reptilium nach Landau, einem Terrarien- und Wüstenzoo mit über 1.000 Tieren. Eingeladen waren alle Kinder, die unsere Gruppenstunden besuchen und mit uns gemeinsam die Natur erkunden.

Wie schon berichtet haben wir im vergangenen Jahr den Kreisumweltschutzpreis gewonnen, mit diesem Ausflug wollten auch wir den Kindern der NAJU Hambrücken etwas Gutes tun. Ihr Wunsch war es, nach Landau zu fahren. Und Dank gut funktionierender Fahrgemeinschaften konnten 19 Kinder am Ausflug teilnehmen.

Um 10.00 Uhr begann mit dem Tierpfleger Tim eine interessante und abwechslungsreiche Führung:

Wir starteten bei den Piranhas, die zu unserer Verwunderung Bananen dem Fleisch vorziehen und sich im Schwarm wiedererkennen. Weiter ging es zu den Spaltenschildkröten, die mittlerweile vom Aussterben bedroht sind und besondere Abwehrmechanismen entwickelt haben, um sich zu schützen. Diesen Schildkröten hatte es aber nichts genützt. Das Reptilium erhält oft Tiere, die geschmuggelt und vom Zoll beschlagnahmt  werden. Diese Tiere gehörten zu 375 Schildkröten, die in einem Koffer entdeckt wurden.

Als nächstes Tier konnten die Kids ein Jemenchamäleon aus nächster Nähe betrachten. Wir lernten hier, dass die Färbung nicht zur Tarnung, sondern als Ausdruck von Stimmungen gezeigt wird.

Das 1.Tier zum Berühren war ein Blauzungenskink aus der Australienanlage, die meisten Kinder nahmen die Gelegenheit war und streichelten nach vorheriger Desinfektion ganz behutsam seinen Rücken.

Wir sahen eine Königskobra, die in einem Koffer aus Indien kam, eine Schnappschildkröte, die auf einem Spielplatz in Kaiserslautern aufgegriffen wurde. Und 2 Alligatoren, die von einem Schausteller nicht artgerecht gehalten wurden und ihr Maul nicht weit genug zum Fressen öffnen konnten. Alles Beispiele für eine tierunwürdige Behandlung und Haltung, es ist nicht zu fassen, wie manche Menschen mit Tieren umgehen.

Bei den Köhlerschildkröten machte Tim wieder das Terrarium auf und die Kinder konnten die munteren Landschildkröten berühren.

Nicht zum Streicheln waren aber die beiden Tigerpythons, auch hier erzählte uns Tim von seiner nicht immer ungefährlichen Arbeit als Tierpfleger. Bisswunden gehören leider auch dazu.

Zum Abschluss der Führung präsentierte uns Tim den Kapwaran Fred, der das Anfassen  „brav“ über sich ergehen ließ und eine kleine Würgeschlange, die  friedlich stillhielt.

Der Kapwaran „Fred“ inmitten der NAJU

Nach fast 2 Stunden ging eine außergewöhnliche  Führung zu Ende. Wir alle waren begeistert von dem kurzweiligen, praxisnahen Programm. Tim ging vorbildlich auf unsere Gruppe ein. Ein großes Lob auch an die Kinder, die mit Interesse, einem breitgefächerten Fachwissen und großer Ausdauer bei der Sache waren.

Nach einer ausgiebigen Stärkung  hatte jeder noch einmal Zeit, sich selbstständig die Tiere anzuschauen. Um 13.00 Uhr ging es wieder zurück in die Heimat. Vielen Dank an die Fahrer, die sich an diesem Vormittag für uns die Zeit genommen hatten.

In der nächsten Gruppenstunde stehen unsere heimischen Tiere wieder im Vordergrund, wir begleiten Werner Debatin bei der Nistkastenreinigung. Näheres geben wir rechtzeitig bekannt.

Bis dahin viele Grüße

Das NAJU- Team


Weihnachten auch für Tiere

Die NAJU Gruppe Hambrücken mit der Urkunde des Kreisumweltschutzpreises

In unserer letzten Gruppenstunde am Samstag, den 17.12.2016, stand eine ganz besondere Aktion auf dem Programm. 14 junge Naturforscher hatten sich am Nachmittag eingefunden, um den heimischen Tieren im Wald ein besonderes Geschenk zu machen. Die Idee dazu kam den Kindern bei einer Gruppenstunde im Oktober, als sie gemeinsam die „Tierrettungstation“ aus Stöcken, Rinden, Moos und alten Vogelhäuschen errichteten. Es entstanden dabei verschiedene Unterschlupfmöglichkeiten für Vögel, Mäuse, vielleicht auch Hasen, … Zunächst ging es mit dem Fahrrad und reichlich Gepäck in den Wald bis zu dem bekannten Platz. Dort legten alle Kinder zu Beginn ihre mitgebrachten „Schätze“ in die Mitte und wir überlegten, welche Strategien unsere heimischen Tiere entwickelt haben, um über den Winter zu kommen. Wir stellten die Unterschiede heraus zwischen Winterruhe, Winterschlaf, Winterstarre und nannten die entsprechenden Tiere. Dabei konnten wir gemeinsam feststellen, dass nicht alle Tiere so passiv auf die fallenden Temperaturen im Winter reagieren. Die Kinder nannten winteraktive Tiere wie Vögel und Hasen, Rehe, Füchse und Wildschweine, die sich auch im Winter über ein zusätzliches Nahrungsangebot freuen. Und das verteilten wir anschließend in unserer „Tierrettungsstation“:
Eicheln, Kastanien, Äpfel, Karotten, Kartoffeln, Heu, Sonnenblumen, Beeren, Nüsse und Vogelfutter wurden durchgebohrt, aufgefädelt, gebündelt, in eine selbstgebaute Futterkrippe verteilt, mit Rinde vor Regen geschützt. Dabei musste natürlich so manches auch von den Kindern probiert werden, was den Kindern schmeckt ist auch für die Tiere gut. Mal sehen, welche Tiere den reich gedeckten Gabentisch annehmen. Vielleicht ist in den Ferien Zeit, einmal nachzuschauen.

Die Weihnachtstafel für die Tiere des Waldes.

Es blieb auch noch Zeit, die nähere Umgebung zu erkunden, dabei entdeckten wir aufgewühlte Erde, vermutlich von Wildschweinen, flache Stellen im hohen Gras, vielleicht Schlafplätze, hörten Meisen, einen Eichelhäher und Rabenkrähen.
Als dann die Dämmerung einsetzte, packten wir unsere Siebensachen und fuhren zur Grillhütte. Das wärmende Feuer war schon von Weitem zu sehen und tat allen richtig gut. Jeder bereitete sich sogleich sein Stockbrot zu und den Kindern schmeckte es wie immer hervorragend. Wir kamen gar nicht mit dem Teig schneiden nach. Dazu gab es noch selbst gemachten Kinderpunsch und allerlei Weihnachtsplätzchen, die die Kinder beigesteuert hatten.
Mit einer stimmungsvollen Gruppenstunde ließen wir ein interessantes „NAJU- Jahr“ ausklingen, manche konnten sich von dem wärmenden Feuer gar nicht trennen.
Für die nächste Gruppenstunde im Januar haben wir etwas Besonderes geplant:
Wie schon berichtet haben wir in diesem Monat den Kreisumweltschutzpreis für unsere NAJU- Gruppe erhalten. Auch die Kinder haben sich darüber riesig gefreut. Das Preisgeld investieren wir nachhaltig in die Saalbachniederung, den Kindern möchten wir einen Ausflug ins „Reptilium“ nach Landau schenken. Nähere Informationen geben wir im nächsten Mitteilungsblatt bekannt.
Nun wünschen wir allen Kindern und Familien ein fröhliches Weihnachtsfest, einen guten Start ins neue Jahr und erholsame Ferien. Wir freuen uns auf weitere spannende Gruppenstunden im neuen Jahr
Das NAJU- Team