Unser Verein

alle Informationen rund um die NABU Gruppe Hambrücken


Neue Infotafeln für Besucher der Saalbachniederung

Hans-Otto Gässler (NABU Kreisvorsitzender), Dr. Katrin Fritzsch (Projekt Lebensader Oberrhein), Franz Debatin, Manfred Debatin (NABU Hambrücken) bei der Einweihung der neuen Tafeln.

Im Jahr 2004 enthüllte Willi Stächele, damals Baden-Württembergs Minister für Ernährung und Ländlicher Raum, in der Saalbachniederung zwei Infotafeln. Jeweils am Heuweg und vor dem Feuchtgebiet am Saalbach wurde seither auf den Tafeln die große Bedeutung der weiträumigen Wiesenlandschaft für den Naturschutz erläutert und auf das Engagement des NABU hingewiesen. Vor kurzem wurden an gleicher Stelle neue Tafeln angebracht. „Willkommen im Hotspot der biologischen Vielfalt“. So werden Spaziergänger und Radfahrer jetzt begrüßt, welche sich an den Tafeln über das Projekt Lebensader Oberrhein informieren. Beim Austausch der Tafeln waren Dr. Katrin Fritzsch als Projektleiterin Baden-Württemberg und Hans-Otto Gässler als Vorsitzender des NABU Kreisverbandes Karlsruhe zugegen. Deutschlandweit gibt es 30 „Hotspots der biologischen Vielfalt“, Regionen mit einem besonderen Reichtum charakteristischer Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten. Mitten in einer dieser Regionen befindet sich der Hotspot „Nördliche Oberrheinebene mit Hardplatten“, wozu auch die Saalbachniederung gehört. Dort wurde im Dezember 2016 auf Flächen des NABU eine große Maßnahme zur Erweiterung der Flachgewässer umgesetzt.
Hintergrund : Projekt „Lebensader Oberrhein-Naturvielfalt von nass bis trocken“:

Infotafel am Eingang zu den Saalbachwiesen.

Das Projekt „Lebensader Oberrhein-Naturvielfalt von nass bis trocken“ wurde im Oktober 2013 gestartet und läuft bis September 2019. Drei Bundesländer (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen) haben Anteil am Projektgebiet im Biodiversitäts-„Hotspot“ am nördlichen Oberrhein. Zur Umsetzung der Naturschutzmaßnahmen haben sich die NABU-Landesverbände Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg zusammengeschlossen. Das Projektvolumen beträgt insgesamt rund fünf Millionen Euro. Das Projekt wird durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert. Die Ausgaben werden zu 75 Prozent vom BUMB über das „Bundesprogramm Biologische Vielfalt“ und zu 15 Prozent von den Umweltministerien in Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg getragen. Zehn Prozent der Kosten übernimmt der NABU selbst.
Weitere Informationen: www.lebensader-oberrhein.de


Sparkasse Kraichgau unterstützt das NABU Projekt „Saalbachniederung“ mit einer Spende

Im Rahmen der Ausstellung überreichte Sparkassenvorstand Thomas Geiß ( links) eine
Spende an den Vorsitzenden Franz Debatin (rechts) . Auch Projektleiterin Dr . Katrin Fritzsch vom NABU Baden-Württemberg dankte der
Sparkasse Kraichgau für die Unterstützung.

Neues über die Naturvielfalt vor der Haustür erfahren – das konnten Besucherinnen und Besucher der Info-Ausstellung des NABU „Lebensader Oberrhein – Naturvielfalt von nass bis trocken“ in der Sparkasse Kraichgau in Bruchsal. Das nördliche Oberrheingebiet zwischen Bingen in Rheinland-Pfalz und Bühl in Baden-Württemberg gehört zu den 30 „Hotspots“ der biologischen Vielfalt in Deutschland, die sich durch ihre besondere Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten auszeichnen. Auf einer Fläche von über 2.200 Quadratkilometern findet man einen außergewöhnlichen Reichtum an Lebensräumen.
Inmitten des länderübergreifenden Projekts „Lebensader Oberrhein“ liegt vor den Toren Bruchsals das Schutzgebiet Saalbachniederung. Die Maßnahmen knüpfen an die
erfolgreiche Arbeit der NABU-Ortsgruppe Hambrücken an, die sich mit ihrem Vorsitzenden Franz Debatin bereits seit 1985 für die Artenvielfalt in der Saalbachniederung einsetzt. Mit ihren gut 500 Hektar zählt die Saalbachniederung zu den fünf größten Wiesengebieten in Baden-Württemberg. Viele seltene Vogelarten rasten hier auf ihrem Zug und können vor dem Weiterflug Nahrung aufnehmen, andere nutzen sie als Überwinterungsgebiet. Insekten oder Amphibien sowie Feuchtwiesenpflanzen wie der Kantige Lauch profitieren ebenfalls von den Naturschutzmaßnahmen zur Wiedervernässung.
Bereits seit vielen Jahren unterstützt die Sparkasse Kraichgau das nachhaltige Engagement der NABU-Ortsgruppe Hambrücken und hat jetzt anlässlich der Ausstellungseröffnung erneut eine Spende in Höhe von 1.000 Euro überreicht.

„Die Anstrengungen für den Erhalt dieser einzigartigen Naturlandschaft in unserer Region sind bemerkenswert. Durch hohen persönlichen Einsatz wurde aus zunächst nur wenigen Hektar intakter Natur etwas Einmaliges geschaffen. Dieses Engagement wollen wir durch unsere Spende weiter unterstützen“, sagte Thomas Geiß, Vorstandsmitglied der Sparkasse Kraichgau.
Nachhaltigkeit spiele auch für die in der Region verwurzelte Sparkasse Kraichgau eine wichtige Rolle. „Wir fühlen uns für die Menschen der Region ebenso verantwortlich wie für die Umgebung, in der wir leben.“
Franz Debatin bedankte sich für die erneute Unterstützung durch die Sparkasse: „Wir setzen uns seit über 30 Jahren dafür ein, diese wertvolle Wiesenlandschaft wiederherzustellen, zu erhalten und zu entwickeln. Dass wir damit erfolgreich sind, verdanken wir nicht zuletzt
unseren vielen Unterstützerinnen und Unterstützern.“
Auch Dr. Katrin Fritzsch, Projektleiterin beim NABU Baden-Württemberg freute sich über das Engagement der Sparkasse: „Damit Naturschutz nachhaltig funktioniert, braucht es die Menschen vor Ort. Wir sind sehr froh, dass die Sparkasse Kraichgau das Projekt „Lebensader Oberrhein“ unterstützt und unsere Info-Ausstellung in ihren Räumen zeigt. “
„Lebensader Oberrhein – Naturvielfalt von nass bis trocken“ ist ein Verbundprojekt der beiden NABU-Landesverbände Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, gefördert im Rahmen des „Bundesprogrammes Biologische Vielfalt“.

Weitere Informationen: www.lebensader-oberrhein.de


Reinigung Krötengraben in Zusammenarbeit von NABU und Gemeinde Hambrücken

Mitglieder des NABU nach ihrem Einsatz zur Reinigung des Krötengrabens.

Schon seit Jahren war dem NABU Hambrücken bekannt, dass der frühere Krötengraben im Gewann Bastwiesen vor Jahrzehnten mit allerlei Müll zugeschüttet wurde. Jetzt ging ein lang gehegter Wunsch unseres Vereins in Erfüllung. In Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung, dem Landratsamt Karlsruhe und dem NABU wurde vor kurzem der komplette Müll durch den Gemeindebauhof mit Hilfe eines Baggers aus dem Graben entfernt. Dies war der letzte Schritt bei der Wiederherstellung/Renaturierung dieses Schilfgürtels in den Hambrücker Bastwiesen. Bereits in den Vorjahren wurden im Rahmen von zwei Arbeitseinstätzen in Zusammenarbeit mit der BEQUA des Landratsamtes der bestehende Schilfgürtel zum Graben hin wieder freigstellt, so dass Graben und Schilf sich wieder entwickeln können.

Bei der nun abschließenden Aktion im Bereich des Grabens sind enorme Mengen an Steinen, Ziegeln, Kunstoffsäcken, Reifen, Glasflaschen, Dämmstoffen und Eternit angefallen, welche nach Abschluss der Arbeiten durch den Gemeindebauhof noch aufwendig sortiert werden mussten.
Der NABU Hambrücken war bei der Freilegung des Grabens  im Schilfgürtel behilflich und hat nach dem Ausbaggern die noch sichtbaren Müllreste eingesammelt, diese wurden dann vom Gemeindebauhof ebenfalls abtransportiert. Wir bedanken uns beim Bauhofleiter Rheinhard Notheisen recht herzlich für die gute Zusammenarbeit bei der Durchführung der Arbeiten.

Unsere Landschaft ist keine Müllkippe, wir appelieren an alle Bürger dafür Sorge zu tragen, dass sich eine derartige Umweltverschmutzung nicht wiederholt.


Rückblick 2016

Im Jahr 2016 konnten weitere 2,5 ha Wiesenflächen in der Saalbachniederung für den Naturschutz gesichert werden. Darunter befand sich auch ein ehemaliges Freizeitgrundstück, das von unserem Verein renaturiert wurde.

Die Natur dankt uns unseren Einsatz durch Erstnachweise in der Saalbachniederung, die die Bedeutung des Gebietes weiter unterstreichen. Es konnten z.B. Säbelschnäbler, Sandregenpfeifer, Zwergdommel, Alpenstrandläufer und Sichelstrandläufer in den Feuchtflächen beobachtet werden. Darüber hinaus balzten über drei Wochen Wachtelkönige in den Wiesen und wir konnten wiederum eine erfolgreiche Brut des Drosselrohrsängers nachweisen. Auch unser Storchenpaar war wiederum erfolgreich.

Unser Verein und das Naturschutzprojekt wurde von zahlreichen Spendern unterstützt, bei denen wir uns ganz herzlich bedanken. Im letzten Jahr erhielten wir u.a. eine Spende der LNV-Stiftung und konnten beim dm-Wettbewerb „Helfer-Herzen“ einen Preis erhalten.

Mehrere Arbeitseinsätze wurden von unserem Verein durchgeführt zur Pflege der vereinseigenen Flächen mit Streuobstbestand und zum Amphibienschutz im Frühjar. Hier wurden mit Hilfe zahlreicher hochmotivierter Helfer 1300 Erdkröten auf der Hinwanderung und ca. 900 auf der Rückwanderung gezählt.

Ein wichtiger Teil des Enagements unseres Vereins besteht auch in den regelmäßigen Treffen der NAJU-Kindergruppe, die das Ganze Jahr über versucht den Wert der Natur bereits den Kleinsten spielerisch zu vermitteln. 2016 konnte die NAJU dafür den 3. Platz beim Kreisumweltschutzpreis erzielen.


Schaffung neuer Flachgewässer in der Saalbachniederung

„Lebensader Oberrhein“ wertet wertvolle Wiesenlandschaft weiter auf

Neue Flachgewässer in der Saalbachniederung

In der Saalbachniederung fanden im Dezember Bauarbeiten im Zeichen des Naturschutzes statt. Im Rahmen des länderübergreifenden Projekts „Lebensader Oberrhein – Naturvielfalt von nass bis trocken“ entstand neuer Lebensraum für gefährdete Arten. „Dazu vergrößerten wir eine bereits vorhandene Flachwasserzone und legten zusätzlich eine weitere an“, berichtet Michael Hug vom Bühler Institut für Landschaftsökologie und Naturschutz, der die Arbeiten betreute. Führt der Saalbach viel Wasser, überflutet er die neu geschaffenen Flächen. Solche Bereiche brauchen viele Vogelarten als Brut-, Rast- und Nahrungsflächen.

Baggerarbeiten in der Saalbachniederung

Die Saalbachniederung liegt mitten in einem von bundesweit 30 „Hotspots“, die sich durch ihre besondere Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensräumen auszeichnen. Viele seltene Vogelarten wie Grünschenkel oder Bekassine rasten hier auf dem Zug und können vor ihrem Weiterflug Nahrung aufnehmen, andere nutzen sie als Überwinterungsgebiet. Insekten oder Amphibien sowie Feuchtwiesenpflanzen wie der Kantige Lauch profitieren ebenfalls von den Naturschutzmaßnahmen zur Wiedervernässung.

„Bitte nehmen Sie Rücksicht und helfen Sie mit, die einzigartige Natur hier in der Saalbachniederung zu schützen“, ist deshalb der eindringliche Appell von Gebietsexperte Franz Debatin (NABU Hambrücken). Er setzt sich mit dem NABU Hambrücken bereits seit 1985 dafür ein, die Wiesenlandschaft in der Saalbachniederung wiederherzustellen, zu erhalten und zu entwickeln. An diese erfolgreiche Arbeit knüpfen die Maßnahmen im Rahmen des Projekts an.

Weitere Informationen über das Projekt „Lebensader Oberrhein“ finden Sie hier.


NABU Hambrücken renaturiert ehemalige Freizeitgrundstücke in der Saalbachniederung

Mitglieder der NABU Gruppe Hambrücken im Einsatz für die Natur.

Mitglieder der NABU Gruppe Hambrücken im Einsatz für die Natur.

Kein Zweifel, es ist ein besonders schönes Stück Fleckchen Erde dort draußen in der Saalbachniederung. Durch die extensive Nutzung des großflächigen Wiesengebietes nimmt die Artenvielfalt zu und auch das inzwischen wieder nahezu unbeeinträchtigte Landschaftsbild besitzt im dicht besiedelten Nordbaden ein Alleinstellungsmerkmal. Maßgeblich hierzu beigetragen hat der NABU Hambrücken, der seit seiner Gründungsversammlung im Jahr 1993 keine Kosten und Mühen scheut, um in der Saalbachniederung ein Rückzugsgebiet für gefährdete Wiesenvögel wie z.B. Feldlerche, Grauammer, Wachtel und Schafstelze zu schaffen. Diese Bodenbrüter benötigen offene und ungestörte Lebensräume. Um ihnen zu helfen, hat unser Verein in der Saalbachniederung im Laufe der Jahre zahlreiche Freizeitgrundstücke erworben, um sie anschließend zu renaturieren. Vor wenigen Wochen hat der NABU Hambrücken in Absprache mit dem Landratsamt Karlsruhe damit begonnen, auf zwei weiteren Grundstücken links des Saalbaches all das zu entfernen, was in einem rechtskräftig ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiet, Fauna – Flora – Habitat und Vogelschutzgebiet nichts verloren hat. Nachdem eine von unserem Verein beauftragte Firma zunächst eine Betonplatte und Streifenfundamente beseitigte, wurden von unseren Mitgliedern in mehreren Arbeitseinsätzen allein über drei Tonnen Betonsteine, zusätzlich Stahlpfosten, Zäune, Verschläge und sonstiger Unrat entsorgt. Als nächstes werden die nicht einheimischen Thujagehölze entfernt, anschließend das Grundstück eingeebnet. Im Frühjahr erfolgt dann noch die Einsaat mit einer geeigneten Wiesensamenmischung. Dann wird nichts mehr auf eine jahrzehntelange Beeinträchtigung des Landschaftsbildes hindeuten und der NABU Hambrücken hat eine weitere Chance genutzt, das Naturschutzprojekt Saalbachniederung aufzuwerten.

Wir danken allen Helfern unseres Vereins recht herzlich für ihren Einsatz bei der Renaturierung der beiden Grundstücke.


NABU Baden-Württemberg mit neuem Landesvorsitzenden

Vertreter der NABU Gruppe Hambrücken, sowie weiterer Gruppen im Kreis Karslruhe mit dem Bundesvorsitzenden Olaf Tschimpke und dem neu gewählten Landesvorsitzenden Johannes Enssle.

Vertreter der NABU Gruppe Hambrücken, sowie weiterer Gruppen im Kreis Karslruhe mit dem Bundesvorsitzenden Olaf Tschimpke und dem neu gewählten Landesvorsitzenden Johannes Enssle.

Am 19. November fand in Stuttgart die NABU – Landesvertreterversammlung (LVV) des NABU Baden-Württemberg statt. Sie stand ganz im Zeichen des Wechsels an der Landesspitze, nachdem der bisherige Vorsitzende Andre Baumann als Staatssekretär in die Politik gewechselt war. Die Delegierten der knapp 250 NABU – Gruppen in Baden – Württemberg wählten Johannes Enssle zu seinem Nachfolger. „Ich freue mich sehr über das Mandat und bedanke mich für das große Vertrauen, das die NABU-Delegierten in mich setzen“, sagte Enssle nach der Wahl. „Gemeinsam mit der großen NABU-Familie werde ich mit voller Kraft den erfolgreichen Weg meines Vorgängers Andre Baumann fortführen und weiter für die zentralen Ziele des NABU kämpfen: für mehr lebendige Vielfalt in Wäldern und Mooren, auf Äckern, Wiesen und Weiden. Für eine naturverträgliche Energiewende, für das europäische Naturschutzprogramm Natura 2000 und für ein Baden-Württemberg, in dem der Naturschutz einen hohen Stellenwert hat.“Weitere Schwerpunktthemen der LVV betrafen die Nutzung der Windkraft und die Neuausrichtung der EU – Agrarpolitik.Trotz zahlreicher Lippenbekenntnisse seitens der Politik ist es bisher nicht gelungen, das dramatische Artensterben in Deutschland und Europa aufzuhalten. Waren es zunächst hauptsächlich die Vögel, welche auf die immer intensivere Landnutzung mit empfindlichen Bestandseinbußen reagierten, so nehmen inzwischen auch Bienen und Schmetterlinge in besorgniserregender Weise ab. Mehr denn je ist es erforderlich, dass sich
Menschen vor Ort aktiv für den Erhalt unserer Natur einsetzen. Positiv aufgenommen wurde von den Delegierten der LVV die Nachricht, dass der NABU als kompetenter Umweltverband in Baden – Württemberg mitlerweile über 90000 Mitglieder hat, Tendenz steigend.

Die NABU-Gruppe Hambrücken gratuliert dem neuen Landesvorsitzenden Johannes Enssle zu seiner Wahl und wünscht Ihm viel Erfolg in seiner neuen Aufgabe.


NABU Hambrücken und Erdgas Südwest – Unterwegs für die westliche Dornschrecke

Viel Spaß hatten die Vertreter des NABU Hambrücken und die Mitarbeiter von Erdgas Südwest.

Viel Spaß hatten die Vertreter des NABU Hambrücken und die Mitarbeiter von Erdgas Südwest.

Mit Heckenschere und Astgabel gingen am Freitag, den 21.10.2016 Mitglieder der NABU Ortsgruppe Hambrücken und Mitarbeiter der Erdgas Südwest an die Arbeit, um für die kleinste Heuschrecke Deutschlands ein Stückchen Lebensraum zu erhalten.

In der Renaturierungszone der Karlsdorfer Rheinsandkieswerke lebt die westliche Dornschrecke. Diese 7 bis 10 Millimeter große Heuschreckenart bevorzugt offene und feuchte Lebensräume und hat hier in direkter Nachbarschaft zur Saalbachniederung Ihr Zuhause gefunden. Um ihren Lebensraum zu erhalten, muss dort jährlich das Gehölz gepflegt und zurückgeschnitten werden. Im Auftrag des Landratsamts Karlsruhe übernahm die NABU-Gruppe Hambrücken dies nun schon zum sechsten Mal. Mitarbeiter der Erdgas Südwest unterstützten tatkräftig dabei. „Es macht viel Spaß und man lernt auch immer noch etwas über die Natur dazu“, sagt Denise Baumann, Mitarbeiterin der Erdgas Südwest und Leiterin der unternehmensinternen Initiative „ProNatur“. Franz Debatin, Vorsitzender der NABU-Gruppe Hambrücken begeistert die seit Jahren bestehende Kooperation: „Einmal im Jahr machen wir eine gemeinsame Aktion, bei der Biodiversität und Umweltbildung im Fokus stehen.“ Und so kann sich dieses Jahr die kleinste Heuschrecke Deutschland freuen.


NABU Hambrücken ist regionaler Preisträger bei „Helfer Herzen“ dem dm-Preis für Engagement

websticker_hehe_2Wie vielfältig sich ehrenamtliches Engagement im Landkreis Karlsruhe zeigt, kann die aus 16 lokalen Persönlichkeiten bestehende Jury von „HelferHerzen – der dm-Preis für Engagement“ nun umfassend beantworten: 22 Ehrenamtliche zeichnen die Jurymitglieder mit dem dm-Preis für Engagement aus. „Jeden Tag sehen wir aufs Neue, dass unsere Welt voller Hilfsbedürftigkeit ist. Mit der Initiative wollen wir aufzeigen und wertschätzen, wie viele helfende Herzen und Hände um uns herum bereits aktiv sind und sich für die Belange anderer einsetzen – und das neben ihren eigenen alltäglichen Verpflichtungen“, sagt der dm-Gebietsverantwortliche Klaus Vogelbacher. Die Auswahl aus insgesamt 138 Anmeldungen fiel der Jury nicht leicht, in der unter anderem auch Karlsruhes ehemaliger Erster Bürgermeister Harald Denecken mitwirkte. „Wir freuen uns darüber, dass im Landkreis Karlsruhe so viele Ehrenamtliche aktiv sind“, sagt er. „Auch wenn wir uns nicht bei jedem Einzelnen erkenntlich
zeigen können, möchten wir uns ganz herzlich bei allen bedanken, die sich angemeldet haben.“ Neben der eigens für die Initiative entworfenen HelferHerzen-Skulptur erhalten die Preisträger eine Zuwendung von je 1.000 Euro.

Mit der Bekanntgabe der Preisträger endet die mehrwöchige Entscheidungsphase für mehr als 600 Juroren in bundesweit 127 Regionen. Rund 10.000 Anmeldungen gingen dieses Jahr für den dm-Preis ein – und damit eindeutig mehr als in der ersten Runde von HelferHerzen im Sommer 2014. Vertreter der Kooperationspartner von dm sichteten die Anmeldungen vorab, um den ehrenamtlich arbeitenden Juroren die Auswahl zu erleichtern. Gemeinsam mit seinen Partnern Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU), Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e. V. und Deutsche UNESCO-Kommission e. V. übergibt dmdrogeriemarkt die Auszeichnung diesen Sommer bereits zum zweiten Mal. „Wir möchten mit dem Preis eine Kultur der Anerkennung für gesellschaftliches Engagement fördern und etablieren“, sagt Erich Harsch, Vorsitzender der Geschäftsführung von dm-drogerie markt. Nachbarschaftliche Hilfe trägt am besten auf lokaler Ebene Früchte. Es ist wichtig, dass die Jury die jeweiligen Gegebenheiten in der Region genau kennt. Daher sind Personen des öffentlichen Lebens wie Bürgermeister oder Pfarrer im Austausch mit den dm-Gebietsverantwortlichen und den örtlichen Vertretern der Kooperationspartner von dm-drogeriemarkt.

Die NABU Gruppe Hambrücken freut sich darüber, dass sie mit Ihrer Bewerbung die Jury überzeugen konnte. Das Preisgeld wird zu 100% in die weitere Entwicklung des Naturschutzprojektes „Saalbachniederung“ fließen.


Streuobsternte beim NABU Hambrücken

Helfer des NABU Hambrücken bei einem der ersten Erntetermine in diesem Jahr.

Helfer des NABU Hambrücken bei einem der ersten Erntetermine in diesem Jahr.

Ende September / Anfang Oktober ist Erntezeit beim NABU Hambrücken. Nachdem Anfang des Jahres erstmals ein professioneller Schnittkurs auf einer der NABU-Streuobstflächen stattfand und somit den Bäumen ideale Voraussetzungen für die Saison gegeben waren, sollte in diesem Jahr einer guten Ernte nichts mehr im Wege stehen.

Die ersten Erntetermine hatten noch Potential.

Die ersten Erntetermine hatten noch Potential.

Die NABU Streuobstflächen wurden in diesem Jahr erstmals als Vertragsflächen in die Streuobstinitiative des Landkreises Karlsruhe (streuobstinitiative.de) aufgenommen. In diesem Zusammenhang unterliegen sie speziellen Vorgaben hinsichtlich der Flächenpflege, die von unserem Verein beachtet und im Rahmen von Begehung auf kontrolliert wurden. Wir danken in diesem Zusammenhang ganz ausdrücklich unserem Mitglied Kathrin Baumgärtner, die uns bei diesem Verfahren tatkräftig unterstützt. Durch den Beitritt zur Streuobstinitiative hat unser Verein zum Einen die Möglichkeit dazu beizutragen hochwertigen Apfelsaft in der Region zu produzieren und zum Anderen die Option höhere Erträge aus den geernteten Äpfeln zu erzielen.

An den nächsten Wochenenden werden nun wiederholt Erntetermine auf dem Programm stehen, die gesondert bekannt gegeben werden, um die reifen Streuobstäpfel zu sammeln und bei der Kelterei abzugeben. Die NABU Gruppe Hambrücken würde sich freuen, wenn möglichst viele Helfer bei den Aktionen dabei wären.