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alle Informationen rund um die NABU Gruppe Hambrücken


NABU stellt Touren im Biodiversitäts-Hotspot Oberrhein vor

LOGO_L-O_ohne-RahmenDer NABU stellt ab sofort im Rahmen des großen Naturschutzprojekts „Lebensader Oberrhein“ ausgewählte Tourentipps online bereit, mit denen man die Natur der Oberrhein-Region ganz neu entdecken kann. Das Besondere: Die detaillierten Wegbeschreibungen sind angereichert mit viel Wissenswertem rund um die Tier- und Pflanzenwelt sowie die Entstehungsgeschichte der unterschiedlichen Lebensräume, durch die die Touren führen. „Ich bin sicher, dass man so sogar altbekannte Wege mit neuem Blick erleben kann“, sagte NABU-Projektleiterin Katrin Fritzsch im Rahmen der offiziellen Vorstellung im Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört.

Alle Touren stammen von echten Kennerinnen und Kennern der Region. „Wir freuen uns, dass wir auch eine ganze Reihe prominenter Naturfreundinnen und -freunde dafür gewinnen konnten, uns ihre Touren-Tipps zu verraten“, erzählt Fritzsch. Zu den prominenten Tour-Patinnen und -Paten gehören Karlsruhes Zoo-Direktor Matthias Reinschmidt, Schauspielerin Ursula Cantieni, Operntenor Niclas Oettermann, TV-Größe Frank Elstner und Radio-Mann Sascha Zeus.

Sie alle sind in der Region zuhause, die das Bundesamt für Naturschutz zu einem der bundesweit 30 „Hotspots“ der biologischen Vielfalt in Deutschland zählt. „Die Oberrhein-Region zwischen Bühl und Bingen birgt eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensräume, in denen viele, zum Teil sehr seltene Tier- und Pflanzenarten zuhause sind“, berichtet Fritzsch. „Auwald, Sumpf oder Sandlebensräume mit ihren typischen Tier- und Pflanzenarten laden also geradezu dazu ein, neu entdeckt zu werden.“

Zum Start sind bereits gut 20 Touren im gesamten Projektgebiet online, 18 davon in Baden-Württemberg und drei in Rheinland-Pfalz. Fast alle Touren sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbare Rundstrecken. Das Angebot ist vielfältig, es reicht vom informativen Spaziergang durch die Aue bis zur abwechslungsreichen 12-Kilometer-Strecke durch ganz unterschiedliche Lebensräume. Neben 17 Wanderungen stehen derzeit auch drei Radtouren und eine Kanutour zur Auswahl.

Auch die Saalbachniederung – das Naturschutzprojekt des NABU Hambrücken – ist unter den Touren vertreten.

Alle Touren-Tipps gibt es unter: www.lebensader-oberrhein.de/touren

Die Tour der Saalbachniederung finden Sie unter folgendem Link: Saalbachniederung

Touren im Überblick:

  • Erlebnispfad Jungaue – Kleiner Rundweg
  • Kanutour durch die Rastatter Rheinaue, Tippgeber: Walter Burster
  • Lennebergwald
  • Mainzer Sand – Kleiner Rundweg
  • Nasse Niederungen und trockene Kiesrücken im NSG Bruchgraben bei Baden-Baden/Sandweier, Tippgeber: Niclas Oettermann (Opernsänger)
  • Radtour auf dem deutsch-französischen Radwanderweg „Rheinauen“, Tippgeber: Rainer Deible (Naturfotograf)
  • Radtour durch das Bruch bei Bühl und Baden-Baden und den Waldhägenich, Tippgeber: Matthias Reinschmidt (Direktor des Zoos Karlsruhe)
  • Radtour im Polderbereich Rheinmünster/Greffern, Tippgeber: Sascha Zeus (Radiomoderator und Comedian)
  • Rundweg auf der Altrheininsel Rappenwört, Tippgeber: Andreas Wolf (Geschäftsführer Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört)
  • Rundweg durch den Rheinwald bei Lichtenau (Baden) auf dem Walderlebnispfad, Tippgeber: Thomas Hörnle (NABU Bühl-Achern)
  • Rundweg durch die Hardt zwischen Walldorf und Sandhausen, Tippgeberin: Katrin Fritzsch (Projektleiterin „Lebensader Oberrhein – Naturvielfalt von nass bis trocken in Baden-Württemberg)
  • Rundweg in der Saalbachniederung, Tippgeber: Henrik Sperling und Franz Debatin (NABU Hambrücken)
  • Wandertour als Rundweg durch die Südliche Schwetzinger Hardt, Tippgeber: Gunter Glasbrenner
  • Wanderung Büchenauer Hardt und Michaelsberg bei Bruchsal, Tippgeber: Andre Baumann (Landesvorsitzender NABU Baden-Württemberg)
  • Wanderung durch Aue und Ried zwischen Wintersdorf und Ottersdorf, Tippgeberin: Ursula Cantieni (Schauspielerin)
  • Wanderung durch das „Naturschutzgebiet Hirschacker und Dossenwald“, Tippgeber: Armin Jendrysik
  • Wanderung durch den Ötigheimer Wald, Tippgeber: Frank Elstner (TV-Größe)
  • Wanderung durch die Rastatter Rheinaue Wintersdorf, Tippgeber: Martin Klatt (NABU Baden-Württemberg)
  • Wanderung Sandglöckchen-Rundweg bei Sandweier und Iffezheim, Tippgeberin: Marianne Leis-Messer (NABU Baden-Baden/Sinzheim)
  • Wanderung Schloss Stutensee und Lochenwald, Tippgeber: Jochen Lehmann (Leiter der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Karlsruhe)
  • Wanderung vom Karlsruher Hauptbahnhof in die Aue, Tippgeber: Thomas Breunig (Leiter des Instituts für Botanik und Landschaftskunde Karlsruhe)

 

Hintergrund: Projektstruktur „Lebensader Oberrhein – von nass bis trocken“

Drei Bundesländer (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen) haben Anteil am Projektgebiet. Zur Umsetzung der Naturschutzmaßnahmen haben sich die NABU-Landesverbände Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg zusammengeschlossen. Das Projektvolumen beträgt insgesamt rund fünf Millionen Euro. Die Kosten werden zu 75 Prozent vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit über das „Bundesprogramm Biologische Vielfalt“ und zu 15 Prozent vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg sowie den Umweltministerien in Rheinland-Pfalz und Hessen getragen. Zehn Prozent der Kosten übernimmt der NABU selbst. Weitere Informationen: www.lebensader-oberrhein.de

 

Video-Clip – „Lebensader Oberrhein“ in 90 Sekunden:

www.lebensader-oberrhein.de/lebensader-oberrhein-derfilm.html


NABU Hambrücken unterstützt Gemarkungsputz der Gemeinde Hambrücken

Nach getaner Arbeit gab es noch eine Stärkung für alle Helfer.

Nach getaner Arbeit gab es noch eine Stärkung für alle Helfer.

Am 27.Februar fand auf Initiative der Gemeinde Hambrücken im Bereich des Gemeindegebietes eine Gemarkungsputzaktion statt. Ziel war es den verstreuten Unrat entlang von Wegen und auf offenem Gelände einzusammeln und zu entsorgen. Hierzu waren engagierte Bürger und Vereine am Morgen zusammengekommen, um in vier Bereiche untergliedert das Gemeindegebiet mit Mülltüten bewaffnet abzugehen. Dem NABU Hambrücken war hierbei gemeinsam mit Mitgliedern der Ahmadiyya-Gemeinde das südliche Gemeindegebiet zugeordnet.

Während sich die Vermüllung im Bereich der offenen Landschaft und am Waldrand doch sehr in Grenzen hielt gab es insbesondere im direkten Umfeld der Landstraße zwischen Hambrücken und Waghäusel einiges zu tun. Hier musste nahezu durchgängig Müll gesammelt werden, der bis hin zu kompletten Matrazen ging, die am Waldrand entsorgt wurden.

Nach getaner Arbeit fanden sich alle Helfer im Vereinsheim des Kleintierzuchtvereins ein, wo es ein von der Gemeinde und örtlichen Unternehmen gesponsertes Essen mit Getränken gab.

Der NABU Hambrücken bedankt sich bei allen Helfern des Vereins für die Unterstützung.


Neuer Storchenhorst auf Gemarkung Hambrücken

Storchenhorst Bastwiesen (Foto: Werner Debatin)

Storchenhorst Bastwiesen (Foto: Werner Debatin)

Seit Mitte Februar existiert in Hambrücken neben dem bestehenden Storchenhorst am nördlichen Ortseingang im Bereich des Wagbaches ein weiterer Horst am südlichen Ortseingang im Bereich der Bastwiesen. Die Bastwiesen stellen einen Wiesenzug dar, der sich vom Ortsrand in Richtung Waghäusel hinzieht und zum Teil von einem alten schilfbewachsenen Graben durchzogen wird. In der Vergangenheit konnten in diesem Gebiet immer wieder Störche beobachtet werden, so dass die Gemeinde Hambrücken nun auf Anregung des NABU den Entschluß traf dort einen weiteren Horst zu errichten.

Bereits in den letzten Jahren fanden im Gebiet mehrere Arbeitseinsätze des NABU statt, um das wertvolle Gebiet der Bastwiesen zu erhalten, bzw. wieder herzustellen. Ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hambrücken wurden Freizeitgrundstücke zurückgenommen und wieder in offene Wiesenflächen umgewandelt und Ende des letzten Jahres wurde der dort bestehende Schilfgürtel in einem ersten Einsatz von Unrat und Schuttablagerungen befreit. Hier ist zudem konkret in Planung, den alten Grabenrest von dem darin befindlichen Bauschutt zu befreien und somit wieder zu einem wichtigen Lebensraum zurückzuführen.

Der NABU Hambrücken hofft auf ein erfolgreiches Storchenprojekt und dass der neue Horst möglichst schnell angenommen wird. Ob dies noch in diesem Jahr erfolgt bleibt abzuwarten zumal die meisten Horste in unserer Region bereits wieder besetzt sind. In der Saalbachniederung ist das Storchenpaar der letzten Jahre wieder eingetroffen und bereits aktiv an der Familienplanung, während der Horst am Wagbach derzeit noch unbesetzt ist. Hier konnte zwar auch das Paar der letzten Jahre im Februar beobachtet und hinsichtlich der Ringnummern erfasst werden. Dieses Paar scheint allerdings mittlerweile einen anderen Horst im Bereich von Neudorf zu besetzten, so dass die weitere Entwicklung in Hambrücken abzuwarten bleibt.

Der NABU Hambrücken bedankt sich bei der Gemeinde Hambrücken für die Unterstützung in unseren Bemühungen um Ansiedlung der Störche in und um Hambrücken.

 

 


Streuobstschnitt beim NABU Hambrücken

Streuobst1Am Samstag, den 30.01.2016 trafen sich ca. 20 Streuobst-Interessierte auf der Streuobstfläche des NABU am Ortsrand von Hambrücken. Die NABU Gruppe Hambrücken hatte zu dem Termin gerufen, um zum einen den dortigen Obstbäumen einen Erziehungsschnitt zukommen zu lassen und zum anderen um Interessierte in den Baumschnitt einzuführen. Hierfür waren mit Günther Kolb und Kathrin Baumgärtner zwei ausgesprochene Fachleute vor Ort.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden der NABU Gruppe Hambrücken Franz Debatin ging es auch gleich ans Werk. Zunächst wurden die Grundlagen des fachgerechten Baumschnitts am praktischen Anschauungsobjekt erläutert, bevor jeder Teilnehmer sich selbst am Schnitt versuchen konnte. Nach getaner Arbeit wurden die Ergebnisse gemeinsam durchgesprochen und an der ein oder anderen Stelle noch ein Nachbesserung vom Experten vorgenommen.Streuobst2

Zum leiblichen Wohl durfte bei diesem Einsatz natürlich ein Schluck Apfelsaft der Streuobstinitiative Karlsruhe nicht fehlen. Nach etwa 2,5 h lehrreicher Veranstaltung war der Grobschnitt an allen Bäumen der Fläche erledigt, so dass in den folgenden Wochen nur noch Feinarbeiten anstehen.

Die NABU Gruppe Hambrücken bedankt sich bei allen Teilnehmern und vor allem bei Günther Kolb für die fachmännische Unterstützung und hofft auf eine gute Ernte im Jahr 2016.


Vogelführung im Rahmen der „Stunde der Wintervögel“

Exkursion im Rahmen der "Stunde der Wintervögel", Foto: Lore Breuer

Exkursion im Rahmen der „Stunde der Wintervögel“, Foto: Lore Breuer

Am 9. Januar hatte der NABU Kreisverband Karlsruhe zur Stunde der Wintervögel auf den Bruchsaler Rotenberg eingeladen. Zahlreiche Naturfreunde aus der Region, darunter auch Mitglieder des NABU Hambrücken, bestimmten im Streuobstgelände und zwischen den Weinbergen eine Stunde lang Vögel und zählten diese. Dabei gab es einige Überraschungen. Nicht Kohlmeise oder Rotkelchen wurden am häufigsten angetroffen, vielmehr waren es Saatkrähen und Wacholderdrosseln. Auch der Stieglitz – Vogel des Jahres 2016 war mit 35 Exemplaren gut vertreten. Insgesamt wurden von den Teilnehmern 18 verschiedene Vogelarten bestimmt.

Vögel sind wichtige Indikatoren für den Zustand einer Landschaft. Deshalb ruft der NABU seit einigen Jahren bundesweit nicht nur zur Stunde der Gartenvögel, sondern auch zur Wintervogelzählung auf. Daraus können wichtige Erkenntnisse über die Zu – oder Abnahme von Vogelarten, Beeinträchtigung ihres Lebensraumes oder Auswirkungen der Klimaerwärmung gewonnen werden. Den Teilnehmern hat es sichtlich Spass gemacht und sie bedankten sich beim Leiter der Veranstaltung, Volker Beck recht herzlich.


Stunde der Wintervögel 2016

Stieglitz, Foto: Andreas Hartl (NABU)

Stieglitz, Foto: Andreas Hartl (NABU)

Vom 8. bis 10. Januar  2016 findet zum sechsten Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt: Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV) rufen Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen. Besondere Aufmerksamkeit verdient in diesem Jahr der Stieglitz, Vogel des Jahres 2016. Sein Bestand nimmt deutschlandweit stark ab.

Die Wintervogelzählung funktioniert ganz einfach: Von einem ruhigen Beobachtungsplätzchen aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können dann im Internet unter www.stundederwintervoegel.de bis zum 18. Januar gemeldet werden, die Ergebnisse werden dort ausgewertet.

Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands, bei der möglichst viele Menschen gemeinsam große Datenmengen sammeln und so wichtige Hinweise zur Entwicklung der heimischen Vogelbestände geben. Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen zur Teilnahme aus, eine besondere Qualifikation ist für die Wintervogelzählung nicht nötig. Bei der letzten großen Vogelzählung im Januar 2015 beteiligten sich mehr als 77.000 Menschen. Insgesamt gingen Meldungen aus 53.000 Gärten und Parks mit über zwei Millionen gezählten Vögeln ein. Der Hausperling ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten, die Kohlmeise Platz zwei. Auf den Plätzen drei bis fünf folgten Feldsperling, Blaumeise und Amsel. Nun erhoffen sich der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), auch 2016 wieder eine rege Beteiligung. Denn je größer die Teilnehmerzahl ist, desto wertvoller werden die Ergebnisse.

Als Unterstüzung bietet der NABU eine Zählhilfe an, die Sie hier downloaden können: Zählhilfe

Ihre Meldungen können Sie direkt hier auf der Seite eintragen:

 

Im Rahmen der Vogelzählung bietet der NABU  am Samstag, den 09. Januar eine Wanderung über den Bruchsaler Rotenberg an, bei der Wintervögel beobachtet und gezählt werden (Dauer ca. 2 h).
Treffpunkt: 9:00 Uhr in Bruchsal Ecke Augsteiner / Adolf-Bieringer-Straße
Geleitetwird die Veranstaltung von Wolfgang Beck. Der Abschluss ist im „Schlosscafé“ vorgesehen.

Gemeinsame Aktion zur Säuberung eines Schilfgürtels mit Gemeinde und Landratsamt

Arbeitseinsatz BEQUA NABU GemeindeDie Entwicklung der Bastwiesen am nördlichen Ortsende von Hambrücken war bereits Teil mehrer Arbeitseinsätze von NABU Hambrücken und der Gemeinde. In verschiedenen Aktionen wurde z.B. ein Freizeitgrundstück rekultiviert und dem Wiesengürtel zurückgegeben. Ziel ist es den durchgängigen Charakter des Wiesenstreifens wieder herzustellen.

In diesem Zusammenhang ist es bereits seit längerer Zeit ein Wunsch unserer NABU Gruppe, den Schilfgürtel im Bereich der Bastwiesen auf Gemarkung Hambrücken von dem dort befindlichen Unrat zu befreien. In unserem letzten Abstimmungsgespräch mit der Gemeinde Hambrücken wurde dieses Thema angesprochen und vereinbart hier zur Tat zu schreiten. In einem gemeinsamen Termin mit dem Kreisökologen Herrn Flinspach und dem örtlichen Bauhofleiter Herrn Notheisen wurde die Situaution zunächst gegutachtet und zu unserer großen Freude kurzfristig ein Einsatz terminiert, um das Schilf in teilen zu mähen und den Unrat zu beseitigen. Unterstützt wurde die Aktion auf Vermittlung des Landratsamtes durch die BEQUA (BEschäftigungs- und QUAlifizierungsgesellschaft im Landkreis Karlsruhe), die mit Personal und Maschinen half die Aktion durchzuführen. Die anschließende Entfernung des Schnittgutes und des gesammelten Mülls übernahm dankenswerterweise der örtliche Bauhof.

Für das Jahr 2016 sind nun noch finanzielle Mittel von Seiten der Gemeinde Hambrücken eingestellt, um den noch vor Ort befindliche Müll in Form einer Grabenverfüllung vollständig zu entfernen. Damit erhält der die Bastwiesen durchziehende Schilfgürtel dann seine ökologische Wertigkeit wieder voll umfänglich zurück.


NABU Hambrücken auf der LVV in Stuttgart

Vertreter des NABU Hambrücken gemeinsam mit NABU Präsident Olaf Tschimpke (rechts) und dem Landesvorsitzenden Andre Baumann (2. von rechts) auf der LVV.

Vertreter des NABU Hambrücken gemeinsam mit NABU Präsident Olaf Tschimpke (rechts) und dem Landesvorsitzenden Andre Baumann (2. von rechts) auf der LVV.

Vertreter der NABU Gruppe Hambrücken besuchten am Samstag, den 21.11.2015 die Landesvertreterversammlung (LVV) in Stuttgart. Im Rahmen der Veranstaltung wurde über die Arbeit des NABU´s in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr berichtet. Darüber hinaus fanden Wahlen verschiedener Vorstandspositionen statt, wobei die Delegierten der knapp 250 NABU-Gruppen in Baden-Württemberg Andre Baumann einstimmig für weitere vier Jahre zum NABU-Landesvorsitzenden gewählt haben.

Die NABU Gruppe Hambrücken gratuliert Andre Baumann zu seiner Wiederwahl und wünscht weiterhin viel Erfolg und eine gute Zusammenarbeit.

Unter den Gratulierenden befanden sich auch der NABU Präsident Olaf Tschimpke und Umweltminister Franz Untersteller. Beide diskutierten am Nachmittag mit den NABU-Aktiven über die Energiewende, die auch im NABU für viel Gesprächsbedarf sorgt.

Der Tag in Stuttgart klang mit einem unterhaltsamen Programm aus, in dessen Rahmen der 50-jährige Geburtstag des NABU in Baden-Württemberg gefeiert wurde. Dieser ist mit über 85.000 Mitgliedern mittlerweile der bundesweit größte NABU-Landesverband.


Mitarbeiter von Erdgas Südwest packen tatkräftig mit an – Neue Bäumchen im Gewann Hungerbühl

Mitarbeiter von Erdgas Südwest, der Streuobstinitiative und des NABU bei der Pflanzaktion

Mitarbeiter von Erdgas Südwest, der Streuobstinitiative und des NABU bei der Pflanzaktion

Gummistiefel an den Füßen und Spaten in den Händen – so erschienen die Mitarbeiter des regionalen Energiedienstleisters Erdgas Südwest am Freitag auf dem Gewann Hungerbühl. Zusammen mit dem Naturschutzbund (Nabu) Hambrücken und der Streuobstinitiative Karlsruhe pflanzten sie zehn Streuobstbäume, die Erdgas Südwest im Rahmen ihrer Initiative ProNatur gespendet hatte.

„Streuobstwiesen sind sehr wertvoll, weil sie die Kulturlandschaft prägen, für den Naturschutz wichtig sind und nicht zuletzt eine Rolle für die Naherholung spielen“, so Hans-Martin Flinspach von der Streuobstinitiative. „Es freut uns, dass beim Erhalt der Streuobstkulturlandschaft im Stadt- und Landkreis Karlsruhe so tatkräftig mitgeholfen wird. Das bringt uns ein entscheidendes Stück weiter.“

Zahlreiche Hände packten mit an und im Nu standen die noch kleinen Bäume mit erhobenen Kronen auf der Streuobstwiese. So blieb noch Zeit, sich um Pflegearbeiten, wie das Anbringen des Verbissschutzes, zu kümmern.

Der Nabu Hambrücken kümmert sich seit Jahren insbesondere um den Erhalt des Landschaftsbildes rund um den Ort. Das Gewann Hungerbühl wurde von Franz Debatin, erster Vorsitzender des Vereins, vorgeschlagen. Der Nabu pflegt allerdings nicht nur kleinere Flächen, sondern der Schwerpunkt des Vereins liegt im Engagement für die Saalbachniederung, die mit circa 300 Hektar größte zusammenhängende Wiesenfläche in Nordbaden.

„Beim Naturschutz geht es nicht nur um’s Bäume pflanzen oder Anlegen von Flächen, unser Schwerpunkt ist die Pflege und Sicherung der Naturräume. Mit den Saalbachwiesen auf der Nebengemarkung Bruchsal haben wir die Chance genutzt, das größte zusammenhängende Wiesengelände in Nordbaden wieder herzustellen. Dies ist nur mit unseren Partnern möglich.“ so Franz Debatin.

Artenvielfalt ist ein Thema, bei dem alle in der Verantwortung stehen. „Bei der Initiative ProNatur ist uns Umweltbildung besonders wichtig, denn nur wer die Natur kennt, kann verantwortungsvoll mit ihren Ressourcen umgehen. Darum machen wir – oft mit Partner- unterschiedlichste Aktionen zum Thema Biodiversität.“, erklärt Sandra Klinger, Öffentlichkeitsreferentin der Erdgas Südwest.

Erdgas Südwest – natürlich Zukunft schaffen

Erdgas Südwest ist ein regionales Energieversorgungsunternehmen, das rund 130 Mitarbeiter beschäftigt. Unter anderem stehen Erdgas, Bioerdgas und Ökostrom in flexiblen Kombinations-möglichkeiten als Produkte zur Verfügung. Innovative und ökologisch sinnvolle Energielösungen, die durch Effizienz und attraktive Wirtschaftlichkeit überzeugen, stehen im Vordergrund. Gleichzeitig kommen Umweltschutz, -forschung und –bildung nicht zu kurz: Mit der Initiative ProNatur unterstützt Erdgas Südwest zahlreiche Aktionen in diesem Bereich und bindet seine Mitarbeiter dabei aktiv mit ein.

Netze-Gesellschaft Südwest GmbH, die hundertprozentige Netztochter des Unternehmens, betreibt sicher und zuverlässig das rund 3.200 km lange Leitungsnetz in 95 Kommunen in Nordbaden, Oberschwaben und der Schwäbischen Alb. Somit werden 69.000 Netzkunden mit umweltfreundlicher Energie versorgt.


Erfolgreicher Einsatz von NABU und NAJU zum Schutz der Westlichen Dornschrecke in der Saalbachniederung

Team aus NABU und NAJU

Team aus NABU und NAJU

Am 10. Oktober 2015 trafen wir uns bei bestem Herbstwetter und voll motiviert zur ersten NAJU-Gruppenstunde nach der Sommerpause in der Renaturierungszone des Karlsdorfer Baggersees, um bei einem gemeinsamen Arbeitseinsatz mit Mitgliedern des NABU Hambrücken den Lebensraum der Westlichen Dornschrecke von jungen Weiden und Pappeln zu befreien.

Der Einsatz wurde im Auftrag des Landratsamtes Karlsruhe durchgeführt. Für die gefährdete Westliche Dornschrecke läuft in Baden- Württemberg ein spezielles Artenschutzprogramm.

Dort angekommen, sprachen wir zunächst über ihr Aussehen, den Lebensraum und die Lebensweise der Westlichen Dornschrecke, was die fast zehn Kinder sichtbar faszinierte: Sie gehört zu den Kurzfühlerschrecken und erreicht eine Körpergröße von ca. sieben bis zehn Millimetern. Aufgrund ihrer grün bis braun gescheckten Körperfärbung ist die Westliche Dornschrecke äußerst gut getarnt. Sie gilt nach der Roten Liste als stark gefährdet, da die meisten potenziellen natürlichen Habitate wie Flussauen und Dünentäler im letzten Jahrhundert stark vom Menschen verändert wurden. Diese Heuschreckenart ernährt sich vor allem von niederen Pflanzen wie Algen oder Moosen und bevorzugt deshalb offene und feuchte Lebensräume. In Deutschland ist sie insbesondere in feuchten Sand-, Kies- und Tongruben sowie Dünentälern und ähnlichen wärmebegünstigten Habitaten zu finden.

Nach unserer Einführung machten sich sofort alle großen und kleinen Helfer ans Werk, die nachgewachsenen Weiden und Pappeln am Uferbereich der angelegten Tümpel zu beseitigen. Einige zupften die jungen Keimlinge am Ufer heraus und andere machten sich, bewaffnet mit Ast- und Heckenschere, an die größeren Weidensträucher. Des Weiteren wurden die flächigen Sandbereiche aufgehackt, sodass dort wieder ein offener Sandboden entstand. Nach einer kurzen Stärkung mit Brezeln und Apfelsaftschorle, mobilisierten wir unsere letzten Kräfte und beseitigten das angefallene Schnittgut, bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten.

Seit nunmehr sechs Jahren pflegt der NABU Hambrücken gemeinsam mit der Naturschutzjugend dieses Biotop, auch in diesem Jahr war es ein erfolgreicher Einsatz, der sichtlich Spaß gemacht hat. Danke an alle fleißigen Helfer für die Arbeit.

Die nächste NAJU-Gruppenstunde findet am 14.11.2015 statt, das Thema wird rechtzeitig bekannt gegeben!

Viele Grüße wünscht das NAJU und NABU-Team