NABU Hambrücken präsentiert Projekt „Saalbachniederung“ im Rahmen der LVV
Im Rahmen der Landesvertreterversammlung (LVV) des NABU Baden-Württemberg, die in diesem Jahr am 24.11. in Bruchsal stattfand hatte die NABU Gruppe Hambrücken die Gelegenheit das Naturschutzprojekt „Saalbachniederung“ den anwesenden NABU-Vertretern vorzustellen. Die LVV ist das alljährliche Treffen der NABU Verbandsvertreter aus Baden-Württemberg und damit für jeden NABU Vorstand ein Fixpunkt im Jahresprogramm.
Ein Programmpunkt der diesjährigen LVV war die Vorstellung des länderübergreifenden Projektes „Lebensader Oberrhein“. In dessen Rahmen wurden u.a. auch Maßnahmen in der Saalbachniederung umgesetzt. Katrin Fritzsch, die Projektleiterin des NABU, stellte gemeinsam mit Franz Debatin das Projekt, die umgesetzten Maßnahmen, sowie die daraus bereits entstandenen Erfolge den anwesenden NABU Vertretern vor. Das Ganze konnte dann am nächsten Morgen noch im Rahmen einer gemeinsamen Exkursion in die Saalbachniederung weiter vertieft werden. Zu unserer großen Freude fanden sich am Sonntag Morgen ca. 40 Teilnehmer am Treffpunkt ein, um bei bestem Exkursionswetter einen gemeinsamen Spaziergang durch die Wiesenniederung zu machen.
Neben den bereits umgesetzten Maßnahmen konnten sich die Teilnehmer auch ein Bild von einer weiteren Entwicklungsmaßnahme im Bereich der wechselfeuchten Überflutungszone machen. Diese wurde erst in dieser Woche abgeschlossen. Es entstanden im Rahmen einer Ausgleichsmaßnahme weitere Habitatgewässer für das Teichhuhn und den Zwergtaucher.
Im Rahmenprogramm der LVV, dem so genannten „Markt der Möglichkeiten“, hatten wir darüber hinaus die Möglichkeit über eine kleine Ausstellung und unseren Saalbachniederungs-Film das Naturschutzprojekt allen Interessierten ausführlich darzustellen.
Die NABU Gruppe Hambrücken bedankt sich bei allen Teilnehmern für Ihr Interesse und die anerkennenden Worte.
Weitere Informationen zum Projekt „Lebensader-Oberrhein“ finden Sie hier.

















Einen eindrucksvollen Einblick in das Wissen um die wohltuende und heilende Wirkung verschiedener Pflanzen auf den menschlichen Körper gab uns Frau Beate Beyerle, Gesundheitstrainerin aus Langenbrücken. 11 Mitglieder des NABU Hambrücken hatten sich am Nachmittag des 05. Mai 2018 in Langenbrücken zu ihrer geführten Kräuterwanderung eingefunden. Zum Einstieg begrüßte sie uns mit einer kühlen Erfrischung, sowohl die Pfefferminze als auch die Melisse gaben dem Mineralwasser einen besonderen Geschmack. Dann konnte es losgehen: Bei einer Führung auf ihrem selbst angelegten Kräuterwanderweg stellte sie uns neben der Wirkung auch die Anwendung verschiedener Pflanzen vor: „Der Rundweg ist eine Anregung, um Pflanzen das Jahr hindurch bei ihrem Wachstums- und Reifeprozess zu begleiten, und so die Natur schrittweise besser kennen zu lernen“. Z.B. Schöllkraut, Bärlauch, Scharbockskraut, Baldrian, Gänseblümchen, Spitzwegerich, Giersch, Heckenrose, Brennnessel, Weide, Hirtentäschel, Beinwell, Gänsefingerkraut, Rotklee, Pfefferminze, … lernten wir an ihrem natürlichen Standort entlang des Weges näher kennen. Dabei erhielten wir auch den Hinweis, dass eine eindeutige Bestimmung bei der Anwendung der Pflanzen Voraussetzung ist. Leicht kommt es zu einer Verwechslung mit ähnlich aussehenden Giftpflanzen, die nicht geerntet werden dürfen. Und auch die individuellen Wirkstoffe sollten auf den Körper abgestimmt sein. Neu für uns war z.B. die Erkenntnis, dass die Farben der Pflanzen Aufschluss über das entsprechende Anwendungsgebiet geben, z.B. blaue Pflanzen wirken sich positiv auf die Nieren aus, rote auf das Herz, gelbe auf die Milz, grün auf die Leber.
Durch den kühlen Wald ging es dann wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt in Langenbrücken. Mit einem umfangreichen Wissen, vielen praktischen Tipps und vielfältigen Erfahrungen für alle Sinne ging nach 3 1/ 2 Stunden eine interessante Kräuterwanderung zu Ende. Wir haben wieder Neues kennengelernt, altes Wissen aufgefrischt und nehmen einige Anregungen mit, die sich im Alltag gut umsetzen lassen. Herzlichen Dank an Frau Beyerle!