Bundestagsabgeordneter Danyal Bayaz und Staatssekretär Dr. Andre Baumann zu Gast in der Saalbachniederung

Danyal Bayaz, Dr. Andre Baumann und Franz Debatin in der Saalbachniederung (von links)
Am 22.06.2018 statteten der Bundestagsabgeordnete der Grünen für den Wahlkreis Bruchsal-Schwetzingen Danyal Bayaz und Staatssekretär Dr. Andre Baumann vom baden-württembergischen Umweltministerium der Saalbachniederung einen Besuch ab. Im Rahmen einer öffentlichen Exkursion wurde unter Führung des Vorsitzenden der NABU Gruppe Hambrücken Franz Debatin das größte zusammenhängende Wiesengebiet im nordbadischen Raum begangen. Die beiden Politiker machten sich vor Ort ein Bild von den positiven Entwicklungen des Naturschutzprojektes in den letzten Jahren, das ja auch zu wesentlichen Teilen von Fördermitteln des Landes profitieren konnte.
Alle Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von der Weiträumigkeit der Landschaft und den Arten, für die in den letzten Jahren in der Niederung ein neuer Lebensraum geschaffen werden konnte. Trotz aller Erfolge nutzte der NABU Hambrücken aber auch die Gelegenheit auf die Bedrohungen der Landschaft hinzuweisen. Es bedürfe weiterer Anstrengungen von allen Beteiligten, um dieses einzigartige Gebiet zu sichern und im Sinne des Naturschutzes in seinem gesamten Potential weiterzuentwickeln. Viele in der Saalbachniederung heute noch brütende Arten zählen zur Gruppe der mittlerweile bundesweit am stärksten bedrohten Wiesenvögel, die große unzersiedelte Wiesenflächen als Lebensgrundlage benötigen. Franz Debatin erwähnte in diesem Zusammenhang ein in diesem Jahr in der Saalbachniederung laufendes Forschungsprojekt zum Schutz der stark bedrohten Grauammer.
Alle Verantwortungsträger bestätigten den Wert der Saalbachniederung als wichtiges Element im landesweiten Netz wertvoller Naturflächen und versprachen dies im Rahmen ihrer politischen Diskussionen zu berücksichtigen.


Einen eindrucksvollen Einblick in das Wissen um die wohltuende und heilende Wirkung verschiedener Pflanzen auf den menschlichen Körper gab uns Frau Beate Beyerle, Gesundheitstrainerin aus Langenbrücken. 11 Mitglieder des NABU Hambrücken hatten sich am Nachmittag des 05. Mai 2018 in Langenbrücken zu ihrer geführten Kräuterwanderung eingefunden. Zum Einstieg begrüßte sie uns mit einer kühlen Erfrischung, sowohl die Pfefferminze als auch die Melisse gaben dem Mineralwasser einen besonderen Geschmack. Dann konnte es losgehen: Bei einer Führung auf ihrem selbst angelegten Kräuterwanderweg stellte sie uns neben der Wirkung auch die Anwendung verschiedener Pflanzen vor: „Der Rundweg ist eine Anregung, um Pflanzen das Jahr hindurch bei ihrem Wachstums- und Reifeprozess zu begleiten, und so die Natur schrittweise besser kennen zu lernen“. Z.B. Schöllkraut, Bärlauch, Scharbockskraut, Baldrian, Gänseblümchen, Spitzwegerich, Giersch, Heckenrose, Brennnessel, Weide, Hirtentäschel, Beinwell, Gänsefingerkraut, Rotklee, Pfefferminze, … lernten wir an ihrem natürlichen Standort entlang des Weges näher kennen. Dabei erhielten wir auch den Hinweis, dass eine eindeutige Bestimmung bei der Anwendung der Pflanzen Voraussetzung ist. Leicht kommt es zu einer Verwechslung mit ähnlich aussehenden Giftpflanzen, die nicht geerntet werden dürfen. Und auch die individuellen Wirkstoffe sollten auf den Körper abgestimmt sein. Neu für uns war z.B. die Erkenntnis, dass die Farben der Pflanzen Aufschluss über das entsprechende Anwendungsgebiet geben, z.B. blaue Pflanzen wirken sich positiv auf die Nieren aus, rote auf das Herz, gelbe auf die Milz, grün auf die Leber.
Durch den kühlen Wald ging es dann wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt in Langenbrücken. Mit einem umfangreichen Wissen, vielen praktischen Tipps und vielfältigen Erfahrungen für alle Sinne ging nach 3 1/ 2 Stunden eine interessante Kräuterwanderung zu Ende. Wir haben wieder Neues kennengelernt, altes Wissen aufgefrischt und nehmen einige Anregungen mit, die sich im Alltag gut umsetzen lassen. Herzlichen Dank an Frau Beyerle!






