Unser Verein

alle Informationen rund um die NABU Gruppe Hambrücken


Rund um den Garten: Efeu ( Hedera helix)

Jetzt zum ausgehenden Winter kann man noch vielerorts die reifen schwarzen Beeren in altem Efeu hängen sehen – eine willkommene Nahrung für beerenfressende Vögel wie z. B. Amseln. Für Menschen sind diese Beeren, wie auch die ganze Pflanze, schwach giftig.

Efeu blüht und fruchtet erst im Alter, mit ca. 8 Jahren. Dann ändert sich auch die Blattform in herzförmig; bei jungen Pflanzen sind die Blätter gelappt.

Efeu ist eine sehr wertvolle Gartenpflanze zur Begrünung von Fassaden und Mauern, auch von Sichtschutzwänden. Viele verschiedene Insekten finden hier Schutz, Vögel Nahrung und Nistmöglichkeiten. Bei intaktem Mauerwerk richtet Efeu normalerweise mit seinen Haftwurzeln keinen Schaden an. Hindern sollte man ihn aber daran, unter Dachziegel zu wachsen. Auch aus Bäumen sollte er entfernt werden, da er mit den Jahren selbst große alte Bäume völlig einhüllen und zum Absterben bringen kann.  Zur Blütezeit im Spätherbst kann man unzählige Bestäuber beobachten, wenn man Glück hat unter anderem auch die auf den Pollen von Efeu-Blüten spezialisierte Efeu-Seidenbiene, eine gefährdete Wildbiene.


Schotter – „Gärten“…Nein, danke!

Freiflächen am Haus mit Kies und Steinen zuzuschütten und das dann als „ Garten“ zu bezeichnen ist leider immer noch ein gängiger Trend mit dem Gedanken, sich Arbeit zu ersparen. Dass es sich hier nicht um eine „pflegeleichte“ Alternative zu artenreich gestalteten Gärten handelt und  laut § 9 der Landesbauordnung auch nicht zulässig ist, ist bekannt und wird dennoch gerne ignoriert.

Wir als NABU möchten mit folgenden Beiträgen, die auch auf unserer Homepage nachzulesen sind, helfen, Alternativen zu finden. Zum einen mit Pflanzenporträts, sowohl ( besonders wichtig und vorgeschrieben!) von heimischen Gehölzen und Stauden, als  auch von in bereits langer Gartenpraxis gut etablierten und von vielen Insekten, Vögeln und Kleinsäugern angenommenen Zierpflanzen und Gehölzen, zum anderen mit Beiträgen zum Thema Garten, die eine Anregung sein sollen, Spaß an lebendigem Grün und seinen Bewohnern zu finden.


NABU Gruppe Hambrücken mit dem Landesnaturschutzpreis 2020 ausgezeichnet

Alle zwei Jahre würdigt die Stiftung Naturschutzfonds in Baden-Württemberg mit dem Landesnaturschutzpreis vorbildliche, ehrenamtliche Projekte. Umwelt- und Naturschutzminister Franz Untersteller hat am 09.02. in Stuttgart per Livestream zehn Preisträgerinnen und Preisträgern den Landesnaturschutzpreis 2020 der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg verliehen. Das Motto der mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Auszeichnung lautete: „Neu geschaffen! Naturschätze von Menschenhand“.
„Wir Menschen bringen mit unserer Lebens- und Arbeitsweise zahlreiche Arten und ihre Lebensräume immer stärker in Bedrängnis“, mahnte der Minister und Vorsitzende der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg. „Wir alle, Wirtschaft, Landwirtschaft, Politik sowie Bürgerinnen und Bürger können und müssen dazu beitragen, die biogische Vielfalt zu schützen und zu stärken. Nur so können wir unsere Lebensgrundlagen und die Schönheit der Natur auch für die kommenden Generationen bewahren und erhalten.“
Mit dem Landesnaturschutzpreis 2020 werden Initiativen ausgezeichnet, die sich mit besonderem Engagement und auf vielfältige Weise für die Anlage und Pflege neuer Lebensräume einsetzen. „Die Preisträgerinnen und Preisträger leisten mit ihrem zum Teil über Jahrzehnte hinweg reichenden Einsatz einen wertvollen Beitrag zur Stärkung der biologischen Vielfalt im Land“, würdigte Minister Untersteller, „ich hoffe, dass die Gewinnerinnen und Gewinner auch andere dazu motivieren, sich leidenschaftlich zu engagieren, um so Naturschätze für Tiere, Pflanzen und die Menschen zu schaffen.“
Projekt Saalbachniederung, Herstellung eines Feuchtgebietes auf Flächen des NABU.
Seit 2010 sind in der Saalbachniederung auf Gemarkung der Stadt Bruchsal ein inzwischen etwa zwölf Hektar großes Feuchtgebiet geschaffen worden. Der Grundstock hierfür wurde durch eine großflächige Umwandlung von Ackerflächen in extensiv genutzte Wiesen gelegt. Die NABU-Ortsgruppe Hambrücken war maßgeblicher Initiator verschiedener Teilprojekte unterschiedlicher Träger, erwarb selbst Flächen und setzte eigene Maßnahmen um. Der Naturschutzwert der Saalbachniederung hat sich in den vergangenen Jahren – insbesondere auch für die Vogelwelt – so gesteigert, dass derzeit eine Ausweisung als Naturschutzgebiet im Verfahren ist. Das Gebiet ist zudem Vogelschutzgebiet der europäischen Vogelschutz-Richtlinie und zählt zu den fünf größten Wiesengebieten Baden-Württembergs. Durch sein langjähriges Engagement hat die NABU-Ortsgruppe wesentlich zum Erfolg des Projektes „Saalbachniederung“ beigetragen.
Die Auszeichnung der NABU Gruppe Hambrücken ist mit einem Preisgeld von 2250 Euro verbunden. Unser Verein freut sich über die Verleihung des Landesnaturschutzpreises und hat im Livestream hervorgehoben, dass zum Erfolg des Naturschutzprojektes Saalbachniederung zahlreiche Naturfreunde und Firmen mit ihren Spenden einen wertvollen Beitrag leisten.


Weihnachtsspende von Erdgas Südwest an die NABU Gruppe Hambrücken

Sandra Klingler bei der Scheckübergabe an Franz Debatin vom NABU Hambrücken in der Saalbachniederung

Der regionale Energieversorger Erdgas Südwest setzt sich mit der unternehmenseigenen Initiative „ProNatur“ für Artenvielfalt in der Region ein. Daher freut sich Sandra Klingler, dass sie in diesem Jahr die Weihnachtsspende in Höhe von 2.000 € an den ersten Vorsitzenden der NABU-Gruppe Hambrücken e. V., Franz Debatin, überreichen kann: „Was dieser Verein in den vergangenen 25 Jahren geschaffen hat, ist beeindruckend, und wir freuen uns, dass wir ihn an unserer Seite haben.“

Seit 2015 sind der regionale Energieversorger und die NABU-Gruppe schon Kooperationspartner. Ob mit Gummistiefeln und Heckenschere in der Saalbachniederung oder mit Spaten zum Pflanzen von Streuobstbäumen im Gewann Hungerbühl in Hambrücken, die gemeinsamen Arbeitseinsätze haben immer den Schutz der Natur zum Ziel. „Wir schätzen uns sehr glücklich über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Erdgas Südwest GmbH und werden die Weihnachtsspende zur Sicherung und Weiterentwicklung der Lebensräume in der Saalbachniederung sowie auf der Gemarkung Hambrücken einsetzen“, erläutert Franz Debatin.

Schon vor der Gründung des Vereins setzte sich Franz Debatin ab dem Jahr 1986 für das Projekt Saalbachniederung ein. Mittlerweile ist das zum nördlichen Landkreis Karlsruhe gehörende Wiesengebiet eines der fünf größten in Baden-Württemberg. Viele gefährdete Arten finden dort ein letztes Rückzugsgebiet in der Region sowie einen überregional bedeutsamen Rastplatz.

Erdgas Südwest – Natürlich Zukunft schaffen

Erdgas Südwest ist ein Energiedienstleister mit Sitz in Ettlingen und Munderkingen. Unter dem Leitspruch „Natürlich Zukunft schaffen“ versorgt das Unternehmen Privat- und Unternehmenskunden in den Regionen Nordbaden und Oberschwaben zuverlässig mit Strom und Wärme. Übergeordnetes Ziel ist dabei eine besonders umweltverträgliche Energieversorgung, die die regionale Energiewende ebenso wie die Autarkie der Kunden nachhaltig unterstützt. Ob Biogas, Photovoltaik-Anlagen auf Freiflächen oder stehenden Gewässern, ob Brennstoffzellenheizung oder andere Versorgungskonzepte: Erdgas Südwest zeigt, dass sich Effizienz und Ökologie nicht ausschließen.

Unterstrichen wird dies durch die Initiative „ProNatur“, mit der sich das Unternehmen in diversen Projekten für die Biodiversität und Umweltbildung vor Ort einsetzt.

Weitere Informationen finden Interessierte auf der Website unter www.erdgas-suedwest.de sowie im Blog unter www.erdgas-suedwest.de/natuerlichzukunft.


Rückblick 2019

Amphibienschutz

Die im Jahr 2012 begonnene Betreuung des Amphibienschutzzaunes zwischen den Gemeinden Hambrücken und Forst wurde auch im Jahr 2019 weiter fortgesetzt. Von Mitte Januar bis Anfang Mai waren Mitglieder der NABU Gruppe Hambrücken allabendlich wieder vor Ort, um die Amphibien zunächst am Hinwanderzaun und später auch am Rückwanderzaun einzusammeln und über die vielbefahrene Straße zu tragen. Das sehr trockene Jahr 2018 führte zu rückläufigen Bestandszahlen bei Erdkröten und Springfröschen.

Schutzprojekt für die gefährdete Grauammer

Da es in ganz Baden-Württemberg nur noch 120 Grauammerbrutpaare gibt, wird unter der Leitung der Uni Tübingen ein landesweites Schutzprojekt für diese gefährdete Vogelart durchgeführt. In der Region Nordbaden ist es die Saalbachniederung, wo die Grauammern ein letztes Rückzugsgebiet finden. Um den dortigen kleinen Bestand zu stabilisieren und möglichst wieder anzuheben, wurden an zahlreichen Beobachtungstagen unter Beteiligung der NABU Gruppe Hambrücken der Bestand erfasst und die Brutplätze lokalisiert. Ein Paar brütete im Grünland, das zweite Paar auf einer Ackerfläche. Aufgrund dieser aufwendigen Beobachtungen konnte im direkten Kontakt mit den Landwirten erreicht werden, dass die Flächen erst dann wieder bewirtschaftet wurden, als die jungen Grauammern bereits flügge waren.

Schwalbenschutz

In mehreren Ortschaften wurden durch den NABU Hambrücken weitere Nester für Rauch-und Mehlschwalben angebracht. In zunehmendem Maße wird unser Verein auch darum gebeten, Kotbretter an den Hausfassaden anzubringen. In diesem Zusammenhang bedanken wir uns recht herzlich bei der Gemeinde Hambrücken für die Kostenübernahme bei der Ausleihung der Arbeitsbühnen.

Weitere Artenschutzerfolge

Die Bedeutung der NABU-Flachgewässer in der Saalbachniederung hat weiter zugenommen. Erneut kam es zur erfolgreichen Brut beim Drosselrohrsänger. Sehr erfreulich verlief auch die Bestandsentwicklung bei den Kiebitzen. 3 Paare haben sich angesiedelt und gebrütet, 7 Junge wurden flügge. Auf dem Vogelzug legten wieder zahlreiche seltene Vogelarten eine Rast ein. Mit Zitronenstelze, Kuhreiher, Rötelschwalbe und Kiebitzregenpfeifer gelangen erneut beeindruckende Erstnachweise. Dies unterstreicht, dass die NABU-Flachgewässer längst überregionale Bedeutung erlangt haben.

Lebensraumschutz

In der bereits dichtbesiedelten und von großem  Flächenverbrauch geprägten Region Nordbaden schrumpfen die Lebensräume für unsere Tier-und Pflanzenarten immer weiter zusammen. Um die Chance für einen großflächigen Naturschutz in der Saalbachniederung zu nutzen, engagiert sich der NABU Hambrücken stark im Flächenschutz. Im Jahr 2019 wurden von unserem Verein Wiesengrundstücke mit einer Fläche von insgesamt 1,1 Hektar erworben und dadurch dauerhaft gesichert.

Besondere Unterstützungen

Zahlreiche Naturfreunde haben unsere Anstrengungen für einen langfristig angelegten Naturschutz dankenswerter Weise auch im vergangenen Jahr wieder mit einer Geldspende unterstützt. Wir bedanken uns bei allen Spendern auf das Herzlichste.

Besuche und Führungen

In den Monaten April, Mai und Juni haben sich wieder zahlreiche NABU Gruppen aus dem Land bei geführten Exkursionen durch den NABU Hambrücken über das Naturschutzprojekt Saalbachniederung informiert. Im August konnten wir Landrat Dr. Christoph Schnaudigel  und seine Amtsleiter in der Saalbachniederung begrüßen.

Pflegeeinsätze

Bei mehreren Pflegeeinsätzen haben wir wieder die vereinseigenen und angepachteten Streuobstgrundstücke gepflegt. Auch für die Westliche Dornschrecke waren wir wieder aktiv. Im Auftrag des Landratsamtes Karlsruhe wurde erneut der Gehölzaufwuchs in der Renaturierungszone des Karlsdorfer Rheinsandkieswerks zur Bewahrung des Lebensraumes entfernt. Auf der Agenda unserer NABU Gruppe steht alljährlich auch die Reinigung der von uns betreuten Vogelnistkästen sowie die Säuberung der Storchennester zur Gewährleistung der Wasserdurchlässigkeit.


Pflegeeinsatz im Gewann Binzenried am 28.11.2020

Am Samstag, den 28. November, führt der NABU Hambrücken im Gewann Binzenried einen Pflegeeinsatz durch. Ziel des Einsatzes ist es, die Betonpfosten, Drähte und den Holzschuppen auf dem Grundstück vollständig zu entfernen. Die Maßnahme ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Aufwertung des Landschaftsschutzgebietes (LSG) und Fauna-Flora-Habitat- (FFH-) Gebietes im Wiesengürtel auf Gemarkung Hambrücken.

Wir bitten unsere Mitglieder um zahlreiche Mithilfe beim Pflegeeinsatz. Beginn ist um 9:00 Uhr. Der Einsatzort befindet sich ca. 250 Meter nördlich der Kirchstraße (rechte Seite von Ortsmitte kommend) direkt am Ortsrand.


Erfolgreiche Spendenaktion während der Weltsparwoche der Sparkasse Kraichgau

Der NABU Hambrücken sich in diesem Jahr erfolgreich bei der Spendenaktion der Sparkasse Kraichgau während der Weltsparwoche beteiligt. Stellvertretend für alle Vereine, die daran teilgenommen haben, nahm unser Verein, der sich seit vielen Jahren für den Natur- und Artenschutz in der Region einsetzt, die Gesamtspende der Weltsparwoche entgegen.

„Wir haben uns sehr gefreut, Teil dieser tollen Aktion der Sparkasse zu sein und konnten die neue Spendenplattform gleich sehr erfolgreich für unser Fundraising nutzen“, sagte der 1. Vorsitzende Franz Debatin bei der Spendenübergabe.

Die Sparkasse Kraichgau hat die Erfolgsgeschichte des Weltspartags auch dieses Jahr fortgeschrieben: 69.574 € als Gesamtbetrag hat sie gemeinsam mit ihren Kundinnen und Kunden in den Filialen und erstmals auch über die Online-Plattform „WirWunder“ gesammelt, die nun 33 Vereinen und gemeinnützigen Einrichtungen im Geschäftsgebiet der Sparkasse zugutekommen. Allein über die Online-Spendenplattform, an der sich 27 der 33 Vereine beteiligt hatten, sind 27.089 € eingegangen. Mit zusätzlich den Spendenkassen in den Filialen und die Verdoppelung der Spenden (bis zu max. 1000,- € je Verein) durch die Sparkasse Kraichgau wurde dann der zuvor genannte Gesamtbetrag erreicht. Alleine für unseren Verein sind dabei am Ende über 5000,- € zusammengekommen.

Die NABU Gruppe Hambrücken e. V. nahm stellvertretend für alle 33 Vereine die diesjährige Weltspartag-Spende der Sparkasse Kraichgau entgegen. Das Bild zeigt (v. l. n. r.) Franz Debatin, Manfred Debatin, Lore und Peter Breuer, Rudi Debatin, Karl Notheis und Regionaldirektor der Sparkasse Kraichgau Markus Lang. Foto: Sparkasse Kraichgau

PLANA Küchenland unterstützt Artenschutzfonds Saalbachwiesen

Die Natur vor unserer Haustür ist in Gefahr geraten. Schon seit längerem ist es angebracht in Bezug auf das Aussterben von Arten nicht mehr nur auf das Amazonasgebiet oder auf Afrika zu verweisen. Direkt vor unserer Haustür sterben Arten aus. Mittlerweile für nahezu jeden wahrnehmbar über die deutlich reduzierte Anzahl von Insekten, die auf Wiesen und in den Hausgärten zu beobachten sind. Die Ursachen hierfür sind vielfältig jedoch nahezu alle von uns Menschen verursacht. Flächenverbrauch, industrielle Landwirtschaft und Klimawandel seien an dieser Stelle als Stichpunkte genannt.

Die Tatsache, dass mittlerweile „Allerweltsarten“ wie Kiebitz, Grauammer, Rebhuhn und Feldlerche in die Liste der bedrohten Arten aufgenommen werden mussten hat die NABU Gruppe Hambrücken veranlasst ihr bestehendes Engagement in Sachen nachhaltiger Artenschutz weiter zu intensivieren. Über den „Artenschuzfonds Saalbachwiesen“ sollen die Voraussetzungen geschaffen werden die erfolgreiche Naturschutzarbeit in der Saalbachniederung weiter zu intensivieren. Dort ist in den letzten Jahren auf NABU-Flächen ein Feucht- und Wiesenlebensraum entstanden, der mittlerweile fast schon als eine Art Arche-Noah bezeichnet werden muss. Gerade in den letzten Monaten konnten dort Kiebitze, Großer Brachvogel, Uferschnepfe, Bekassine, Wasserralle, Tüpfelsumpfhuhn und viele weitere Arten beobachtet werden, die auf der Liste der bedrohten Arten ganz oben stehen.

Ganz besonders freut es die NABU Gruppe Hambrücken, dass jetzt mit PLANA Küchenland ein weiterer Unterstützer für ein nachhaltiges Engagement im Natur- und Artenschutz in der Region gefunden werden konnte. Über eine längerfristige Vereinbarung fördert PLANA Küchenland die Anstrengungen der NABU Gruppe Hambrücken in der Saalbachniederung. „Wir unterstützen bereits seit mehreren Jahren verschiedene Vereine und Organisationen in der Region. Über einen Zeitungsartikel sind wir auf die Arbeit des NABU Hambrücken aufmerksam geworden. Die Erfolge und Langfristigkeit der Maßnahmen und des Projektes haben uns überzeugt, so dass wir uns gerne dazu entschlossen haben uns hier stärker zu engagieren.“ so die Aussage der beiden Geschäftsführer Michael und Jürgen Geißler. Die NABU Gruppe Hambrücken bedankt sich für die Unterstützung des Artenschutzfonds Saalbachwiesen und das entgegengebrachte Vertrauen sehr herzlich und freut sich auf die Zusammenarbeit.


Beeindruckende Artenvielfalt im NABU Feuchtgebiet

Grünschenkel, Bekassine und Uferschnepfe im NABU Feuchtgebiet der Saalbachniederung. Foto: Werner Debatin

In den vergangenen Jahrzehnten wurden in Deutschland unzählige Feuchtgebiete zerstört, indem man diese trockengelegt oder einfach zugeschüttet hat. Für zahlreiche Vogel-, Amphibien- und Libellenarten hatte dies negative Folgen und führte zu starken Bestandseinbußen. Beim NABU Hambrücken wusste man schon früh um die Bedeutung der Feuchtgebiete. Bereits im Gründungsjahr 1993 wurden in der Saalbachniederung im Zuge des damaligen Weißstorchschutzprogrammes Baden-Württemberg die ersten Flachgewässer angelegt. Im Laufe der darauffolgenden Jahre haben diese Flachgewässer auf Flächen des NABU bedeutende Erweiterungen erfahren, so z.B. über eine Ausgleichsmaßnahme der Stadt Bruchsal sowie über das Projekt „Lebensader Oberrhein“. Dadurch ist es gelungen, in der Saalbachniederung ein Feuchtgebiet mit überregionaler Bedeutung zu etablieren. Besonders deutlich zeigt sich dies beim Durchzug seltener Vogelarten. Vogelbeobachter stellen ihre Beobachtungen bei Ornitho ins Internet ein und was dabei bezüglich Saalbachniederung gemeldet wird, lässt das Herz eines jeden Naturfreundes höherschlagen. Hierzu eine Aufstellung der Sichtungen allein in den drei Tagen vom 30.08. bis 01.09.2019.

1 Großer Brachvogel
1 Uferschnepfe
20 Kiebitze
1 Tüpfelsumpfhuhn
1 Sichelstrandläufer
1 Wiedehopf
5 Flussregenpfeifer
28 Bekassinen
3 Flussuferläufer
2 Waldwasserläufer
6 Bruchwasserläufer
3 Kampfläufer
1 Zwergstrandläufer
8 Schnatterenten
5 Kormorane
1 Baumfalke
2 Wasserrallen
1 Teichhuhn
2 Braunkehlchen
30 Krickenten
1 Knäkente
5 Löffelenten
4 Silberreiher
3 Grünschenkel
1 Eisvogel
1 Fischadler
1 Rohrweihe
3 Rotschenkel
1 Dunkler Wasserläufer

Das Auftreten solcher Raritäten unserer einheimischen Vogelwelt bestätigt das große Potential der Saalbachniederung für den Natur-und Artenschutz sowie das erfolgreiche Engagement unseres Vereins.


Volksbegehren Artenschutz in Baden-Württemberg gestartet

Seit dem 24. September läuft das Volksbegehren Artenschutz – „Rettet die Bienen“ in Baden-Württemberg. Das breite Trägerbündnis aus proBiene, den Landesverbänden von BUND, NABU, Demeter, Naturland, Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft und ÖDP sowie Slow Food Deutschland, Fridays for Future BW, der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch-Hall, Bodan, Naturata, Waschbär und GLS-Bank hat nun sechs Monate Zeit, um Unterschriften von zehn Prozent der Wahlberechtigten im Ländle (ca. 770.000 Personen) zu sammeln. Das Volksbegehren beginnt mit der freien Sammlung. Die Unterlagen dazu liegen seit dem 24. September vor. Der NABU Hambrücken wird sich, wie bereits berichtet, an dem Volksbegehren beteiligen und bittet die Bevölkerung von Hambrücken um rege Stimmabgabe. Formulare sind bei unserem Verein vorhanden. Ansprechpartner ist Franz Debatin, Telefon 1531, E. Mail mail@nabu-hambruecken.com. Der NABU Hambrücken wird in den nächsten Wochen auch in Hambrücken an verschiedenen Stellen Infostände betreuen, wo Bürger ihre Stimme abgeben können.
Ab 18. Oktober werden zudem in allen Rathäusern des Landes Eintragungslisten ausliegen.

Wir Bürger übernehmen Verantwortung für unsere LebensgrundlagenNicht nur in Bayern findet ein dramatisches Artensterben statt. Der Rückgang von Bienen, Schmetterlingen, Amphibien, Reptilien, Fischen, Vögeln und Wildkräutern ist auch im Ländle alarmierend. Bayern hat gezeigt, dass Bürgerinnen und Bürger einen Wandel im Umgang mit unserer Lebensgrundlage wollen und dafür Verantwortung übernehmen. Mit diesem beflügelten Willen soll es in Baden-Württemberg weitergehen.Bedrohte Arten.Viele Tier- und Pflanzenarten sind von Ackergiften, Nahrungsmangel und Biotopverlusten bedroht. So stehen zum Beispiel in Baden-Württemberg der Feldhamster oder das Rebhuhn auf der Liste der gefährdeten Arten. Sehr drastisch ist es bei den 460 Wildbienenarten, von denen über die Hälfte auf der Roten Liste stehen.

Weitere Informationen finden Sie unter Volksbegehren Artenschutz