„Wir stechen in See!“ – Zum Schutz der Westlichen Dornschrecke
Im Herbst steht traditionell der Arbeitseinsatz zum Schutz der Westlichen Dornschrecke auf dem Programm. Am Samstag, 27.10.2018, konnten wir unser Vorhaben in die Tat umsetzen: 11 Kinder der NAJU und 12 Mitglieder vom NABU Hambrücken machten sich um 9.00 Uhr mit den Fahrrädern auf den Weg zum Karlsdorfer Baggersee. Hier befindet sich in der Renaturierungszone der Lebensraum der bedrohten Kurzfühlerschrecke. Unser Auftrag war, den Weiden- und Pappelbewuchs zurückzunehmen und die betreffenden Uferzonen der beiden Teiche von Pflanzen zu befreien. Der Einsatz war wie gehabt geplant, aber in diesem Jahr gab es eine Besonderheit. Da die Uferböschung des Baggersees in den vergangenen Monaten stark erhöht wurde, durften wir mit Erlaubnis des KRK- Betreibers mit einem Ponton über den Baggersee zu unserem „Arbeitsplatz“ fahren. Das war ein Erlebnis, vor allem natürlich für die Kinder, an einem ruhigen Herbsttag über einen See zu schippern.
Am Ziel angekommen wurde die Arbeit sogleich in Angriff genommen. Mit verschiedenen Schneidewerkzeugen und viel Handarbeit rückten wir dem Pflanzenbewuchs zu Leibe. Die größten Astscheren waren meist bei den Kindern zu finden und die Arbeit machte allen sichtlichen Spaß. Das anfallende Material wurde sachgemäß aufgeräumt, der Wunsch einiger Kinder, auch noch ein Floß zu bauen, musste mangels Zeit leider verworfen werden.
Mit einer kleinen Stärkung ließen wir den Arbeitseinsatz ausklingen, mit dem Ponton ging es dann wieder zurück zum Ausgangspunkt. Es hat alles super geklappt, Besatzung und Passagiere haben sich vorbildlich an die Regeln gehalten, sodass wir wieder heil und vollzählig das gegenüberliegende Ufer erreichten. Wir danken allen „kleinen“ und „großen“ Helfern für die tatkräftige Unterstützung, gemeinsam lassen sich unsere Aufgaben gut bewältigen.









So fand unsere letzte Gruppenstunde am Samstag, 21.04.2018, im Lußhardwald statt, Marlon, Elias, Jonas, Fabienne, Janine, Marc, Isabelle, Maddox, Emil, Vincent, Anna und Luk kamen pünktlich zum ausgemachten Treffpunkt. Bevor es losging, beobachteten wir das emsige Treiben der Wildbienen am Wildbienenhotel der BNA.
Kinder wurde sogleich die Wasserpumpe in Betrieb genommen, andere machten sich auf die Suche nach Insekten für eine geplante Tierauststellung. Mit der entsprechenden Fachliteratur wurden sie auch gleich bestimmt, z.B. fanden sie u.a. einen „Kleinen Zangenbock“. Und die hauswirtschaftlich Interessierten bereiteten einen Kräuterquark und Kräuterbutter zu. Unser Bärlauch, aber auch Taubnessel- und Löwenzahnblüten und Giersch wurden dazu verarbeitet.
Zur Einstimmung auf ein leckeres Essen konnten bei einem gemeinsamen Spiel verschiedene Gemüse und Pflanzen aus dem Wald mit geschlossenen Augen „erschmeckt“ werden. Hierbei galt es vor allem, die Farbe zu benennen. Im Anschluss daran wurde der Hunger gestillt, mit Brezeln und selbst zubereitetem Brotaufstrich. Vor allem der Kräuterquark kam bei den Kindern gut an und war ratzfatz verputzt. Marc meinte dazu:“ Das müsste unsere Mutter sehen, wie gesund wir essen!“ Mit diesem Geschmackserlebnis ging ein sinnesreicher Vormittag leider zu Ende. Wir betrachteten noch einmal die unterschiedlichen Bodenbewohner, ließen alle Tiere frei und radelten zurück. Mit dem Beschluss: hier waren wir nicht zum letzten Mal.





