Aktuelles


Fischadler auf dem Durchzug in der Saalbachniederung

Fischadler auf dem Durchzug in der Saalbachniederung Foto: Werner Debatin

Fischadler auf dem Durchzug in der Saalbachniederung Foto: Werner Debatin

Unserem Mitglied Werner Debatin ist es vor kurzem innerhalb einer Woche gleich zweimal gelungen, durchziehende Fischadler in der Saalbachniederung im Bild festzuhalten. Auch ein Mitarbeiter der BNN hat einen Fischadler in der Saalbachniederung beobachtet, der sich auf dem Storchennest niedergelassen hatte. Offensichtlich wurden die Fischadler von den Wasserflächen des NABU Feuchtgebietes angezogen. Über diesen Wasserflächen hat ein Fischadler sogar nach einem Fisch Ausschau gehalten, indem er wie ein Turmfalke in der Luft stehend rüttelte. Für Naturfreunde ist die Sichtung eines Fischadlers ein besonderes Erlebnis, schließlich kann dieser beeindruckende Vogel in Baden – Württemberg nur auf dem Durchzug beobachtet werden. Seine Brutgebiete liegen in Deutschland hauptsächlich in den gewässerreichen Bundesländern Mecklenburg – Vorpommern und Brandenburg. Seit einigen Jahren brüten Fischadler in geringer Anzahl auch wieder in Niedersachsen und Bayern. In unserem Bundesland beschränken sich die Anstrengungen zur Rückkehr des Fischadlers als Brutvogel darauf, Nester anzubieten, auch der NABU Hambrücken wirkt hierbei mit.


NABU startet in Hambrücken Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“

Auszeichnung von Hugo Simianer im Rahmen der Aktion "schwalbenfreundliches Haus" Foto: Lechner

Auszeichnung von Hugo Simianer im Rahmen der Aktion „schwalbenfreundliches Haus“ Foto: Lechner

Die Bestände bei Rauch – und Mehlschwalben gehen auch in Hambrücken immer weiter zurück. Um für die nützlichen Vögel ein besseres Bewusstsein in der Öffentlichkeit zu schaffen, hat unser Verein eine Aktion ins Leben gerufen, die den Schwalben helfen soll.
Vor kurzem hat der NABU Hambrücken den Spargelhof Simianer mit der Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ ausgezeichnet. Der Verein würdigt damit die Verdienste von Landwirt Hugo Simianer für den Schwalbenschutz. Um seinen Hof herum befindet sich mit über dreißig Nestern die größte Mehlschwalbenkolonie in Hambrücken. Als sich vor Jahren die ersten Mehlschwalben an seinem Aussiedlerhof angesiedelt haben, sind immer wieder Nester abgebrochen und heruntergefallen. Um hier Abhilfe zu schaffen, bat er den  NABU Hambrücken künstliche Nisthilfen herzustellen, welche dann als Alternative zu den natürlichen Nestern angebracht wurden. Seihher finden die Mehlschwalben bei Ihm eine sichere Heimat.

Eine Schwalbe vertilgt pro Tag die unglaubliche Menge von 1200 Stechmücken. Als natürlicher Insektenfänger ist der Abfangjäger des Tierreichs unschlagbar. Landwirte wussten diese Hilfe gegen die stechenden Plagegeister und Fliegenschwärme in ihren Ställen früher zu schätzen. Heutzutage verschwindet neben immer mehr Bauernhöfen mit Tierbestand auch die Toleranz für die fliegenden Insektenfänger. Naturnester werden oftmals mutwillig entfernt, obwohl das Bundesnaturschutzgesetz die Schwalben unter Schutz stellt und darin ausdrücklich auch ihre Nester eingeschlossen sind. Klar, auch Schwalben machen Dreck und den will eben keiner mehr. Dabei reicht ein simples Brettchen unterhalb des Nestes. Ein minimaler Aufwand im Verhältnis zum Nutzen, den die wendigen Flugkünstler mitbringen. Die fleißigen Boten des Sommers bauen ihre Nester aus rund 1600 Kügelchen. Wie kleine Murmeln klebt die Schwalbe das natürliche Nistmaterial aneinander. Hier offenbart sich ein weiteres Problem. Es fehlt an Baustoffen. Lehm in wassergetränkten Pfützen bildet die ideale Basis für ein Kügelchen. Woher jedoch nehmen, wenn inzwischen alle Feldwege befestigt oder gar asphaltiert wurden. Ein echtes Schwalbenproblem heutzutage. Kunstnester sind eine Möglichkeit. Vor allem Mehlschwalben nehmen diese Nistmöglichkeiten an der richtigen Stelle gerne an. Rauchschwalben, deren bevorzugte Behausung in Viehställen liegt, sind keine Kolonienbrüter und brauchen ein eigenes Revier. Aber auch hier werden von Menschen geschaffene Nester angenommen.

Jetzt setzt der NABU Hambrücken ein Zeichen im Kampf um die Zukunft der kleinen Segler: Menschen und Häuser in Hambrücken werden mit der schmucken Plakette “ Schwalbenfreundliches Haus“ ausgezeichnet, bei und an denen die Glücksbringer willkommen sind. Die Auszeichnung ist als sichtbare Belohnung für die Akzeptanz und Wertschätzung der gefährdeten Tiere gedacht, erklärt Hambrückens NABU Vorsitzender Franz Debatin. Die Schwalben sagen symbolisch danke und machen weiter Jagd auf störende Insekten in ihrem Umfeld. Personen in Hambrücken, bei denen am Haus Mehlschwalben oder im Stall Rauchschwalben nisten, können die Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ vom NABU Hambrücken kostenfrei beziehen.


Erfolgreiche Altpapiersammlung des NABU Hambrücken

AltpapiersammlungAm 18. Juli war der NABU Hambrücken turnusmäßig wieder an der Reihe die Altpapiersammlung in Hambrücken durchzuführen. 13 fließige Helfer fanden sich am Morgen in der Ortsmitte in Hambrücken ein, um mit Hilfe der 3 Sammelfahrzeuge die Aufgabe in Angriff zu nehmen. Der anfangs bedeckte Himmel sorgte dafür, dass die Temperaturen nicht allzu schnell stiegen, so dass ein Großteil der Arbeit noch unter angenehmen Temperaturen erledigt werden konnte. Lediglich ein Teil der Mannschaft musste das Sammeln bis in den frühen Nachmittag fortsetzen, wobei die Kräfte zusehens schwanden. Dabei tat es gut, dass sich die Helfer in einer kurzen Pause in der Thomastraße stärken konnten, wo Hilde Wirth eine Stärkung vorbereitet hatte. Auch zum Abschluß trafen wir dort wieder zusammen und konnten die verbrauchten Energien auftanken.

Der NABU bedankt sich ganz herzlich bei allen Helfern, die sich beim Sammeln oder bei der Organisation und Verpflegung beteiligt haben. Die Altpapiersammlung leistet einen wichtigen Beitrag unser Vereinskonto zu stärken, um auch zukünftig alle uns bietenden Möglichkeiten im Naturschutz nutzen zu können.


Betriebsausflug der NABU Landesgeschäftsstelle Baden – Württemberg in die Saalbachniederung

Franz Debatin (NABU) und Herr Hambsch (Stadt Bruchsal) erläutern das Naturschutzprojekt Saalbachniederung.

Franz Debatin (NABU) und Herr Hambsch (Stadt Bruchsal) erläutern das Naturschutzprojekt Saalbachniederung.

Der Betriebsausflug der NABU Landesgeschäftsstelle in Stuttgart führte in diesem Jahr in die Saalbachniederung. Eingeladen waren hierzu auch die Mitarbeiter der NABU Bezirksgeschäftsstellen, des NABU Vogelschutzzentrums Mössingen sowie Hans – Otto Gässler und Artur Bossert als Vertreter des NABU Kreisverbandes Karlsruhe. Auch Berthold Hamsch vom Planungsamt der Stadt Bruchsal war der Einladung gefolgt. Nach der Ankunft in Hambrücken wurden die 40 Teilnehmer, darunter auch der NABU Landesvorsitzende André Baumann und Geschäftsführer Uwe Prietzel von Franz Debatin begrüßt. Zu Fuß ging es zum Gebäude des HCC, dort warteten bereits Tobias Schönek und Thomas Krempel mit ihren Traktoren und Anhängern für den Weitertransport in die Saalbachniederung. Auf den ausgelegten Heuballen konnten die Teilnehmer Platz nehmen und die Traktoren fuhren das Gewann Neuwiesen, rechts der Saalbach bei der Hakenschleuse an. Von dort aus erfolgte eine Wanderung durch die Saalbachwiesen bis zum NABU Feuchtgebiet. Unterwegs wurde vom NABU Hambrücken ausführlich die bisherige Entwicklung des Naturschutzprojektes Saalbachniederung geschildert und Berthold Hamsch erläuterte die Chancen des größten zusammenhängenden Wiesengeländes in Nordbaden hinsichtlich einer zukünftigen Weiterentwicklung im Sinne des Naturschutzes.

Als Höhepunkt der Exkursion in der Saalbachniederung hatte sich der NABU Hambrücken etwas besonderes einfallen lassen. Mit Hilfe eines LKW

Der Hubsteiger der Fa. Gredler&Söhne ermöglichte den Blick aus 35 Meter Höhe.

Der Hubsteiger der Fa. Gredler&Söhne ermöglichte den Blick aus 35 Meter Höhe.

Hubsteigers der Firma Gredler& Söhne konnten sich die Teilnehmer 35 Meter hoch fahren lassen, um die Saalbachwiesenlandschaft einmal von oben aus der Perspektive eines Storches bestaunen zu können. Hiervon haben alle anwesenden Personen Gebrauch gemacht und es gab keinen, der von dieser Aussicht nicht begeistert war. Anschließend ging es zur Grillhütte, wo das Mittagessen eingenommen wurde. Dankenswerter Weise hatte sich dort auch Bürgermeister Ackermann eingefunden, um die Mitarbeiter der NABU Landesgeschäftsstelle von Seiten der Gemeinde Hambrücken zu begrüßen. Um 14.30 Uhr erfolgte die Weiterfahrt nach Bruchsal, wo nach einer kurzen Schlossbesichtigung im Cafe am Schloss der diesjährige Ausflug der NABU Landesgeschäftsstelle endete, verbunden mit einem herzlichen Dank an den NABU Hambrücken für einen unvergesslichen Tag.

Der NABU Hambrücken bedankt sich bei Bürgermeister Ackermann recht herzlich für die Begrüßung der Gäste. Herzlichen Dank auch an Tobias Schönek und Thomas Krempel, der im Auftrag von Michael Heneka tätig war. Auch bei der Firma Gredler& Söhne möchten wir uns dafür bedanken, dass sie den LKW Hubsteiger und einen Fahrer für die Veranstaltung  kostenfrei zur Verfügung stellte.  Dieser Dank gilt gleichermaßen unseren Mitgliedern Lore Breuer, Hilde Wirth sowie Martin Wetzel und Hans Josef Wetzel für ihre Mithilfe bei der Grillhütte.

Die Teilnehmer des Betriebsausflugs der NABU Landesgeschäftsstelle.

Die Teilnehmer des Betriebsausflugs der NABU Landesgeschäftsstelle.


NABU pflegt Streuobstwiese

Arbeitseinsatz Streuobstpflege

Arbeitseinsatz Streuobstpflege

Nachdem Ende Juni bereits in Zusammenarbeit von NABU und NAJU das Streuobstgrundstück des NABU in der Saalbachniederung gemäht und abgeräumt wurde stand Anfang Juli noch eine weitere Streuobstwiese auf dem Programm. Dabei handelte es sich um ein Grundstück mit verschiedenen Obstbäumen am Ortsrand von Hambrücken, die vor mehreren Jahren in Rahmen des Biotopvernetzungsarbeitskreises von Gemeinde und NABU angelegt wurde. Einige fleißige Helfer (zugegebenermaßen in diesem Fall vor allem Helferinnen) fanden sich am Vormittag des 04. Juli trotz heißer Temperaturen auf der Fläche ein, um das zuvor gemähte Gras zusammenzurechen.

Der NABU Hambrücken bedankt sich bei allen, die sich an dem Arbeitseinsatz beteiligt haben.


Weiterer Erfolg für NABU Hambrücken im Artenschutz: Drosselrohrsänger hat sich in der Saalbachniederung angesiedelt und erfolgreich gebrütet

Drosselrohrsänger; Foto: Helmut Klaus

Drosselrohrsänger –  Foto: Helmut Klaus

Als der NABU Hambrücken am 11. Mai dieses Jahres in seinem Feuchtgebiet am Saalbach den lautstarken Gesang von einem Drosselrohrsänger hörte, ist er zunächst von einem Durchzügler ausgegangen. Zum Erstaunen unseres Vereins war der Gesang des Drosselrohrsängermännchens auch drei Wochen später noch zu hören und mit jedem weiteren Tag wuchs die Hoffnung, dass es zur Ansiedlung kommt. Schwierig wurde es ab der vierten Woche, weil der größte Vertreter unserer einheimischen Rohrsängerarten (Schilfbewohner) dann das Singen weitgehend einstellte. Nur durch das intensive Beobachten seines Revieres ist es dem NABU Hambrücken gelungen, ab und an einen Drosselrohrsänger zu sichten und so seine weitere Anwesenheit festzustellen. Seit dem 6. Juli besteht nun Gewissheit, es ist nicht nur zur Ansiedlung gekommen, sondern das Drosselrohrsängerpaar hat auch erfolgreich gebrütet. Acht Wochen nach der Entdeckung dieser Vogelart in der Saalbachniederung wurden junge Drosselrohrsänger auf Schilfhalmen beobachtet, die von einem der Altvögel gefüttert wurden. Wie hoch dieses Ereignis einzustufen ist zeigt sich daran, dass selbst im bekannten Naturschutzgebiet Wagbachniederung bei Waghäusel seit Jahren kein Drosselrohrsänger mehr gebrütet hat, obwohl sich dort das größte Schilfgebiet in Nordbaden befindet. Der NABU Hambrücken freut sich sehr über diesen beachtlichen Erfolg seiner Anstrengungen für den Natur – und Artenschutz. Das zielstrebige Vorgehen unseres Vereins, Flächen in der Saalbachniederung zu kaufen und darauf wertvolle sowie dauerhaft sichere Lebensräume zu entwickeln, machen solche Erfolge erst möglich.

Der selten gewordene Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus) lebt im dichten Schilf und Ufergebüsch von Seen, Teichen, Mooren und Flüssen. Sein Brutbestand in Baden-Württemberg erstreckt sich derzeit auf ca 50 – 90 Brutpaare. Die Art gilt als stark gefährdet und wird in der Roten Liste Baden-Württembergs in „Kategorie 1 – Vom Aussterben bedroht“ geführt.


NABU Hambrücken trotzt dem Wetter beim landesweiten NaturErlebnisTag

DSC02584Am 3. Mai hat sich der NABU Hambrücken mit zwei Veranstaltungen am landesweiten NaturErlebnisTag beteiligt.

Um 9.00 Uhr hatte unser Verein zu einer Exkursion in die Saalbachniederung eingeladen. Während der dreistündigen Begehung konnten die Teilnehmer das großflächige Wiesengebiet durchwandern und wurden dabei vom NABU Hambrücken und Peter Garbe von der Agnus Bruchsal mit Informationen über die Besonderheit dieses beispielhaften Naturschutzprojektes versorgt. Neben dem Genuss einer unzersiedelten Landschaft freuten sich die Exkursionsteilnehmer auch über die Beobachtung von seltenen Arten. Besonders das NABU Feuchtgebiet am Saalbach hat sich zu einem Hot Spot der Artenvielfalt entwickelt. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass es sich bei den Saalbachwiesen um ein besonders schönes Stück Fleckchen Erde handelt und wünschten unserem Verein auch weiterhin Erfolg.

DSC02590Ab 14.00 Uhr hatte der NABU Hambrücken gemeinsam mit der NAJU bei der Grillhütte einen Natur-Nachmittag mit Kaffee und Kuchen angeboten. Neben der Verpflegung wurden die Aktivitäten unseres Vereins in Form einer kleinen Ausstellung vorgestellt. Für das junge Publikum gab es Erlebnisspiele. Leider spielte der Wettergott an diesem Tag nicht so richtig mit. Genau um 14:00 Uhr setzte Dauerregen ein, der den Zuspruch zur Veranstaltung sehr überschaubar gestaltete.

Zum Abschluss des Tages folgte am Abend noch eine Hirschkäferexkursion in die Aulach, welche von unserem Mitglied Sascha Koslowski sachkundig geleitet wurde. Die Teilnehmererfuhren auf einer kleinen Wanderung allerlei wissenswertes über die faszinierende Tiere und andere heimliche Waldbewohner. Der einzige Makel dabei war, dass wir keinen Käfer entdecken konnten, was Sascha allerdings über mitgebrachte Exemplare gut auszugleichen wußte.

DSC02593Wir danken allen recht herzlich, welche bei der Vorbereitung des Naturerlebnistages mitgewirkt und trotz des Regens ausgeharrt haben. Vielen Dank auch für die Kuchenspenden.


Ausflug des NABU Walldorf-Sandhausen zum NABU Hambrücken in die Saalbachniederungen

Artikel des NABU Walldorf-Sandhausen anlässlich des Besuches in der Saalbachniederung am 26.04.2015:

Nach dem Regen in der Nacht sind wir am Sonntag bei herrlichem Sonnenschein Richtung Hambrücken gestartet. In der Hauptstraße haben wir uns getroffen, um von dort mit wenigen PKWs zu den Saalbachniederungen weiterzufahren.

Schon auf dem Weg in die Wiesen hat uns der Gesang eines Braunkehlchens begleitet, welches wir zunächst nicht sehen konnten. Später in der Nähe der Teiche hat es sich dann doch gezeigt. Wünschenswert wäre eine Brut der Braunkehlchen in den Wiesen, zwei Exemplare konnten wir immerhin beobachten.

Die Störche auf ihrem Horst hoch über dem Gewässer müssten nun bald die Eier ausgebrütet haben, kleine Schnäbel konnten wir aber noch keine entdecken. In den Teichen waren eine Vielzahl unterschiedlicher Entenarten zu sehen und auch Amphibien waren zu hören, im Entenflott leider aber nicht zu sehen.

Es ist schon beeindruckend, durch eine weitläufige Landschaft ohne Zäune und andere zivilisatorische Errungenschaften zu gehen. Der Vorsitzende des NABU Hambrücken, Franz Debatin, hat uns die Geschichte, aktuelle Entwicklungen und auch Sorgen und Hoffnungen für die Saalbachniederungen näher gebracht. Die Hoffnung, dass aus diesem einzigartigen Stückchen Erde ein Naturschutzgebiet wird, welches auch unsere Kinder und Enkelkinder noch ansehen können, teilen wir vom NABU Walldorf-Sandhausen uneingeschränkt.

Zum Mittag sind wir dann mit dem größten Vergnügen der Einladung von Franz Debatin und seinen Mitstreitern zu einer opulenten Grillparty gefolgt, ein ganz herzliches Dankeschön nach Hambrücken für den wunderbaren Tag, das gute Essen und die netten Gespräche.

P1090072 P1090076 P1090116


Teichmolche an Amphibienwanderstrecke zwischen Forst und Hambrücken

Foto: Dieter Debatin

Foto: Dieter Debatin

In den letzten Wochen konnten immer wieder neben der überwiegenden Zahl der Erdkröten mehrere Teichmolche an der vom NABU Hambrücken betreuten Amphibienwanderstercke zwischen Forst und Hambrücken festgestellt werden. Grund genug für uns die Art hier in diesem Rahmen einmal etwas genauer vorzustellen:

Der Teichmolch (Lissotriton vulgaris) kommt in ganz West- und Mitteleuropa, einschließlich den Britischen Inseln vor. Er bewohnt vorzugsweise substratreiche und stark mit Wasserpflanzen bewachsene Kleingewässer wie Tümpel, Weiher, Auen, Kolke, krautige Gartenteiche und naturnahe Teiche in Parkanlagen. Es sind mitunter Gewässer, die sich im Sommer auch stark erwärmen können. Dieser sehr anpassungsfähige Schwanzlurch gehört in Mitteleuropa zu den häufigsten Lurchen und ist Europas häufigste Molchart. Im nördlichen und mittleren Verbreitungsgebiet bevorzugt er das Flach- und Hügelland. Im Süden hingegen besiedelt der Teichmolch auch Gewässer im Gebirge bis in Höhenlagen von 1800 m.

Foto: Werner Debatin

Foto: Werner Debatin

Die Art ist bei reichhaltigem Wasserangebot eine aquatisch lebende Amphibienart. Noch nicht geschlechtsreife Teichmolche besiedeln nach vollzogener Metamorphose etwa zwei Jahre lang das Land. So lange dauert in etwa auch die Entwicklung zur Geschlechtsreife. Schon früh im Jahr erwacht der Teichmolch aus seiner Winterruhe, die stets an Land stattfindet. Bei günstigen Temperaturen wird die Winterruhe schon Ende Februar beziehungsweise Anfang März beendet. Als Winterquartiere dienen Höhlungen unter großen Wurzeln oder Steinen, aber auch Tierhöhlen und tief reichende Gehölz- und Felsspalten. Die Laichzeit findet zwischen den Monaten März und Mai statt. Der Teichmolch ist sowohl ein nachtaktiver, als auch ein tagaktiver Lurch. Zu seiner Nahrung gehören Kleinkrebse, Wasserflöhe, kleine Libellenlarven, aber auch an Froschlaich bedient er sich gerne. Sehr gut sind Molche in ihren Gewässern zu beobachten, wenn man sich ruhig am Gewässerrand verhält und das Wasser eine Zeit lang beobachtet. Molche suchen immer wieder mit schlängelnden Ruderbewegungen die Wasseroberfläche, um dort nach Luft zu schnappen.


Der Natur auf der Spur: Bundesweiter NaturErlebnisTag setzt Zeichen – NABU Hamrücken ist mit dabei!

Naturerlebnistag„Nur wer Natur kennt, kann Umwelt schützen“. Unter diesem Motto findet am 3. Mai 2015 überall in Deutschland bereits zum neunten Mal der NaturErlebnisTag statt. Auch der NABU Hambrücken ist mit dabei. Am 03. Mai können Erlebnishungrige die ganze Vielfalt der Natur beim NaturErlebnisTag in Hambrücken kennenlernen. „Es macht einfach Spaß, Leute in die Natur hinauszuführen. Und es ist ein tolles Gefühl, mit unserer Aktion Teil einer bundesweiten Initiative zu sein, die mithilft, dass Menschen wieder ihre natürlichen Lebensgrundlagen entdecken.“,so Franz Debatin vom NABU Hambrücken im Vorfeld der Aktion.

„Ziel des NaturErlebnisTages ist es, den Leuten ohne erhobenen Zeigefinger die ganze Faszination der Natur ebenso zu vermitteln, wie Zusammenhänge in der Landschaft“, erklärt Claus-Peter Hutter von der baden-württembergischen Umweltakademie, welche im Zusammenwirken mit den Umweltakademien der anderen Länder und weiteren Partnern den NaturErlebnisTag ins Leben gerufen hat.

Hutter begrüßt die große Bereitschaft zahlreicher ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer bei Wandervereinen, Natur- und Umweltverbänden, Heimatorganisationen, Naturparks, Naturschutzzentren, Freilichtmuseen und vielen anderen Institutionen am bundesweiten NaturErlebnisTag mitzumachen und damit einen wichtigen Beitrag für eine stärkere Sensibilisierung in Sachen Natur und Landschaft zu leisten. Der NaturErlebnisTag ist, nach Mitteilung der Umweltakademie, auch ein Beitrag gegen die immer größer werdende Wissenserosion in Sachen Natur und Umwelt.

An rund 1.300 Orten bundesweit besteht für Familien und auch alle anderen Interessenten die Möglichkeit, die ganze Faszination der Natur kennenzulernen, den Geheimnissen der Tiere und Pflanzen in Wald und Flur auf die Spur zu kommen oder auch ökologische Zusammenhänge näher zu ergründen. Denn überall stehen fachkundige Gesprächspartner und viele freiwillige Helfer zur Verfügung, die ganz ohne erhobenen Zeigefinger ihre Gäste bei den jeweiligen Events mit dem Thema Natur, Landschaft, Umwelt und Nachhaltigkeit vertraut machen.

Das gesamte Programm für Baden-Württemberg für den NaturErlebnisTag am 3. Mai 2015 ist im Internet unter http://bw.deutscher-naturerlebnistag.de abrufbar.

Der NABU Hambrücken bietet am 03. Mai das folgende Programm:

  • 9:00 Uhr unter dem Motto „Naturerlebnis Saalbachwiesen“ eine Exkursion in das größte zusammenhängende Wiesengebiet Nordbadens (Treffpunkt Hundeplatz, Heuweg Hambrücken).
  • 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr ein buntes Programm mit Kaffee, Kuchen und Streuobstsäften für Jung und Alt rund um die Grillhütte in Hambrücken.
  • 20:00 Uhr eine Hirschkäferexkursion in den Hardtwald unter dem Motto „Keine Angst vor großen Tieren“ (Treffpunkt Hundeplatz, Heuweg Hambrücken).

Nähere Informationen zum Programm der NABU Gruppe Hambrücken am NaturErlebnisTag finden Sie hier.