Archiv des Jahres: 2026


Landschaftspflegearbeiten des NABU Hambrücken 2026

Am Samstag, den 20.06.2026, hat eine große Gruppe von fleißigen Helfern des NABU Hambrücken mit Unterstützung von „Wir für Hambrücken“ bei hochsommerlichen Temperaturen das Heu auf unseren Streuobstgrundstücken in der Saalbachniederung auf Rampen zusammengerecht. Unter den Obstbäumen kann man mit den heutigen großen Landmaschinen nicht fahren, weshalb dies durch „Handarbeit“ erledigt werden musste.

Im Zuge seines jahrzehntelangen Einsatzes für die Saalbachniederung hat der NABU Hambrücken auch schon mehrere ehemalige Freizeitgrundstücke gekauft und anschließend renaturiert. In diesem Zusammenhang kamen auch zahlreiche Grundstücke mit Streuobstbäume in unseren Besitz.

Am 18. Juni hatten zuvor Steffen Debatin von der Firma Natura Service GmbH und unser Vereinsvorsitzender Franz Debatin die fünf Streuobstgrundstücke mit Balkenmäher gemäht. Manfred hat dann danach mit Freischneider und Sense an den Stämmen unter den Bäumen freigemäht. Dank der großen Anzahl von Helfern konnte dann das Zusammenrechen des Heus in stark 2 Stunden durchgeführt werden. Steffen Debatin (Fa. Natura Service) hat direkt danach das Mähgut mit dem Ladewagen aufgenommen und abgefahren.

Zusammenrechen des Heus auf Rampen zwischen den Bäumen Foto: Manfred Debatin
Die fleißigen Helfer bei der Vesperpause Foto: Manfred Debatin

Dass sich dieser Einsatz für die Natur wahrlich lohnen, zeigt sich nicht nur bei den naturschutzfachlich wertvollen Streuobstbeständen. Auf einem der fünf Grundstücke blühten in diesem Jahr 20 Pyramidenorchispflanzen, auf der ganzen Fläche verteilt. In den Jahren zuvor waren es nur zwei Pflanzen gewesen. In der Hoffnung, dass sich diese schöne, seltene und geschützte heimische Orchidee weiter vermehrt, wurden die Bereiche mit den Blühpflanzen von der Mahd selbstverständlich ausgespart. Es zeigte sich hier dieses Jahr wieder der Erfolg unserer wertvollen Naturschutzarbeit.

Wir danken allen Helfern nochmals recht herzlich für ihren Einsatz bei diesen hohen Temperaturen.

Es steht jetzt noch die Pflege des Streuobstgrundstückes im Gewann Hungerbühl auf Gemarkung Hambrücken an, welches demnächst erfolgen wird.

Die Saalbachniederung glänzt nicht nur durch das Vorkommen seltener Vogelarten, auch die Wiesen selbst sind in guter Entwicklung. So schön kann unsere Heimat sein. Hier die seltene Pyramidenorchis auf einer unserer Streuobstwiese. Foto: Wolfgang Rößler

NAJU Treffen am 20.06.2026

Am 20. Juni trafen sich sieben Naturforscher unserer NAJU Gruppe, um Pflanzen aus einem neuen, bzw. anderen Blickwinkel zu betrachten. Zunächst wurden Rätselfragen zu Blumen beantwortet. Danach ging es ab in die Wiese, um einzelne Blüten, Blätter oder Gräser zu sammeln. Mit „Solar Printing“ konnten die Forscher ihre Pflanzen auf Papier bringen. Dazu wurden die Pflanzenteile auf ein besonderes Papier angeordnet, mit Folie überzogen und in die Sonne gelegt. Diese „belichtete“ uns das Bild und nach einem Wasserbad waren die Pflanzenteile wieder sichtbar.

Mit Sammelschalen ausgestattet gingen wir in Richtung Waldplatz weiter. Es sollten vor allem bunte Blüten gesammelt werden, um im Schatten der Bäume ein weiteres Pflanzenexperiment zu machen.

Wie könnten wir mit Blüten malen? Dieser Frage gingen wir nach und versuchten mit den verschiedenen Blüten „Rubbelbilder“ zu machen. Das Erstaunen war groß, als roter Mohn sich nicht rot rubbeln ließ, sondern auf dem weißen Papier ein dunkles violett ergab. Auch andere Blüten veränderten beim Rubbeln ihre Farben, was spannend war und es kam zu der Aussage: „Mit Blumen habe ich noch nie gemalt“.

Freispielzeit im Wald beendete unseren Vormittag und wir machten uns bald darauf wieder auf den Rückweg.

Euer NAJU Team

„Solar Printing“ – Bild und „Rubbelbild“ von Pflanzenteilen Foto S. K.

Was steckt denn da im Boden?

Bei strahlendem Sonnenschein machten sich am Samstag, den 9. Mai, acht kleine Naturforscher zusammen mit ihren „Teamerinnen“ Linn R. und Susanne K. auf den Weg zum Waldklassenzimmer, um den Boden mit seinen Bestandteilen und Krabbeltieren zu erforschen.

Zuerst wurde der Boden mit den Augen erforscht. Liegt Laub auf dem Boden? Wie sieht es aus? Gibt es Pflanzen? Wie heißen sie? Wie gut versickert Wasser im Boden? Um zu erkennen, aus wie vielen Schichten der Boden besteht, wurde eine Bodenprobe mit Wasser in ein Schraubglas gegeben, verschlossen und dann kräftig geschüttelt. Nach einer Weile konnten alle Naturforscher beobachten, dass sich ganz unten im Glas Sand und Kies absetzte, gefolgt von einer Schicht Humus und oben schwammen kleine Blattteile und Stöckchen.

Anschließend wurden Bodentiere zum Beobachten eingefangen, bestimmt und wieder freigelassen. Dazwischen war viel Zeit zum Spielen und Vespern. Einige Kinder bauten „verlassene“ Nester einer anderen Schulklasse weiter und spielten Vogelfamilie, andere bauten ein „Zelt“ aus großen Ästen, die sie an einen Baumstamm lehnten.

Unser nächstes Treffen findet am Samstag, den 20. Juni, statt. Das Thema werden Pflanzen sein.

Die Naturforscher im Wald Foto S. K.
Erforschung der Bodenprobe sowie Tier- und Pflanzenbestimmung Foto S. K.

NAJU „Wolfsrudel“ zu Gast im Bienengarten Wiesental

Am Samstag, den 09.05.2026, versammelte sich unser NAJU-Wolfsrudel auf dem Parkplatz der Kleingartenanlage in Wiesental. Bei bestem Wetter freuten sich alle auf den geplanten Besuch des Bienengartens des Bezirksimkervereins Philippsburg. Mit 17 wissbegierigen Kindern und ihren Betreuern wurden wir dort herzlich empfangen.

Nach einer kurzen Begrüßung starteten wir mit einem spannenden Film über die emsigen Bienen und lernten unter anderem viel über die Arbeitsverteilung und das Leben in einem Bienenvolk. Im Anschluss konnten wir einige Exemplare genauer unter die Lupe nehmen und viele Fragen stellen. Auch der Smoker faszinierte die Kinder sehr. Nachdem die Bienen mit dem Rauch beruhigt worden waren, durften wir den Bienenstock aus nächster Nähe betrachten und natürlich auch Honig direkt aus den Waben naschen.

 

Betrachtung von Bienen und ihre Waben aus der Nähe Foto: C.D.

Ein besonderes Highlight war auf jeden Fall die Verkostung des vereinseigenen Honigs. Mit frischem Brot und wahlweise Butter durften die Kinder flüssigen und cremigen Honig probieren. Hier wurde mit großem Appetit getestet und geschlemmt. Außerdem lernten wir, dass es auch beim Kauf von Honig einiges zu beachten gibt.

Alles in allem war es ein sehr spannender und beeindruckender Besuch! Wer jetzt ebenfalls Lust bekommen hat, ist herzlich zum „Tag des offenen Bienengartens“ am 19. Juli 2026 von 11 bis 18 Uhr in der Kleingartenanlage Wiesental (Unserer-Lieben-Frau-Weg) eingeladen. Der Bezirksimkerverein Philippsburg erwartet euch mit einem tollen Programm – auch für Kinder – und sorgt selbstverständlich bestens für das leibliche Wohl. Der Besuch lässt sich übrigens auch wunderbar mit einer Radtour verbinden.

Verkostung mit vereinseigenem Honig Foto: NAJU

Auch wir von der NAJU Oberhausen/Philippsburg sind sehr an einem gemeinsamen Projekt mit dem Bezirksimkerverein Philippsburg interessiert. Denkbar wäre dies vielleicht sogar auf dem Areal der Engelsmühle Philippsburg, sofern sich der vorgeschlagene Begegnungshof der IG Engelsmühle realisieren lässt. Auch hierfür bitten wir um Unterstützung, da unsere NAJU-Gruppe dort eine feste Basis erhalten würde. Weitere Informationen gibt es unter: www.ig-engelsmühle.de.

Die Kindergruppe im Bienengarten Wiesental Foto: NAJU

Abenteuer in der Natur erleben – wäre das auch etwas für eure Kids im Alter von 6 bis 12 Jahren? Unsere nächsten Treffen vor den Sommerferien finden am 27.06.2026 und 18.07.2026 statt. Unverbindliches Reinschnuppern ist jederzeit gerne möglich. Infos und Anmeldung unter corinnadang@web.de oder telefonisch unter 0155 62 500 116.


„Naturforscher“ unterwegs

Am Samstag 18.04. waren 6 Naturforscher aus Hambrücken bei strahlendem Frühlingswetter im Wald. Sie lauschten den vielfältigen Vogelstimmen und lernten das Gezwitscher und die Rufe zu unterscheiden. Im Anschluss betrachteten sie verschiedene Vogelnester und ergründeten aus was für Materialien die Nester gebaut waren. Genug Theorie. Jetzt bauten die Kinder begeistert in Gruppen Nester aus Ästen, Zweigen, Laub und Moos. Nachdem die Nester fertig waren, mussten die Jungvögel gefüttert werden. Hin und her rannten die „Vogeleltern“, denn in so einen Schnabel passte immer nur ein „Wurm.“ Gleichzeitig mussten die Vogeleltern den Kuckuck mit lautem Geschrei vom Nest verjagen, damit er nicht sein Ei unterschieben konnte.

Danach erholten sich die Forscher von der „Arbeit“ bei einem kleinen Imbiss und hatten danach noch Zeit selbst den Wald rund um das Adlernest zu erkunden.

Nächstes Treffen der Naturforscher ist am Samstag 9. Mai von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr. Treffpunkt ist die Grillhütte. Um Anmeldung wird gebeten: naju@nabu-hambruecken.de

Von den Kindern gebautes „Adlernest“ Foto: S. K.

Schwalbenaktion 2026 wurde durchgeführt

Am Samstag, den 07.03.2026, haben wir bei passendem Wetter mit einem LKW-Hubsteiger unsere Schwalbenaktion durchgeführt, bei welcher wir an verschiedenen Gebäuden die Kotbretter und Mehlschwalbennester gereinigt und einige neue Mehlschwalben-Kunstnester sowie auch neue Kotbretter montiert haben.

Nachdem 2024 bei einer Gruppe von Mehlschwalben durch schlechte Witterung beim Rückzug im Frühjahr etliche nicht überlebt haben und deshalb etliche Nester in Hambrücken dann nicht besetzt waren, sind 2025 wieder etwas mehr Nester besetzt gewesen. Der Bestand an Brutpaaren von Mehlschwalben in Hambrücken war aber noch etwas geringer als 2023. Bei den Rauchschwalben ist der Bestand an Brutpaaren seit 2018 immer leicht steigend geblieben.

Den LKW-Hubsteiger für diese Aktion hat die Gemeinde Hambrücken bezahlt. Wir bedanken uns hierfür bei der Gemeinde Hambrücken recht herzlich. Die Stadt Bruchsal unterstützt uns ebenfalls bei den Materialkosten, die wir für den Teil der Aktion auf Gemarkung Bruchsal haben. Wir bedanken uns auch bei der Stadt Bruchsal recht herzlich.

Montage von Mehlschwalbendoppelnester und Kotbretter beim Hospiz Astra Nord in Bruchsal Foto: Johann Grub
Zwei Mehlschwalben-Kunstnester und zwei Kobretter montiert am Hospiz Astra Nord in Bruchsal Foto: Manfred Debatin

NAJU Treffen „Kreativtreff Frühling“ am 07. März 2026

Am Samstag, den 07. März, trafen sich die „NATURFORSCHER“ der Kinder- und Jugendgruppe vom NABU Hambrücken mit ihren Eltern zum „Kreativtreff Frühling“. Aus Weidenzweigen wurden zunächst Kränze geflochten, die dann als Rahmen für „Foto-Klick“-Aufnahmen genutzt wurden. Die Aufgabe war, den Frühling zu suchen, z.B. eine schöne Frühlingsblume, oder knospende Zweige, den Kranz drum herum zu legen, um sie dann zu fotografieren. Dabei wurde so einiges Schöne, das den Frühling anzeigt, entdeckt und bildlich festgehalten.

Anschließend flochten die Familien in ihre Kränze einen Boden ein, so dass ein Oster- bzw. Frühlingsnest entstand. Zum Schluss wurde das Nest noch mit Moos und z.T. mit Blumen dekoriert, so dass alle ein kleines Kunstwerk mit nach Hause nehmen konnten.

Schnell ging ein schöner Vormittag bei schönstem Frühlingswetter zu Ende und wir freuen uns schon auf den nächsten Termin, am 18. April 2026, wo die jungen Naturforscher, ohne ihre Eltern, dabei sein werden. Auch Kinder, die noch nicht dabei waren, sind herzlich willkommen.

Linn, Susanne, Martina

Herstellung von „Frühlings-Kränzen“ Foto: L.R.
Frühlings-Kranz und Infomaterial Foto: L.R.

Obstbaumpflege auf unseren NABU-Streuobstgrundstücken

Regelmäßig ist bei den Hochstamm-Obstbäumen auf unseren Streuobstgrundstücken eine Pflege (Baumschnitt) erforderlich. Unter Anleitung und Mithilfe von Egon Drexler wurden im Frühjahr 2026 insbesondere bei unseren Streuobstgrundstücken in der Saalbachniederung wieder größere Pflegemaßnahmen durchgeführt. Die alten Obsthochstämme benötigten wieder mal einen Regel- und teilweise Erneuerungsschnitt. Die in den letzten Jahren gepflanzten Jungbäume benötigten einen Erziehungsschnitt (gibt dem Baum sein typisches Aussehen und steuert gezielt das Wachstum) und die „Baumscheiben“ müssen wieder hergestellt werden. Baumscheiben bei jungen Bäumen (meist die ersten 3-5 Jahre) sollen bewuchsfrei gehalten werden, um Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe durch andere Pflanzen zu vermeiden. Altholz wird teilweise belassen, z.B. für Insekten oder wegen Astlöcher als Nistmöglichkeit.

Wir danken Egon Drexler für seine Unterstützung.

Die Aktiven beim diesjährigen Obstbaumschnitt (v.l.n.r: Egon Drexler, Wolfgang Rößler, Manfred Debatin) Foto: NABU Hambrücken
Grundstück Hakenschleuse nach dem Obstbaumschnitt Foto: Egon Drexler

Naturbegeisterte gesucht: Mitglied beim NABU Hambrücken werden und die Natur vor der Haustüre schützen

Hambrücken – Nisthilfen für Vögel, Schutzzäune für Kröten und die Pflege von Streuobstwiesen und das Wiesengebiet Saalbachniederung mit seinen Feuchtflächen:

Mit viel Herzblut und Tatkraft machen sich die Aktiven vom NABU Hambrücken für die Vielfalt und den Schutz der Natur in Hambrücken und Umgebung stark. „Damit wir unsere Naturschutzprojekte verwirklichen und politisch für die Belange der Natur eintreten können, setzen wir auf eine starke Gemeinschaft mit vielen Mitgliedern beim NABU“, sagt Franz Debatin, Vorsitzender des NABU Hambrücken. Deshalb starten wir in der kommenden Woche eine Mitgliederwerbeaktion, um noch mehr Menschen für den Naturschutz zu gewinnen.“

 

Ab dem 23.02.2026 ist ein Team naturbegeisterter junger Menschen im Auftrag des NABU in Hambrücken und Umgebung unterwegs. Sie gehen von Tür zu Tür und fragen die Einwohnerinnen und Einwohner, ob sie den Naturschutz regelmäßig mit einer NABU-Mitgliedschaft unterstützen möchten. Die jungen Menschen sind an ihrer Kleidung mit NABU-Logo sowie ihrem NABU-Mitarbeitendenausweis erkennbar und nehmen auf keinen Fall Bargeldspenden an.

 

„Unsere Gruppe freut sich auf viele neue Mitglieder und Menschen, die ehrenamtlich aktiv werden möchten. Als NABU-Mitglied setzen sie ein starkes Zeichen für den Naturschutz – finanziell und auch politisch “, sagt Franz Debatin. Es gibt viele Möglichkeiten, sich beim NABU Hambrücken einzubringen, spezielle Vorkenntnisse sind dafür nicht nötig. Beispielsweise freut sich der NABU Hambrücken über neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die unter anderem bei der Nistkastenpflege, beim Amphibienschutz (Einsammeln von Amphibien und über die Straße bringen), bei der Pflege von Streuobstgrundstücken (Hilfe bei Apfelernte und Heuernte), bei Pflegearbeiten in unserem Hauptprojekt Saalbachniederung und als Unterstützung bei Veranstaltungen und Infoständen dabei sein wollen. „Wir freuen uns auf alle, die uns unterstützen und der Natur den Rücken stärken will – als einfaches oder aktives Mitglied!“, so Franz Debatin.

 

Kontakt für Rückfragen: Franz Debatin, Tel.: 07255 1531, E-Mail: mail@nabu-hambruecken.com

Aktive des NABU Hambrücken bei der Vesperpause während der Heuernte Foto: Manfred Debatin