Saalbachniederung


Neue Infotafeln für Besucher der Saalbachniederung

Hans-Otto Gässler (NABU Kreisvorsitzender), Dr. Katrin Fritzsch (Projekt Lebensader Oberrhein), Franz Debatin, Manfred Debatin (NABU Hambrücken) bei der Einweihung der neuen Tafeln.

Im Jahr 2004 enthüllte Willi Stächele, damals Baden-Württembergs Minister für Ernährung und Ländlicher Raum, in der Saalbachniederung zwei Infotafeln. Jeweils am Heuweg und vor dem Feuchtgebiet am Saalbach wurde seither auf den Tafeln die große Bedeutung der weiträumigen Wiesenlandschaft für den Naturschutz erläutert und auf das Engagement des NABU hingewiesen. Vor kurzem wurden an gleicher Stelle neue Tafeln angebracht. „Willkommen im Hotspot der biologischen Vielfalt“. So werden Spaziergänger und Radfahrer jetzt begrüßt, welche sich an den Tafeln über das Projekt Lebensader Oberrhein informieren. Beim Austausch der Tafeln waren Dr. Katrin Fritzsch als Projektleiterin Baden-Württemberg und Hans-Otto Gässler als Vorsitzender des NABU Kreisverbandes Karlsruhe zugegen. Deutschlandweit gibt es 30 „Hotspots der biologischen Vielfalt“, Regionen mit einem besonderen Reichtum charakteristischer Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten. Mitten in einer dieser Regionen befindet sich der Hotspot „Nördliche Oberrheinebene mit Hardplatten“, wozu auch die Saalbachniederung gehört. Dort wurde im Dezember 2016 auf Flächen des NABU eine große Maßnahme zur Erweiterung der Flachgewässer umgesetzt.
Hintergrund : Projekt „Lebensader Oberrhein-Naturvielfalt von nass bis trocken“:

Infotafel am Eingang zu den Saalbachwiesen.

Das Projekt „Lebensader Oberrhein-Naturvielfalt von nass bis trocken“ wurde im Oktober 2013 gestartet und läuft bis September 2019. Drei Bundesländer (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen) haben Anteil am Projektgebiet im Biodiversitäts-„Hotspot“ am nördlichen Oberrhein. Zur Umsetzung der Naturschutzmaßnahmen haben sich die NABU-Landesverbände Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg zusammengeschlossen. Das Projektvolumen beträgt insgesamt rund fünf Millionen Euro. Das Projekt wird durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert. Die Ausgaben werden zu 75 Prozent vom BUMB über das „Bundesprogramm Biologische Vielfalt“ und zu 15 Prozent von den Umweltministerien in Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg getragen. Zehn Prozent der Kosten übernimmt der NABU selbst.
Weitere Informationen: www.lebensader-oberrhein.de


Sparkasse Kraichgau unterstützt das NABU Projekt „Saalbachniederung“ mit einer Spende

Im Rahmen der Ausstellung überreichte Sparkassenvorstand Thomas Geiß ( links) eine
Spende an den Vorsitzenden Franz Debatin (rechts) . Auch Projektleiterin Dr . Katrin Fritzsch vom NABU Baden-Württemberg dankte der
Sparkasse Kraichgau für die Unterstützung.

Neues über die Naturvielfalt vor der Haustür erfahren – das konnten Besucherinnen und Besucher der Info-Ausstellung des NABU „Lebensader Oberrhein – Naturvielfalt von nass bis trocken“ in der Sparkasse Kraichgau in Bruchsal. Das nördliche Oberrheingebiet zwischen Bingen in Rheinland-Pfalz und Bühl in Baden-Württemberg gehört zu den 30 „Hotspots“ der biologischen Vielfalt in Deutschland, die sich durch ihre besondere Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten auszeichnen. Auf einer Fläche von über 2.200 Quadratkilometern findet man einen außergewöhnlichen Reichtum an Lebensräumen.
Inmitten des länderübergreifenden Projekts „Lebensader Oberrhein“ liegt vor den Toren Bruchsals das Schutzgebiet Saalbachniederung. Die Maßnahmen knüpfen an die
erfolgreiche Arbeit der NABU-Ortsgruppe Hambrücken an, die sich mit ihrem Vorsitzenden Franz Debatin bereits seit 1985 für die Artenvielfalt in der Saalbachniederung einsetzt. Mit ihren gut 500 Hektar zählt die Saalbachniederung zu den fünf größten Wiesengebieten in Baden-Württemberg. Viele seltene Vogelarten rasten hier auf ihrem Zug und können vor dem Weiterflug Nahrung aufnehmen, andere nutzen sie als Überwinterungsgebiet. Insekten oder Amphibien sowie Feuchtwiesenpflanzen wie der Kantige Lauch profitieren ebenfalls von den Naturschutzmaßnahmen zur Wiedervernässung.
Bereits seit vielen Jahren unterstützt die Sparkasse Kraichgau das nachhaltige Engagement der NABU-Ortsgruppe Hambrücken und hat jetzt anlässlich der Ausstellungseröffnung erneut eine Spende in Höhe von 1.000 Euro überreicht.

„Die Anstrengungen für den Erhalt dieser einzigartigen Naturlandschaft in unserer Region sind bemerkenswert. Durch hohen persönlichen Einsatz wurde aus zunächst nur wenigen Hektar intakter Natur etwas Einmaliges geschaffen. Dieses Engagement wollen wir durch unsere Spende weiter unterstützen“, sagte Thomas Geiß, Vorstandsmitglied der Sparkasse Kraichgau.
Nachhaltigkeit spiele auch für die in der Region verwurzelte Sparkasse Kraichgau eine wichtige Rolle. „Wir fühlen uns für die Menschen der Region ebenso verantwortlich wie für die Umgebung, in der wir leben.“
Franz Debatin bedankte sich für die erneute Unterstützung durch die Sparkasse: „Wir setzen uns seit über 30 Jahren dafür ein, diese wertvolle Wiesenlandschaft wiederherzustellen, zu erhalten und zu entwickeln. Dass wir damit erfolgreich sind, verdanken wir nicht zuletzt
unseren vielen Unterstützerinnen und Unterstützern.“
Auch Dr. Katrin Fritzsch, Projektleiterin beim NABU Baden-Württemberg freute sich über das Engagement der Sparkasse: „Damit Naturschutz nachhaltig funktioniert, braucht es die Menschen vor Ort. Wir sind sehr froh, dass die Sparkasse Kraichgau das Projekt „Lebensader Oberrhein“ unterstützt und unsere Info-Ausstellung in ihren Räumen zeigt. “
„Lebensader Oberrhein – Naturvielfalt von nass bis trocken“ ist ein Verbundprojekt der beiden NABU-Landesverbände Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, gefördert im Rahmen des „Bundesprogrammes Biologische Vielfalt“.

Weitere Informationen: www.lebensader-oberrhein.de


Schaffung neuer Flachgewässer in der Saalbachniederung

„Lebensader Oberrhein“ wertet wertvolle Wiesenlandschaft weiter auf

Neue Flachgewässer in der Saalbachniederung

In der Saalbachniederung fanden im Dezember Bauarbeiten im Zeichen des Naturschutzes statt. Im Rahmen des länderübergreifenden Projekts „Lebensader Oberrhein – Naturvielfalt von nass bis trocken“ entstand neuer Lebensraum für gefährdete Arten. „Dazu vergrößerten wir eine bereits vorhandene Flachwasserzone und legten zusätzlich eine weitere an“, berichtet Michael Hug vom Bühler Institut für Landschaftsökologie und Naturschutz, der die Arbeiten betreute. Führt der Saalbach viel Wasser, überflutet er die neu geschaffenen Flächen. Solche Bereiche brauchen viele Vogelarten als Brut-, Rast- und Nahrungsflächen.

Baggerarbeiten in der Saalbachniederung

Die Saalbachniederung liegt mitten in einem von bundesweit 30 „Hotspots“, die sich durch ihre besondere Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensräumen auszeichnen. Viele seltene Vogelarten wie Grünschenkel oder Bekassine rasten hier auf dem Zug und können vor ihrem Weiterflug Nahrung aufnehmen, andere nutzen sie als Überwinterungsgebiet. Insekten oder Amphibien sowie Feuchtwiesenpflanzen wie der Kantige Lauch profitieren ebenfalls von den Naturschutzmaßnahmen zur Wiedervernässung.

„Bitte nehmen Sie Rücksicht und helfen Sie mit, die einzigartige Natur hier in der Saalbachniederung zu schützen“, ist deshalb der eindringliche Appell von Gebietsexperte Franz Debatin (NABU Hambrücken). Er setzt sich mit dem NABU Hambrücken bereits seit 1985 dafür ein, die Wiesenlandschaft in der Saalbachniederung wiederherzustellen, zu erhalten und zu entwickeln. An diese erfolgreiche Arbeit knüpfen die Maßnahmen im Rahmen des Projekts an.

Weitere Informationen über das Projekt „Lebensader Oberrhein“ finden Sie hier.


NABU Hambrücken renaturiert ehemalige Freizeitgrundstücke in der Saalbachniederung

Mitglieder der NABU Gruppe Hambrücken im Einsatz für die Natur.

Mitglieder der NABU Gruppe Hambrücken im Einsatz für die Natur.

Kein Zweifel, es ist ein besonders schönes Stück Fleckchen Erde dort draußen in der Saalbachniederung. Durch die extensive Nutzung des großflächigen Wiesengebietes nimmt die Artenvielfalt zu und auch das inzwischen wieder nahezu unbeeinträchtigte Landschaftsbild besitzt im dicht besiedelten Nordbaden ein Alleinstellungsmerkmal. Maßgeblich hierzu beigetragen hat der NABU Hambrücken, der seit seiner Gründungsversammlung im Jahr 1993 keine Kosten und Mühen scheut, um in der Saalbachniederung ein Rückzugsgebiet für gefährdete Wiesenvögel wie z.B. Feldlerche, Grauammer, Wachtel und Schafstelze zu schaffen. Diese Bodenbrüter benötigen offene und ungestörte Lebensräume. Um ihnen zu helfen, hat unser Verein in der Saalbachniederung im Laufe der Jahre zahlreiche Freizeitgrundstücke erworben, um sie anschließend zu renaturieren. Vor wenigen Wochen hat der NABU Hambrücken in Absprache mit dem Landratsamt Karlsruhe damit begonnen, auf zwei weiteren Grundstücken links des Saalbaches all das zu entfernen, was in einem rechtskräftig ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiet, Fauna – Flora – Habitat und Vogelschutzgebiet nichts verloren hat. Nachdem eine von unserem Verein beauftragte Firma zunächst eine Betonplatte und Streifenfundamente beseitigte, wurden von unseren Mitgliedern in mehreren Arbeitseinsätzen allein über drei Tonnen Betonsteine, zusätzlich Stahlpfosten, Zäune, Verschläge und sonstiger Unrat entsorgt. Als nächstes werden die nicht einheimischen Thujagehölze entfernt, anschließend das Grundstück eingeebnet. Im Frühjahr erfolgt dann noch die Einsaat mit einer geeigneten Wiesensamenmischung. Dann wird nichts mehr auf eine jahrzehntelange Beeinträchtigung des Landschaftsbildes hindeuten und der NABU Hambrücken hat eine weitere Chance genutzt, das Naturschutzprojekt Saalbachniederung aufzuwerten.

Wir danken allen Helfern unseres Vereins recht herzlich für ihren Einsatz bei der Renaturierung der beiden Grundstücke.


Seltene Vogelarten in der Saalbachniederung

Großer Brachvogel im NABU-Feuchtgebiet

Großer Brachvogel im NABU-Feuchtgebiet

Schon seit mehreren Jahrzehnten weiß man beim NABU Hambrücken, welch großes Potential die weiträumige und unzersiedelte Saalbachwiesenlandschaft für den Natur – und Artenschutz besitzt. Dementsprechend engagiert sich unser Verein für den Erhalt und die Weiterentwicklung dieses besonders schönen Fleckchen Erde. Doch auch wir staunen immer wieder, was sich dort als Ergebnis unserer Anstrengungen an seltenen Vogelarten einstellt. So hat im NABU Feuchtgebiet am Saalbach auch in diesem Jahr wieder der seltene Drosselrohrsänger erfolgreich gebrütet, ebenso Zwergtaucher, Graugans, Teichrohrsänger, Sumpfrohrsänger, Reiherente, Wasserralle und Teichhuhn.

Eindeutiger Höhepunkt war jedoch die erstmalige Balz von zwei Wachtelkönigen. Jetzt, wo die Brutzeit zu Ende geht, zeigt sich, dass die NABU Flachgewässer auch als Rastplatz überregionale Bedeutung erlangt haben. Derzeit tummeln sich auf den Wasser und Schlammflächen Raritäten wie z.B. Waldwasserläufer, Dunkelwasserläufer, Flussuferläufer, Bruchwasserläufer, Zwergstrandläufer, Sichelstrandläufer, Grünschenkel, Rotschenkel, Bekassinen und Flussregenpfeifer. Am 13. August entdeckte unser Mitglied Werner Debatin 11 Brandgänse und am 14.8. zwei Exemplare vom Großen Brachvogel, der in Deutschland wie so viele Vogelarten erschreckende Bestandseinbrüche zu verzeichnen hat. Ein Ornithologe hat zudem ein Tüpfelsumpfhuhn in der Saalbachniederung gemeldet. Das Auftreten solch seltener Vogelarten in der Saalbachniederung belegt eindrucksvoll nicht nur das erfolgreiche Engagement des NABU Hambrücken, sondern auch, dass jeder Euro, den unser Verein dort investiert sehr gut angelegt ist. Wer dieses einzigartige Naturschutzprojekt unterstützen möchte, hier die Bankverbindungen der NABU Gruppe Hambrücken:

Sparkasse Kraichgau Konto Nr. DE19663500360010357045 BIC: BRUSDE66XXX

VOlksbank Bruchsal – Bretten: Konto Nr. DE71663912000012431600 BIC: GENODE61BTT


Stiftung des Landesnaturschutzverbandes fördert Naturschutzprojekt Saalbachniederung

Spendenübergabe durch Dr. Gerhard Bronner, den Vorsitzenden des LNV Baden-Württemberg, an Franz Debatin von der NABU Gruppe Hambrücken

Spendenübergabe durch Dr. Gerhard Bronner, den Vorsitzenden des LNV Baden-Württemberg, an Franz Debatin von der NABU Gruppe Hambrücken

Anlässlich eines Ortstermins in der Saalbachniederung übergab der Vorsitzende des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg (LNV), Dr. Gerhard Bronner einen Spendenscheck über 3.500 € an Franz Debatin von der NABU-Gruppe Hambrücken. Vor kurzem hatte der Stiftungsrat des LNV einen Antrag des NABU bewilligt und damit das Naturschutzprojekt Saalbachniederung mit diesem Betrag gefördert. Dadurch soll der Ankauf von weiteren Grundstücken zur dauerhaften Sicherung des größten zusammenhängenden Wiesengeländes in Nordbaden ermöglicht werden. Die Scheckübergabe erfolgte im Beisein der Referatsleiterin des Referates 56 Naturschutz- und Landschaftspflege des Regierungspräsidiums Karlsruhe, Dr. Luise Murmann-Kristen. Vom Landratsamt Karlsruhe waren der zuständige Dezernent Prof. Jörg Menzel und der Kreisökologe Hans-Martin Flinspach anwesend. Auch die Oberbürgermeisterin der Stadt Bruchsal, Cornelia Petzold-Schick hatte sich Zeit genommen, um an der Begehung und Scheckübergabe teilzunehmen. Der Verein Wiesenauen Mittlerer Oberrhein wurde vom Vorsitzenden Gerhard Sand vertreten. Vom NABU Kreisverband Karlsruhe waren Hans-Otto Gässler als Vorsitzender und Artur Bossert als stellvertretender Vorsitzender anwesend.

Anlässlich des Termins hatte der NABU eine Begehung des Wiesengeländes organisiert, wobei sich alle Anwesenden von der einmaligen Schönheit und Naturvielfalt des Gebietes überzeugen konnten. So waren unter der Regie der damaligen Bezirksstelle für Natur- und Landschaftspflege Anfang der 90er Jahre die entscheidenden Weichenstellungen für die Zurückgewinnung der Wiesen vorgenommen worden. Franz Debatin, Vorsitzender der NABU-Gruppe Hambrücken und Mitinitiator des Schutzgebiets Saalbachniederung erläuterte Wichtiges und Wissenswertes zum Gebiet, welches auf der Außengemarkung Bruchsal liegt. Die gesamte Fläche ist ca. 525 ha groß, davon sind ca. 300 ha ökologisch besonders wertvolle Wiesen. Debatin ging in seinen Ausführungen auf die Vergangenheit des Gebietes, den Umbruch ab 1960 sowie den damit einhergehender Artenschwund in der Pflanzen- und Tierwelt ein. Ab Anfang der 1990er Jahre wurden auf großen Flächen Äcker in extensiv genutzte Wiesen umgewandelt. Damals gründeten die Gemeinden und Naturschutzverbände der Region den Arbeitskreis Pfinz-Lußhardt-Auen, den heutigen Verein Wiesenauen Mittlerer Oberrhein e.V. mit dem Ziel, die Wiesen wieder als Lebensraum zu verbinden.

Mit finanzieller Hilfe des Landes Baden-Württemberg und der Europäischen Union werden heute mittels Extensivierungsverträgen die 300 ha Wiesenlandschaft schonend bewirtschaftet. Zudem konnte, so führte Debatin weiter aus, der NABU bisher zahlreiche Grundstücke kaufen, was durch vielerlei Unterstützung privater und öffentlicher Spender möglich war. So werde auch eine Weiterentwicklung des Projektes ermöglicht, sagte Debatin. Die Anwesenden zeigten sich beeindruckt von der großartigen Landschaft der Saalbachniederung und der vielfältigen Vogelwelt. „Der NABU hat hier mit seinem Jahrzentelangen Engagement ein einzigartiges Naturparadies geschaffen und erhalten. In solch großflächigen Wiesengebieten finden Raritäten wie Grauammer, Wachtel, Feldlerche und Storch noch Lebensmöglichkeiten“, stellte Bronner fest. Die LNV-Stiftung habe diesen Einsatz auch in der Vergangenheit immer wieder gerne unterstützt und gefördert. Auch Bruchsals Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick würdigte das Engagement der NABU-Gruppe Hambrücken:  „Die Saalbachwiesen sind ein ökologischer Diamant in der dichtbesiedelten Rheinebene. Wie beim Diamanten ist ein große zusammenhängende Einheit wertvoller als viele kleine Splitter“. Franz Debatin bedankte sich: „Ohne Beiträge und Unterstützung von verschiedenen Seiten, von Land, Kommunen und den Landwirten wäre das Projekt Saalbachniederung nicht möglich gewesen. Für die Zukunft kommt es darauf an, den Wert dauerhaft zu sichern“. Hierfür sagten ihm alle Anwesenden ihre Unterstützung zu. So hat allein die Stiftung des LNV bisher rund 17.000 € für die Saalbachniederung bereitgestellt.

Auffälligster Bereich mitten im Gebiet welches als FFH-, Vogelschutz- und Landschaftsschutzgebiet gesichert ist, ist sicherlich eine Dammrückverlegung des Saalbachs auf einer Länge von ca. 1 km, wodurch eine wechselfeuchte Überflutungszone geschaffen wurde. Die Maßnahme selbst war eine von der Stadt Bruchsal finanzierte  Ausgleichsmaßnahme.

 

Info – LNV Stiftung:

Die Stiftung des Landesnaturschutzverbandes hat sich den Natur- und Umweltschutz zum Ziel gesetzt. Sie unterstützt hauptsächlich die Arbeit ehrenamtlicher Naturschützerinnen und Naturschützer in Baden-Württemberg. Seit ihrer Gründung im Jahr 1986 wurden bereits rund 300 Naturschutzprojekte in Baden-Württemberg gefördert.

LNV-Stiftung im Internet


Säbelschnäbler und weitere seltene Arten in der Saalbachniederung

Säbelschnäbler im NABU Feuchtgebiet, im Hintergrund ein Kampfläufer. Foto: W. Debatin

Säbelschnäbler im NABU Feuchtgebiet, im Hintergrund ein Kampfläufer. Foto: W. Debatin

Das erneute Auftreten seltener Vogelarten in der Saalbachniederung bereitet dem NABU Hambrücken auch in diesem Jahr wieder große Freude.

Dies nicht nur, weil es die Arbeit unseres Vereins eindrucksvoll bestätigt. Am 19. Mai informierte ein bekannter Ornithologe aus Forst den NABU Hambrücken darüber, dass er an diesem Tag im NABU Feuchtgebiet am Saalbach 6 Säbelschnäbler bei der Nahrungssuche beobachtet hat. In den darauf folgenden Tagen waren es jeweils 3 Tiere, welche von unseren Mitgliedern gesichtet wurden.
Zwar kommen Säbelschnäbler an den Küsten Europas noch in großer Zahl vor, das Auftreten dieser Vogelart so tief im Binnenland und noch dazu in dieser Anzahl ist schon eine kleine Sensation. Beim Säbelschnäbler fällt seine merkwürdige Schnabelform sehr auf. Dies ist aber keine Laune der Natur, sondern eine vorzügliche Anpassung an die Art des Nahrungserwerbs. Säbelschnäbler waten nämlich durch das seichte Wasser und ziehen dabei ihren leicht geöffneten Schnabel durch den Schlick. Dabei ertasten, packen und verschlucken sie kleine Krebse, Würmer und Insekten.
Neben den Säbelschnäblern waren in den vergangenen Wochen im NABU Feuchtgebiet weitere Raritäten unserer einheimischen Vogelwelt zu sehen, so etwa ein Purpurreiher und ein Seidenreiher. Gleichzeitig wächst beim NABU Hambrücken die Hoffnung, dass es erneut zur Brut eines Drosselrohrsänger – Paares kommt. Das gleiche gilt für mehrere Paare der Grauammer.
Diese wenigen Beispiele zeigen, wie dem besorgniserregenden Rückgang unserer einheimischen Vogelwelt begegnet werden kann, nämlich indem Lebensräume erhalten und wiederhergestellt werden.

Großes Interesse an Führungen in der Saalbachniederung

Schulklasse des Heisenberg- Gymnasiums in der Saalbachniederung

Schulklasse des Heisenberg- Gymnasiums in der Saalbachniederung

Mit dem Erfolg des Naturschutzprojektes Saalbachniederung nehmen beim NABU Hambrücken die Anfragen bezüglich Vorträge und Führungen stetig weiter zu. Nachdem unser Verein auf Einladung der NABU Gruppe Heidelberg dort am 13. April das Naturschutzprojekt Saalbachniederung vorstellte, kamen am 1. Mai zahlreiche NABU Mitglieder aus Heidelberg nach Hambrücken, um die Saalbachwiesen vor Ort zu besichtigen. Dabei zeigte sich die Natur einmal mehr von ihrer schönsten Seite. So war z.B. aus dem NABU Feuchtgebiet der krächzende Gesang des seltenen Drosselrohrsängers zu hören, dessen Bestand in Baden – Württemberg nur noch maximal 90 Brutpaare beträgt. Gleichzeitig konnten weitere Raritäten unserer einheimischen Vogelwelt auf dem Durchzug beobachtet werden. Die schöne Landschaft und die zielstrebigen Anstrengungen der NABU Gruppe Hambrücken hinterließen bei allen Teilnehmern einen nachhaltigen Eindruck. Auf Bitte des Heisenberg – Gymnasiums Bruchsal führte unser Verein am 2. und 6. Mai jeweils eine Schulklasse durch die Saalbachniederung, letztere im Rahmen des UNESCO – Projekttages. Dabei ging es um die Bedeutung des Lebensraumes Wiese. Pünktlich zu diesem Besuch hatte sich ein Purpurreiher am NABU Feuchtgebiet eingefunden, auch Grünschenkel , Knäkente und Bruchwasserläufer waren zu sehen.

Bei der Vogelbeachtung

Bei der Vogelbeachtung

Demnächst wird sich eine Klasse der Tullaschule Karlsruhe in der Saalbachniederung über das dortige Weißstorchprojekt informieren. Am 29.

Mai kommt die NABU Gruppe Karlsruhe zu einem Besuch in die Saalbachniederung. Eine weitere Führung findet am 25. Juni für Martin Klatt statt, der auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Naturfreunde als Biodiversitätsbotschafter ausbildet. Der NABU Hambrücken freut sich über das große Interesse an seinem Naturschutzengagement.


Betriebsausflug der NABU Landesgeschäftsstelle Baden – Württemberg in die Saalbachniederung

Franz Debatin (NABU) und Herr Hambsch (Stadt Bruchsal) erläutern das Naturschutzprojekt Saalbachniederung.

Franz Debatin (NABU) und Herr Hambsch (Stadt Bruchsal) erläutern das Naturschutzprojekt Saalbachniederung.

Der Betriebsausflug der NABU Landesgeschäftsstelle in Stuttgart führte in diesem Jahr in die Saalbachniederung. Eingeladen waren hierzu auch die Mitarbeiter der NABU Bezirksgeschäftsstellen, des NABU Vogelschutzzentrums Mössingen sowie Hans – Otto Gässler und Artur Bossert als Vertreter des NABU Kreisverbandes Karlsruhe. Auch Berthold Hamsch vom Planungsamt der Stadt Bruchsal war der Einladung gefolgt. Nach der Ankunft in Hambrücken wurden die 40 Teilnehmer, darunter auch der NABU Landesvorsitzende André Baumann und Geschäftsführer Uwe Prietzel von Franz Debatin begrüßt. Zu Fuß ging es zum Gebäude des HCC, dort warteten bereits Tobias Schönek und Thomas Krempel mit ihren Traktoren und Anhängern für den Weitertransport in die Saalbachniederung. Auf den ausgelegten Heuballen konnten die Teilnehmer Platz nehmen und die Traktoren fuhren das Gewann Neuwiesen, rechts der Saalbach bei der Hakenschleuse an. Von dort aus erfolgte eine Wanderung durch die Saalbachwiesen bis zum NABU Feuchtgebiet. Unterwegs wurde vom NABU Hambrücken ausführlich die bisherige Entwicklung des Naturschutzprojektes Saalbachniederung geschildert und Berthold Hamsch erläuterte die Chancen des größten zusammenhängenden Wiesengeländes in Nordbaden hinsichtlich einer zukünftigen Weiterentwicklung im Sinne des Naturschutzes.

Als Höhepunkt der Exkursion in der Saalbachniederung hatte sich der NABU Hambrücken etwas besonderes einfallen lassen. Mit Hilfe eines LKW

Der Hubsteiger der Fa. Gredler&Söhne ermöglichte den Blick aus 35 Meter Höhe.

Der Hubsteiger der Fa. Gredler&Söhne ermöglichte den Blick aus 35 Meter Höhe.

Hubsteigers der Firma Gredler& Söhne konnten sich die Teilnehmer 35 Meter hoch fahren lassen, um die Saalbachwiesenlandschaft einmal von oben aus der Perspektive eines Storches bestaunen zu können. Hiervon haben alle anwesenden Personen Gebrauch gemacht und es gab keinen, der von dieser Aussicht nicht begeistert war. Anschließend ging es zur Grillhütte, wo das Mittagessen eingenommen wurde. Dankenswerter Weise hatte sich dort auch Bürgermeister Ackermann eingefunden, um die Mitarbeiter der NABU Landesgeschäftsstelle von Seiten der Gemeinde Hambrücken zu begrüßen. Um 14.30 Uhr erfolgte die Weiterfahrt nach Bruchsal, wo nach einer kurzen Schlossbesichtigung im Cafe am Schloss der diesjährige Ausflug der NABU Landesgeschäftsstelle endete, verbunden mit einem herzlichen Dank an den NABU Hambrücken für einen unvergesslichen Tag.

Der NABU Hambrücken bedankt sich bei Bürgermeister Ackermann recht herzlich für die Begrüßung der Gäste. Herzlichen Dank auch an Tobias Schönek und Thomas Krempel, der im Auftrag von Michael Heneka tätig war. Auch bei der Firma Gredler& Söhne möchten wir uns dafür bedanken, dass sie den LKW Hubsteiger und einen Fahrer für die Veranstaltung  kostenfrei zur Verfügung stellte.  Dieser Dank gilt gleichermaßen unseren Mitgliedern Lore Breuer, Hilde Wirth sowie Martin Wetzel und Hans Josef Wetzel für ihre Mithilfe bei der Grillhütte.

Die Teilnehmer des Betriebsausflugs der NABU Landesgeschäftsstelle.

Die Teilnehmer des Betriebsausflugs der NABU Landesgeschäftsstelle.


Weiterer Erfolg für NABU Hambrücken im Artenschutz: Drosselrohrsänger hat sich in der Saalbachniederung angesiedelt und erfolgreich gebrütet

Drosselrohrsänger; Foto: Helmut Klaus

Drosselrohrsänger –  Foto: Helmut Klaus

Als der NABU Hambrücken am 11. Mai dieses Jahres in seinem Feuchtgebiet am Saalbach den lautstarken Gesang von einem Drosselrohrsänger hörte, ist er zunächst von einem Durchzügler ausgegangen. Zum Erstaunen unseres Vereins war der Gesang des Drosselrohrsängermännchens auch drei Wochen später noch zu hören und mit jedem weiteren Tag wuchs die Hoffnung, dass es zur Ansiedlung kommt. Schwierig wurde es ab der vierten Woche, weil der größte Vertreter unserer einheimischen Rohrsängerarten (Schilfbewohner) dann das Singen weitgehend einstellte. Nur durch das intensive Beobachten seines Revieres ist es dem NABU Hambrücken gelungen, ab und an einen Drosselrohrsänger zu sichten und so seine weitere Anwesenheit festzustellen. Seit dem 6. Juli besteht nun Gewissheit, es ist nicht nur zur Ansiedlung gekommen, sondern das Drosselrohrsängerpaar hat auch erfolgreich gebrütet. Acht Wochen nach der Entdeckung dieser Vogelart in der Saalbachniederung wurden junge Drosselrohrsänger auf Schilfhalmen beobachtet, die von einem der Altvögel gefüttert wurden. Wie hoch dieses Ereignis einzustufen ist zeigt sich daran, dass selbst im bekannten Naturschutzgebiet Wagbachniederung bei Waghäusel seit Jahren kein Drosselrohrsänger mehr gebrütet hat, obwohl sich dort das größte Schilfgebiet in Nordbaden befindet. Der NABU Hambrücken freut sich sehr über diesen beachtlichen Erfolg seiner Anstrengungen für den Natur – und Artenschutz. Das zielstrebige Vorgehen unseres Vereins, Flächen in der Saalbachniederung zu kaufen und darauf wertvolle sowie dauerhaft sichere Lebensräume zu entwickeln, machen solche Erfolge erst möglich.

Der selten gewordene Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus) lebt im dichten Schilf und Ufergebüsch von Seen, Teichen, Mooren und Flüssen. Sein Brutbestand in Baden-Württemberg erstreckt sich derzeit auf ca 50 – 90 Brutpaare. Die Art gilt als stark gefährdet und wird in der Roten Liste Baden-Württembergs in „Kategorie 1 – Vom Aussterben bedroht“ geführt.