Tägliche Archive: 27. Februar 2016


Storchenbestand 2016

Seit KW7 (Erste Beobachtung am 15. Februar) ist der Storchenhorst in der Saalbachniederung besetzt.

 

Ringnummer Herkunft Geburt Sonstiges
Saalbachniederung
Störchin A8473 Langenbrücken 2008 Ablesung 2009 in Camargue/Frankreich
Storch A7173 Ubstadt-Weiher 2007
Ringnummern bestätigt. Von ursprünglich 3 Jungstörchen hat ein Jungstorch überlebt und ist erfolgreich ausgeflogen. (Konnte aufgrund Lage des Horstes im Wasser nicht beringt werden.) Ursache für den Tod der beiden Jungstörche waren vermutlich nasskalte Witterungsperioden.
Storchenpaar in der Saalbachniederung

Storchenpaar in der Saalbachniederung

Hambrücker Wiesen
Störchin  ? ? ?  seit 25. März auf dem Horst – Störche haben keine Ringe
Storch ? ? ?  seit 25. März auf dem Horst – Störche haben keine Ringe
Ursprünglich war zu Beginn des Jahres kurz das Storchenpaar der vergangenen Jahre im Bereich des Horstes zu beochten. Die Ringnummern der beiden Störche (A8144 und AJ225) konnten auch bestätigt werden. Das Paar hat allerdings den Horst nicht besetzt und scheint im Bereich von Neudorf einen neuen Horst zu haben.

Seit dem 25. März befindet sich ein neues Storchenpaar auf dem Horst in den Peterswiesen in Hambrücken.

2 Jungstörche sind erfolgreich ausgeflogen (Ringnummern: AY 932 / AY 933)

Das neue Storchenpaar auf dem Horst Peterswiesen.

Das neue Storchenpaar auf dem Horst Peterswiesen.

An der Nachwuchsplanung wurde gleich gearbeitet.

An der Nachwuchsplanung wurde gleich gearbeitet.

Bastwiesen (neuer Horst seit Feb. 2016)
Störchin
Storch
Horst ist derzeit noch nicht besetzt.

NAJU Gruppenstunde – Häuslebauer gesucht und gefunden!

NAJU Kinder mit selbstgebauter Nisthilfe

NAJU Kinder mit selbstgebauter Nisthilfe

Nisthilfen sind nicht nur ein sinnvoller Ersatz für ursprüngliche Brutplätze, sie bieten auch den verschiedensten Tieren in kalten Winternächten eine warme Schlafstube. Das Aufhängen von Nistkästen ist ein aktiver Beitrag zum Naturschutz, umso mehr freut es uns, dass uns die Firma Erdgas Südwest 5 Nistkastenbausätze geschenkt hat und wir dafür die Patenschaft übernehmen können.

In unserer letzten Gruppenstunde am Samstag, 20.02.2016, war die Nistkastenaktion geplant und 8 junge Handwerker folgten unserer Einladung, sie ließen sich auch von Regen und Wind an diesem ungemütlichen Morgen nicht abschrecken. 4 Kinder mussten leider wegen Krankheit absagen.

In einem einführenden Gespräch stellten wir zunächst das Brutverhalten heimischer Vögel heraus, wir betrachteten dazu verschiedene Nester von Frei- und Höhlenbrütern, einen Halbhöhlenkasten, einen Höhlennistkasten und einen unserer Bausätze.

Mit einem Lineal wurde anschließend der Durchmesser der Einfluglöcher gemessen und anhand einer Tabelle fand die Gruppe heraus, für welche Vögel die jeweiligen Nistkästen geeignet sind. Als Höhlenbrüter stellten wir die Kohlmeise und die Blaumeise heraus, 2 Kinder lasen dazu die Steckbriefe vor.

Dann ging es an die Arbeit, dank der Unterstützung von Herrn Hoops konnten 4 Arbeitsgruppen gebildet werden: Mit Köpfchen, handwerklichen Geschick und ganzem Körpereinsatz gingen die Kinder ans Werk, vor allem die Akkuschrauber waren ein begehrtes Werkzeug. Die „Siegergruppe“, die als erste fertig war, durfte „noch g`schwind“ den 5. Bausatz zusammenschrauben und zum Schluss konnte jede Gruppe voller Stolz ihren Kasten signieren.

Nach dieser Aktion fuhren wir mit den Rädern in die Saalbachniederung, gegen den Wind und bei leichtem Regen konnten sich alle wieder warm strampeln. Auf unserer Streuobstwiese angekommen wurden gleich die besten Bäume ausgesucht, jede „Baugruppe“ hängte „ihren“ Kasten auf und das Klettern machte sichtlich Spaß.

Anbringen der Nisthilfen auf dem NABU Streuobstgrundstück

Anbringen der Nisthilfen auf dem NABU Streuobstgrundstück

Damit war unsere Gruppenstunde aber noch nicht beendet: Wir sammelten alle herumliegenden Äste und Baumstämme ein, die beim vorausgegangenen Obstbaumschnitt angefallen waren und schichteten sie im Gebüsch zu einem kompakten Haufen auf. Mit von der Partie war dabei auch Kathrin Baumgärtner, die im Januar die Obstbäume geschnitten hatte. Noch einmal war ganzer Körpereinsatz gefragt und Herr Hoops half uns mit seiner Akkusäge, vor allem dem dickeren Holz Herr zu werden. Und warum haben wir uns die ganze Arbeit gemacht? Ein Totholzhaufen ist ein wertvoller Lebensraum für Vögel, Kleinsäuger, Reptilien, Insekten und andere Kleinlebewesen. Er ist ein wichtiger Biotop, der zur Überwinterung, dem vorübergehenden Unterschlupf oder als Nahrungsquelle dient. Und das Holz wird im Stoffkreislauf der Natur sinnvoll verwertet.

Nach erledigter Arbeit machten wir uns auf den Heimweg, im Wald warfen wir noch einen Blick in unseren Nistkasten am Waldesrand. Er wurde von einem Kohlmeisenpaar im vergangenen Jahr als Brutplatz genutzt, das Nest nahmen wir als Beweis gleich mit.

Jetzt sind wir gespannt, ob unsere Kästen in der Saalbachniederung auch so gut angenommen werden, wir werden sehen! Vielen Dank an alle, die uns an diesem Vormittag geholfen haben, ein großes Lob an die Kinder, die sich auch bei Wind und Wetter für den Naturschutz einsetzen. Und ein herzliches Dankeschön an die Firma Erdgas Südwest, die uns die Nistkästen geschenkt hat.

Die nächste Gruppenstunde ist für den 19.März geplant, bis dahin grüßt das

NAJU- Team